Highlights in Berlin-Wedding

Schild U-Bahnhof Leopoldplatz

Der Stationsname im U-Bahnhof "Leopoldplatz" in Berlin

Wedding ist der stets unterschätzte Stadtteil. Dabei bietet kaum ein Stadtteil eine so authentische Mischung aus Kultur, Kreativität und Alt-Berliner Charme.

Berlin-Wedding liegt nordwestlich des Berliner Rings im Bezirk Mitte. Der ehemalige Arbeiterbezirk wird oft ein wenig belächelt. Lange hieß es: „Der Wedding kommt.” Doch der Wedding wurde nie zu einem zweiten Prenzlauer Berg oder Friedrichshain. Wer das als Makel betrachtet, verpasst einen facettenreichen Stadtteil. Nur wenige Orte bieten eine so spannende und authentische Mischung unterschiedlicher Kulturen. Hier existieren kleine Manufakturen neben Traditionsgeschäften und schicke Bio-Cafés neben der Eckkneipe. Der Wedding verfügt zudem über eine vielfältige Kunst- und Kreativszene, die sich in alten Fabriken und Gebäuden niedergelassen hat. Auch die grünen Seiten machen den Stadtteil lebenswert. Das sind die Highlights im Wedding:

Leopoldplatz mit der Alten Nazarethkirche

Der Leopoldplatz, von den meisten kurz „Leo” genannt, ist einer der Knotenpunkte im Wedding. Auf dem Leopoldplatz finden regelmäßig Märkte wie der Wochenmarkt oder der Weddingmarkt statt. Ein wenig eingerückt steht die Alte Nazarethkirche auf dem Leo. Sie wurde von Karl Friedrich Schinkel entworfen und im Jahr 1835 eingeweiht. Rund um den Leopoldplatz gibt es kleine Cafés und Restaurants mit authentischen Landesküchen. Im Kontrast dazu werden am Leo aber auch offen Drogen konsumiert – ein Ort der Kontraste.

Siedlung Schillerpark

Siedlung Schillerpark

Weltkulturerbe Siedlung Schillerpark

Im Wedding steht mit der Siedlung Schillerpark ein echtes Unesco-Weltkulturerbe. Die holländisch anmutenden Häuser aus rotem Backstein entstammt der Feder des Stadtplaners Bruno Taut. Die Siedlung Schillerpark gilt als erstes großstädtisches Wohnprojekt der Weimarer Republik und ist nach dem angrenzenden Schillerpark benannt.

Silent Green im ehemaliges Krematorium Wedding

Silent Green im ehemaliges Krematorium Wedding

Silent Green Kulturquartier

Ganz in der Nähe des Leopoldplatzes befindet sich ein außergewöhnlicher Kulturort. In dem ehemaligen Krematorium auf dem Urnenfriedhof Gerichtstraße befindet sich seit 2015 das Silent Green. Das Kulturquartier vereint Büros, Ateliers, Ausstellungsflächen und Gastronomie unter einem Dach. In der Kuppelhalle und auf dem Gelände finden regelmäßig Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen, Messen und Konferenzen statt.

Gedenkstätte Plötzensee

Am malerischen Plötzensee steht einer der ältesten Gedenkorte Berlins. Im Jahr 1879 eröffnete hier die Strafanstalt Plötzensee. Sie bot Platz für 1.200 Gefangene. Mit der Machtübernahme der NS-Regierung verschlechterten sich die Haftbedingungen. Im Gefängnis Plötzensee starben hunderte Menschen durch die nationalsozialistische Unrechtsjustiz. Am 14. September 1952 wurde die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Diktatur in der Haftanstalt eingeweiht. Seit einer Umgestaltung der Gedenkstätte 1964 ist der Hinrichtungsraum wieder originalgetreu hergestellt. Seit Juli 1987 steht die Gedenkstätte unter Denkmalschutz. Die Gedenkstätte Plötzensee erinnert an alle hier ermordeten Opfer der NS-Unrechtsjustiz aus vielen Nationen.

Freiluftkino Rehberge

Open-Air Filmabend im Freiluftkino Rehberge

Freiluftkino und Volkspark Rehberge

Der Wedding hat mehrere Parks. Besonders schön und groß ist der Volkspark Rehberge im Norden des Stadtteils. Der Park liegt hinter dem Plötzensee und bietet Platz für Sport und Erholung. Große Wiesen mit schattenspendenden Bäumen bieten sich als Picknickplätze an. Kinder können sich auf mehreren Spielplätzen austoben. Im westlichen Bereich des Parks leben Damwild und Wildschweine in Gehegen. Während der Sommermonate öffnet das Freiluftkino Rehberge seine Türen. Das Open-Air-Kino hat Platz für 1500 Menschen und zeigt Filme unter grünem Blätterdach.

Eiffelturm im Wedding

Da muss man glatt zweimal hinschauen: In Berlin-Wedding steht ein Eiffelturm. Der Weddinger Eiffelturm ist zwar nicht so groß wie das Original in Paris, aber dank seiner Beleuchtung ein Schmuckstück. Die kleine Kopie des französischen Originals wurde 1994 anlässlich des Abzugs der französischen Alliierten aus Berlin gestiftet. Im April 2023 musste der Eiffelturm wegen Einsturzgefahr abgebaut werden. Dank einer Crowdfunding-Kampagne steht er in neuem Glanz wider vor dem Centre Français de Berlin.

Anti-Kriegs-Museum

Das Anti-Kriegs-Museum in Berlin-Wedding wurde 1982 eröffnet. Das Museum zeigt anhand von Fotos, Dokumenten und Objekten aus den beiden Weltkriegen, welche Folgen diese Kriege hatten. Auch aktuelle Kriege werden thematisiert. Das Highlight des Museums ist der original erhaltene Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg. Zum Museum gehört außerdem eine Kunstgalerie, in der Sonderausstellungen gezeigt werden. Das Anti-Kriegs-Museum finanziert sich weitgehend durch Spendengelder.

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Aktualisierung: 24. Juni 2026