Hefte raus – Klassenarbeit: 10 Brainteaser zu Klima an Schulen

  • SPIEL 1: Dicke Luft endlich auch im Unterricht thematisieren

    SPIEL 1: Dicke Luft endlich auch im Unterricht thematisieren

  • SPIEL 2: Kuschelig warm auch an Ihrer Schule?

    SPIEL 2: Kuschelig warm auch an Ihrer Schule?

  • SPIEL 3: Alltagsnaher Unterricht ist möglich

    SPIEL 3: Alltagsnaher Unterricht ist möglich

  • SPIEL 4: Für einen Unterricht, der gehaltvoll-bunt ist

    SPIEL 4: Für einen Unterricht, der gehaltvoll-bunt ist

  • SPIEL 5: Endlich das Optimale aus der Klassenfahrt herausholen

    SPIEL 5: Endlich das Optimale aus der Klassenfahrt herausholen

  • SPIEL 6: Den eigenen Unterricht gestalten – mit super Klima

    SPIEL 6: Den eigenen Unterricht gestalten – mit super Klima

  • SPIEL 7: Mathe trifft Realität: Exponentialfunktionen unterrichten

    SPIEL 7: Mathe trifft Realität: Exponentialfunktionen unterrichten

  • SPIEL 8: Für Unterricht, der Zukunft wirklich gestaltet

    SPIEL 8: Für Unterricht, der Zukunft wirklich gestaltet

  • SPIEL 9 – Politikwissen mal mit Klimapraxis vermitteln

    SPIEL 9: Politikwissen mal mit Klimapraxis vermitteln

  • SPIEL 10 – Energiewirtschaft im Unterricht: Fakten statt Nebelkerzen

    SPIEL 10: Energiewirtschaft im Unterricht: Fakten statt Nebelkerzen

Lösungen und Erläuterungen

  • SPIEL 1: Dicke Luft endlich auch im Unterricht thematisieren

    Die Grafik zeigt sogenannte „Climate Stripes“. In dieser Art der visuellen Darstellung werden die Temperaturveränderungen eines Ortes, einer Region oder im Welt-Durchschnitt der letzten 100+ Jahre aneinandergereiht. Jeder eingefärbte Streifen stellt die Durchschnittstemperatur eines Jahres dar. Die „Klimastreifen“ sind seit ein paar Jahren das inoffizielle Key Visual der Klimakrise und finden sich auf Krawatten ebenso wie auf den Titelseiten offizieller Regierungsdokumente zu Klimafragen.

    Die Tendenz der von links (z.B. das Jahr 1950) nach rechts (heute) zunehmend roten Streifen ist dabei nicht zu übersehen: die Erde wird heißer. Aktuellen Prognosen nach würde sich diese Tendenz in (a) noch verstärken hin zu dunkelrot und violett, in (b) hingegen sind der eigenen Kreativität und Hoffnung keine Grenzen gesetzt. Wie sollte die Welt für Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler werden?

  • SPIEL 2: Kuschelig warm auch an Ihrer Schule?

    … und das schon im Sommer? Nicht gut für Körper, Geist und Konzentration. Die vorgeschlagenen hohen Gradzahlen sind übrigens keine Fantasie, sondern tatsächlich eine realistische Temperatur an einem heißen Sommertag: Dächer und Asphalt können brennend heiß werden ohne angenehme Verschattung – wie unter Bäumen. Und Klassenzimmer, die ungeschützt der Sonne ausgesetzt sind, können schnell Temperaturen erreichen, die mit einem guten Lernklima (und im Übrigen mit der Arbeitsstättenverordnung) nicht mehr vereinbar sind.

    Zum Glück gibt’s aber auch Abhilfe – neben Maßnahmen zur Verhinderung oder dem Begrenzen der Klimakrise (also: Klimaschutzmaßnahmen) können das auch ganz konkrete, kleine sowie große Maßnahmen an der Schule sein: Wetter-angepasster Planung von Unterrichtszeiten und -Flächen; Schaffung von Schulgrün (in Berlin z.B. mit dem Senatsprojekt Grün macht Schule umsetzbar); sogar DIY-Lösungen wie kreative Sonnenblenden für die Klassenzimmer; z.B. im Werkunterricht kann das Thema direkt in den Schulalltag integriert und die Schülerinnen und Schüler einbezogen werden. So oder so: Hitzeschutz als eine Säule von Klimafolgen-Anpassung wird an jeder Schule in Berlin zunehmend höhere Relevanz haben. Für ein gutes, gesundes „Lernklima“.

  • SPIEL 3: Alltagsnaher Unterricht ist möglich

    Alle unsere Alltagshandlungen verbrauchen Energie oder emittieren Treibhausgase, selbst beim Sport atmen wir verstärkt CO2 aus. Wichtig ist daher immer der Blick darauf, was „große Hebel“ der Einsparung sind und was im direkten Vergleich das sinnvollste Kosten-Nutzen-Verhältnis ist. Diese Diskussion ist schwierig und komplex, da wir Menschen unterschiedliche Vorlieben haben und uns unterschiedliche Dinge „wichtig“ sind – wo Person A gerne verzichtet, mag oder sogar kann Person B vielleicht gar nicht aufhören.

    Ganz wichtig allerdings: das Individuum, da gibt es mittlerweile viele Studien, kann im Einzelnen gar nicht so viel Einfluss nehmen, wie für den Planeten gut wäre. Strukturen und Systeme sind die viel größeren Hebel. Beispiel: das digitale Whiteboard braucht zwar Strom, dieser ist aber nicht nennenswert im Vergleich zum Energie-Hunger der Schulheizung. Und an diese muss die Schule selbst ran, zum Beispiel durch Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen oder durch die Versorgung mit erneuerbaren Energien. Oder: die nachts hell erleuchtete Schule ist ein Energiefresser – eine im System hinterlegte „smarte“ Abschaltung (bzw. Energie-Verwaltung der Schule) bringt mehr als das ständige Erinnern der Schülerinnen und Schüler daran, doch bitte das Licht auszumachen.

    Lösung von links nach rechts: E / B / A / C / F / D

    Bonusaufgabe: bitte genau hinschauen, die Balken sind – wie oft in solchen Grafiken – trügerisch bis irreführend! Werden alle Balken auf ein Jahr hochgerechnet, ergibt sich ein ganz anderes Bild!

  • SPIEL 4: Für einen Unterricht, der gehaltvoll-bunt ist

    Lösung: Wir möchten hier nichts vorwegnehmen. Posten Sie Ihre eigene Lösung gerne auf LinkedIn oder Instagram und markieren Sie uns (@klimaschulenberlin) oder mailen Sie uns gerne Ihre eigene Lösung an berlinerklimaschulen@eumb-poeschk.de mit dem Betreff „Farbklecksinterpretation“. Wir sind gespannt!

  • SPIEL 5: Endlich das Optimale aus der Klassenfahrt herausholen

    Lösung: Laufen 1,23 Tonnen & 65.000 Kalorien / Flugzeug: 7,65 Tonnen & 2.000 Kalorien oben drauf / Auto (Diesel-Pkw) 4,29 Tonnen & 1.500 Kalorien zusätzlich / Fernzug (ICE) 0,45 Tonnen & 1.000 Kalorien im Plus / Fahrrad 0,53 Tonnen & 30.000 Kalorien weg

    Erläuterung: Die Zahlen nutzen Durchschnittswerte des CO2-Ausstoßes, der auch beim Laufen und Fahrradfahren gegeben ist, da der Mensch unter Anstrengung mehr CO2 ausatmet. Beim Fahrrad ist dieser Wert geringer als beim Laufen, da das Rad uns die effizienteste Form der Alltags-Fortbewegung ermöglicht. Gleichzeitig verbrennen wir beim Radfahren weniger Kalorien als beim Laufen derselben Strecke, aber immer noch genug, um diese Art der Fortbewegung, wann immer möglich in unseren Alltag einzubauen, um fit und gesund zu bleiben. Selbst bei sitzender Fortbewegung wie in der Bahn, im Auto oder dem Flugzeug verlieren wir zwar grundsätzlich auch Kalorien – unsere Berechnung berücksichtigt allerdings die für die entsprechende Reiseform typischen Snacks und Drinks einer Klassenfahrt, daher sind die Werte negativ.

  • SPIEL 6: Den eigenen Unterricht gestalten – mit super Klima

    Lösung: Joseph Fourier entdeckt und beschreibt 1824 den Treibhauseffekt / Die Geschichte der Solarenergie beginnt 1839, als Alexandre Edmond Becquerel den photoelektrischen Effekt entdeckt / Svante Arrhenius beschreibt 1906 (damals noch positiv-euphorisch) den Klimawandel / Guy Steward Callendar weist 1938 nach, dass CO2 die Erde erhitzt, und zwar schon damals um 0,005 Grad Celsius / Der Club of Rome veröffentlicht 1972 das Buch „Die Grenzen des Wachstums“ und beeinflusst damit öffentliche Debatten zu Wachstum vs. Erdsystem bis heute / Bereits 1977 erfährt die Konzernführung des Öl-Riesen Exxon durch eigene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehr exakt von der Klimakrise – und beginnt sofort, mit riesigen Marketing-Budgets die „Schuld“ auf individuelle Handlungen umzudeuten, beispielsweise mit dem „CO2-Fußabdruck“ / 1997 beschließt die internationale Staatengemeinschaft auf der ersten Welt-Klimakonferenz in Kyoto die Regulierung von Treibhausgasen / Deutschland kann in 2023 erstmals über 50% des eigenen Energiebedarfs aus regenerativen Quellen erzeugen, ein Trend der seitdem ständig übertroffen wird. Noch vor wenigen Jahren galt dies unter „Kritikern“ erneuerbarer Energiequellen als „unmöglich“.

  • SPIEL 7: Mathe trifft Realität: Exponentialfunktionen unterrichten

    Nicht nur Corona hat eindrucksvoll gezeigt, wie schwer wir uns als Gesellschaft mit der tatsächlichen Tragweite von exponentiellen Entwicklungen tun, die vermeintlich „kleine Anstiege“ erkennen lassen und dann irgendwann sehr schnell exorbitant steigen – auch die alte Anekdote mit dem Schachbrett und den Reiskörnern kann dabei helfen, sich diese bewusst zu machen. Blicken wir auf die CO2-Konzentration der Atmosphäre, so konstatiert die Wissenschaft schon länger ganz klar den Beginn einer Exponentialfunktion, die wir Menschen seit der industriellen Revolution angestoßen haben. Mittlerweile ist diese in den Messdaten rund um den Globus klar zu erkennen – und da CO2 eine der Haupttreiber bei den Treibhausgasen ist, der zur Erderhitzung führt, müssen wir hier dringend gegensteuern.

    Bonusfrage: In welchem „Jahr ppm“ sind jeweils Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler geboren?

  • SPIEL 8: Für Unterricht, der Zukunft wirklich gestaltet

    Wie sieht Deine Vision der Klimazukunft der Erde aus? Manchmal hilft es, vom Ziel her zu denken und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Stellen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern doch mal die Frage, wovon sie träumen, wenn sie an die Zukunft der Erde denken. Wie wäre es mit einer begrünten Welt, in der es genug Erholungsgebiete in Städten und E-Busse in Dörfern gibt, die mehr als zweimal am Tag fahren? Dazu eine steigende Artenvielfalt und weniger Extremwetterereignisse wie Hitze oder Starkregen.

    Posten Sie Ihre eigene Lösung gerne auf Instagram oder LinkedIn und markieren Sie uns (@klimaschulenberlin) oder mailen Sie uns gerne Ihre Lösung an berlinerklimaschulen@eumb-poeschk.de mit dem Betreff „Meine Klimavision der Erde“. Wir sind gespannt!

  • SPIEL 9: Politikwissen mal mit Klimapraxis vermitteln

    Lösung: Welt – Klimaziele, Europa – Stromhandel, Deutschland – Kohleausstieg, Berlin – Masterpläne, Gemeinde – Anpassungskonzepte

    Klimapolitische Entscheidungen werden auf verschiedenen Ebenen getroffen. Um Klimaschutzvorhaben oder beschlossene Maßnahmen nachvollziehen zu können, hilft es zu verstehen, welche Akteure und Institutionen welche Möglichkeiten der Entscheidung haben bzw. wo keine Möglichkeit der Einflussnahme besteht. Auf globalen Ebene haben sich fast alle Länder der Welt 2015 auf die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens geeinigt – diese umfassen unter anderem die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, möglichst jedoch auf 1,5 Grad. Der Stromhandel ist auf europäischer Ebene ein wichtiges Instrument, um Versorgungssicherheit in allen europäischen Ländern, Preisstabilität und einen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Auf Bundesebene hat Deutschland 2020 das „Kohleausstiegsgesetz“ beschlossen, das vorgibt, eine Kohleverstromung bis spätestens Ende 2038 vollständig zu beenden. Auf der lokaleren Ebene sind es Kommunen, hier in unserem Beispiel Berlin, die eigene, passgenaue Masterpläne entwickeln, um politische Zielsetzungen zu erreichen – ein Beispiel hierfür ist der Masterplan Solarcity. Diese Pläne legen eine langfristige Entwicklung der Gegend fest, wodurch ein Rahmen für zukünftige Entscheidungen und konkrete Projekte geschaffen wird. Und letztlich haben auch kleinere Gemeinden dann die Möglichkeit, eigene Konzepte, wie zum Beispiel ein Klimafolgenanpassungskonzept, zu entwickeln, das für die jeweilige Gemeinde sinnvolle und spezifische Maßnahmen definiert – denn wer weiß bezüglich neuen Entwicklungen vor Ort besser Bescheid, als die dort lebenden Menschen?

  • SPIEL 10: Energiewirtschaft im Unterricht: Fakten statt Nebelkerzen

    Lösungen von oben nach unten (von yeah! zu teuer):

    1. PV
    2. Wind
    3. Öl
    4. Kohle
    5. Atom

    Wie teuer ist Energie in der Entstehung wirklich? Wir haben für Euch recherchiert und uns die Entstehungskosten der gängigsten Energiearten angeschaut. Ein ungefähres Gefühl von „erneuerbare Energien sind günstiger als fossile Energien“ kennen sicher viele von Euch, so sieht es aber konkret aus:

    PV-Freifläche – 6,65 Eurocent; Wind Onshore – 6,75 Eurocent; Heizöl – 10,09 Eurocent; Kohle (Braun- und Steinkohle) – 21,88 Eurocent; Atomkraftwerk – 31,30 Eurocent

    Zur Übersichtlichkeit haben wir die jeweiligen Durchschnittswerte der Kosten ermittelt. Es ist jedoch wichtig zu berücksichtigen, dass alle Eurocent-Preise je nach Energieart in verschiedenen Ausmaßen sehr volatil – also unbeständig – sind, weshalb sich zum Beispiel die Kosten für Heizöl je nach wirtschaftlichen oder geopolitischen Ereignissen rapide verändern können. Außerdem sei an dieser Stelle angemerkt, dass Öl in dieser Übersicht als Wärmeenergie fungiert und nicht wie alle anderen als elektrische Energie. Wir wollten die Kosten von Öl dennoch mit aufnehmen, weil neue Erdölförderungen im Zuge von Klimaschutzdebatten häufig für Aufruhe in der Öffentlichkeit sorgen.

    Anmerkung: Der Ölpreis wird normalerweise als Literpreis angegeben. Um diesen Preis vergleichbar zu machen, haben wir die wissenschaftlich gängige Methode genutzt und den Liter-Preis umgerechnet. Ein Liter Heizöl entspricht etwa 10 kWh Energie. Bei einem Heizölpreis von 93,79 Cent/Liter (Preis im Juni 2025, Quelle: statista) entspricht der Eurocent/kWh-Preis für Heizöl 9,37.

    Quelle Kosten andere Energieträger: ISE-Studie Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien

Spielegrafiken als PDF-Dateien

  • SPIEL 1: Dicke Luft endlich auch im Unterricht thematisieren

    PDF-Dokument (97.8 kB)

  • SPIEL 2: Kuschelig warm auch an Ihrer Schule?

    PDF-Dokument (220.3 kB)

  • SPIEL 3: Alltagsnaher Unterricht ist möglich

    PDF-Dokument (44.8 kB)

  • SPIEL 4: Für einen Unterricht, der gehaltvoll-bunt ist

    PDF-Dokument (74.1 kB)

  • SPIEL 5: Endlich das Optimale aus der Klassenfahrt herausholen

    PDF-Dokument (45.6 kB)

  • SPIEL 6: Den eigenen Unterricht gestalten – mit super Klima

    PDF-Dokument (50.0 kB)

  • SPIEL 7: Mathe trifft Realität: Exponentialfunktionen unterrichten

    PDF-Dokument (35.6 kB)

  • SPIEL 8: Für Unterricht, der Zukunft wirklich gestaltet

    PDF-Dokument (51.0 kB)

  • SPIEL 9: Politikwissen mal mit Klimapraxis vermitteln

    PDF-Dokument (49.1 kB)

  • SPIEL 10: Energiewirtschaft im Unterricht: Fakten statt Nebelkerzen

    PDF-Dokument (44.8 kB)

Initiatoren

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin
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Kontakt

Für alle Fragen rund um den Wettbewerb:

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EUMB Pöschk GmbH & Co. KG
Robert Dağcı