St. Peter und Paul

St. Peter und Paul

In der Kirche St. Peter und Paul in der Nähe der Pfaueninsel können Besucher den einzigen unverändert erhaltenen Kirchenraum aus der Zeit des Klassizismus in Berlin besichtigen.

St. Peter und Paul

© Franziska Delenk

Unweit von Nikolskoe entstand 1834–37 die Kirche St. Peter und Paul. Der König erwartete "Entwürfe im Stil russischer Kirchen, jedoch nur mit einem Turm", doch August Stüler und sein Mitarbeiter Albert Dietrich Schadow, Sohn des berühmten Bildhauers, setzten sich über die Anordnungen hinweg und entwarfen einen Bau, der den 1832 entworfenen Schinkel’schen Vorstadtkirchen ähnelt.

Architektur der Kirche St. Peter und Paul

Die russische Zwiebelkuppel, die Terrasse und die hochgezogene Westfassade kamen auf Anregung Schinkels und des Kronprinzen hinzu. Das Äußere des kubischen Baukörpers ist schlicht. In die glatten, durch ein Gesims in zwei gleich hohe Abschnitte geteilten Wandflächen sind vier direkt nebeneinanderliegende rundbogige Fenster eingeschnitten. Die massive Westwand ist über die Traufhöhe des Kirchenschiffs gezogen, im oberen Teil jedoch mit Arkaden durchbrochen. Der zierliche Turm endet nach zwei achteckigen Geschossen in einer Zwiebelkuppel.

Einzig erhaltener klassizistischer Kirchenraum Berlins

Kunstgeschichtlich interessant ist vor allem der Innenraum, der einzige unverändert erhaltene Kirchenraum Berlins aus der Zeit des Klassizismus. Auch er wirkt mit seinen klaren Formen, der flachen Balkendecke und den Emporen schlicht, durch seine Farbgebung aber hell und freundlich.

Informationen

Karte

Adresse
Nikolskoer Weg 17
14109 Berlin
Telefon
030 805 21 00
Öffnungszeiten
Freitag bis Montag 11 bis 16 Uhr
Barrierefrei
Rollstuhlgerechter Zugang über Rampe rechts vom Haupteingang, Rollstuhlfahrerplätze, Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen.
Architekt
August Stüler, Albert Dietrich Schadow
Stil
Klassizismus

Nahverkehr

In der Nähe

Siegessäule
© dpa

Sehenswürdigkeiten A-Z

Von Alexanderplatz bis Zoo: die wichtigsten Berliner Sehenswürdigkeiten in einer Liste von A bis Z. mehr

Quelle: Jaron Verlag/Bearbeitung Berlin.de | Alle Texte, Fotografien und Grafiken auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt (Copyright). Sie dürfen weder kopiert, vervielfältigt, übersetzt noch in anderer Weise verwendet werden.

| Aktualisierung: 9. November 2017