Berliner Energieverbrauch und CO₂-Bilanz 2024

Nachhaltige Wirtschaftsweise und Weiterentwicklung der Energiewende

Auch 2024 verfolgt das Land Berlin konsequent das Ziel, wirtschaftliche Entwicklung mit Umwelt- und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise und die Weiterentwicklung der Energiewende sind dabei wesentliche Bausteine, um die ökologischen Folgen wirtschaftlichen Handelns langfristig zu begrenzen. Im Mittelpunkt steht weiterhin der Anspruch, Wachstum schrittweise vom Energie- und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Dies soll nicht nur durch den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien, sondern insbesondere durch eine dauerhafte Senkung des gesamten Energiebedarfs erreicht werden. Maßstab des Handelns bleiben der Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen, die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen sowie eine hohe Lebensqualität in der Hauptstadt.

Die dafür notwendige Datengrundlage liefert die jährlich erstellte Energie- und CO₂-Bilanz des Landes Berlin, die vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erarbeitet wird. Die vorläufigen Ergebnisse für das Jahr 2024 verdeutlichen, dass Berlin seinen eingeschlagenen Weg fortsetzt und weitere Fortschritte bei Energieeffizienz und Emissionsminderung erzielt.

Primärenergieverbrauch 2024: Weiterer Rückgang

Der Primärenergieverbrauch ging in Berlin im Jahr 2024 um 4,0 % zurück und erreichte 209 107 Terajoule – der niedrigste Wert seit Beginn der Berechnungen für das wiedervereinigte Berlin im Jahr 1990. Besonders deutlich sank der Verbrauch von Erdgas um 8,1 %. Die kontinuierliche Reduzierung der Nutzung von Steinkohle geht auch im Jahr 2024 weiter. Mit einer weiteren Minderung von 7,0 % im Vergleich zum Vorjahr macht Steinkohle nur noch 8,3 % (17,7 Petajoule) des Gesamt-Primärenergieverbrauchs aus. Diese Entwicklungen ist ein deutliches Indiz für den langfristigen Erfolg energiepolitischer Maßnahmen.

Endenergieverbrauch weiter rückläufig

Der Endenergieverbrauch in Berlin fiel ebenfalls: Er lag 2024 bei 190 231 Terajoule, was einem Rückgang von 1,9 % gegenüber 2023 entspricht. Der Rückgang ergab sich vor allem aus einem verringerten Verbrauch fossiler Energieträger wie Mineralölen (–3,0 %) und Gasen (–4,2 %). Demgegenüber stieg der Verbrauch von Strom (+0,7 %) und Fernwärme (+0,2 %) leicht an.

Entwicklung der CO₂-Emissionen

Die energiebedingten CO₂-Emissionen aus dem Endenergieverbrauch beliefen sich 2024 auf etwa 13,4 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Rückgang um rund 3,7 % gegenüber dem Vorjahr – ein deutlicher Fortschritt im längerfristigen Klimaschutz, wobei der Rückgang vor allem durch geringere Emissionen in den Sektoren Haushalte (–6,0 %) und Schienenverkehr (–4,2 %) geprägt war. Dagegen stiegen im Straßenverkehr die CO₂-Emissionen leicht (+0,4 %). Im Vergleich liegen die Emissionen damit weit unter den Werten früherer Jahrzehnte, gegenüber 1990 zum Beispiel bei einem Rückgang von 54,3 %.

Fazit

Die Energie- und CO₂-Bilanz 2024 belegt erneut eine positive Entwicklung bei Energieverbrauch und Emissionen in Berlin. Die vorläufigen Ergebnisse unterstreichen, dass die energie- und klimapolitischen Maßnahmen des Landes weiter Wirkung zeigen. Berlin trägt damit weiterhin zur Umsetzung der nationalen und europäischen Klimaschutzziele bei.

Die vollständige Energie- und CO₂-Bilanz 2024 ist auf den Webseiten des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg abrufbar. Die Pressemitteilung zum vorläufigen statistischen Bericht des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg für das Jahr 2024 finden Sie hier.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Ansprechpartner

Dr. Felix Groba