Gedenkort für die Opfer der NS-"Euthanasie"-Morde

Gedenkort für die Opfer der NS-"Euthanasie"-Morde

Vor der Berliner Philharmonie erinnert das Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie-Morde" an die in der NS-Zeit ermordeten Patienten in Heil- und Pfleganstalten.

  • Gedenkort für die Opfer der NS-"Euthanasie"-Morde© dpa
    Das Mahnmal erinnert an den Massenmord an Patienten im NS-Staat.
  • Gedenkort für die Opfer der NS-"Euthanasie"-Morde© dpa
  • Gedenkort für die Opfer der NS-"Euthanasie"-Morde© dpa
Genau an der Stelle , an der seit April 1940 die Behörde zur "Vernichtung lebensunwerten Lebens" ihren Sitz hatte, erinnert heute das Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie-Morde“ an die vielen Menschen, die durch das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten starben. In der Tiergartenstraße 4 hatte die NS-Dienststelle, die aus ihrem Standort auch den Decknamen "T4" ableitete, ihren Sitz. Von hier aus wurde die planmäßige Ermordung von Menschen in Heil- und Pflegeanstalten organisiert und veranlasst. Auf deutschem Boden gab es sechs extra für die Tötung eingerichtete Anstalten.

Architektur und Konzept des Mahnmals

Das Mahnmal besteht aus einer blauen, transparenten 24 Meter langen Glaswand. Die Wand steht auf einem dunklen Fläche Beton, die sich zur Mitte des Mahnmals leicht neigt. Gestaltet wurde es von der Architektin Ursula Wilms zusammen mit Landschaftsarchitekt Heinz W. Hallmann und dem Künstler Nikolaus Koliusis. Das Blau der Glaswand symbolisiert für Architektin Wilms den Himmel und steht für die Opfer der Euthanasiemorde. Ein Pult, welches um die blaue Glaswand herum verläuft, informiert mit Texten und Bildern über das Schicksal von den mindestens 300.000 Opfern.

Das Mahnmal ist seit dem 2. September 2014 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Informationen

Karte

Aktualisierung: 12. Dezember 2016