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Architektur: Wichtige Berliner Bauwerke
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Ein undatiertes Foto zeigt die Einfahrt zum AEG Werk in der Brunnenstraße und der General Electric Power Conversion in Berlin. Foto: Stiftung Deutsches Technikmuseum, Historisches Archiv Berlin
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Die Turbinenfabrik der AEG in Berlin-Moabit gilt als Leitbau moderner Industriearchitektur.
In Berlin-Moabit steht ein Gebäude, das den Beginn einer neuen Industriekultur in Deutschland markiert: Die AEG-Turbinenhalle gilt als erstes Industriegebäude, bei dem am Äußeren die Funktion des Gebäudes ablesbar war.
Die Konstruktion aus Glas, Beton und Stahl wurde durch Architekt Peter Behrens und Bauingenieur Karl Bernhard geplant. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1909 wurde der AEG-Bau schnell zum Leitbau der modernen Industriekultur.
Zum ersten Mal versteckte ein Industriegebäude nicht die konstruierenden Bauteile. Die Stahlbinder und deren Gelenke sind für jeden von außen zu sehen. Auch die große Front aus Fensterglas und das Glasdach waren für diese Zeit ein Novum. Zuvor wurden Industriebauten mit einer Fassade versehen, die dem Baustil der Zeit angepasst war. Die Fassade diente bisher nur als Kulisse. Mit Behrends Turbinenhalle ändere sich das.
Auftraggeber der für die Turbinenhalle war die Firma AEG. AEG brauchte eine Halle, in der die neuen großen und schweren Dampfturbinen gebaut werden konnten. Diese lösten die bis dahin üblichen klassischen Dampfmaschinen ab. Die neue Halle wurden den gewachsenen Ansprüchen gerecht.
Das ursprüngliche Gebäude der Turbinenhalle war 110 Meter lang. Im Jahr 1939 wurde es auf mehr als 200 Meter verlängert, um mehr Arbeitsraum zu schaffen. Die AEG-Turbinenhalle überstand den Zweiten Weltkrieg ohne Schäden und steht, als erster Industriebau Berlins, seit 1956 unter Denkmalschutz. Seit 1977 gehört das Gelände inklusive Turbinenhalle die Siemens AG. Eine Besichtigung der Halle ist nicht möglich; sie wird noch immer für die Produktion von Gasturbinen genutzt.
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