Mit dem eigenen Schulacker wirkliches Verständnis schaffen
Ernährung ist ein zentrales Thema, mit dem Schulen schon früh bei Schülerinnen und Schülern punkten können. Hier werden nicht nur Fragen von Gesundheit und dem Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Planeten aufgeworfen – bei praktischer Arbeit am Thema können auch zahlreiche andere Bildungsinhalte beleuchtet und geschult werden, wie beispielsweise ökologisch-biologische Aspekte oder das handwerkliche Geschick. So entsteht für die jungen Menschen ganz unmittelbar eine alltagsrelevante Horizont-Erweiterung und ein Bewusstsein für komplexe Zusammenhänge unseres Konsumverhaltens.
Meine Schule Berlin, eine Neuköllner Schule in freier Trägerschaft, hat zu diesem Zweck einen eigenen Acker gemietet, um dort mit den Kindern eigene Nahrungsmittel anzubauen. So werden entsprechende Unterrichtsinhalte ins Praktische hinein „verlängert“ – und das bewusst nicht nur auf den Schulhof in ein Hochbeet, sondern „raus auf’s Land“ und in den Dreck: Pflügen, Aussäen, Umpflanzen, Gießen, Beikraut jäten oder Kartoffelkäfer einsammeln. Nur so wird der immense Aufwand, der Nahrungsproduktion bedeutet, wirklich erlebbar – für die Jury nur darstellbar aufgrund der Bereitschaft der Schule, diesen Acker zu mieten und bereitzustellen. Die eigene Ernte, die recht üppig ausfallen kann, wird dann an der Schule gemeinsam verarbeitet und genossen oder auch gespendet, zum Beispiel an die Berliner Tafel.