Landesbeauftragte fordert bessere barrierefreie Kommunikation

Pressemitteilung vom 01.12.2025

Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen am 03.12. fordert die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, handfeste Fortschritte bei der barrierefreien Kommunikation durch die Berliner Verwaltung:
„Trotz der gesetzlichen Vorgaben gibt es für Menschen mit Behinderungen noch viel zu häufig Probleme bei der Kommunikation und zahlreiche Barrieren im Kontakt mit den Berliner Behörden“, stellt Christine Braunert-Rümenapf fest.
Gemäß Landesgleichberechtigungsgesetz sind alle Berliner Behörden dazu verpflichtet, barrierefrei und in einfacher und verständlicher Sprache zu kommunizieren. Hörbehinderte Menschen haben zudem das Recht auf Kommunikation in Deutscher Gebärdensprache. Schriftliche Dokumente müssen so gestaltet werden, dass sie auch von blinden und sehbehinderten Menschen wahrgenommen werden können.

„Derzeit überarbeitet der Senat den Allgemeinen Teil seiner Gemeinsamen Geschäftsordnung. Es ist wichtig, dass darin klare und einheitliche Vorgaben für die Umsetzung von Barrierefreiheit durch Mitarbeitende in allen Behörden getroffen und vor allem auch eingehalten werden. Auch müssen von allen Berliner Behörden aufgrund des Landesgleichberechtigungsgesetzes angemessene Vorkehrungen bereitgestellt werden, indem zum Beispiel blinden und sehbehinderten Menschen Anträge zur Niederschrift abgenommen werden“ erläutert Christine Braunert-Rümenapf. „Damit wirklich barrierefrei kommuniziert wird, ist bei vielen Behörden noch einiges zu tun, auch wenn wir in den letzten Jahren schon Fortschritte gemacht haben.“

Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen ist nach dem Landesgleichberechtigungsgesetz ressortübergreifend und fachlich eigenständig tätig und hat die Aufgabe, darauf hinzuwirken, dass der Senat seinen gesetzlichen Verpflichtungen zur Gleichberechtigung von Menschen mit und ohne Behinderungen nachkommt. In ihrem 15. Tätigkeitsbericht, der nun auch als Fassung in Leichter Sprache vorliegt, gibt sie einen Überblick über ihre Arbeitsschwerpunkte in den Jahren 2023 und 2024. www.berlin.de/lb/behi/service/veroeffentlichungen/taetigkeitsbericht/

Kontakt: Büro der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Tel. 9028 2918 oder lfb@sensasgiva.berlin.de