Wettbewerbe als Push für den Whole School Approach

Whole School Approach

Warum am Wettbewerb teilnehmen? Mehrwerte für Lehrkräfte

Wettbewerbe und Auszeichnungen sind mehr als Preisverleihungen. Im Sinne des „Whole School Approach“ können sie echte Anstöße für die Entwicklung einer ganzen Schule geben. Für Lehrkräfte schaffen sie Anlässe, Projekte und Konzepte sichtbar zu machen — mit Wirkung in den Schulalltag und in die Öffentlichkeit. Wenn Ergebnisse präsentiert, verglichen und an klaren Kriterien gespiegelt werden, entsteht Transparenz. Das bewegt Schule als System: nach innen durch neue Formen der Anerkennung und Qualitätssicherung, nach außen durch Profilbildung und verlässliche Partnerschaften.

Die ganzheitliche Umsetzung von BNE in der Schule wird als Whole School Approach (WSA) bezeichnet und umfasst neben dem Unterricht, die Personalentwicklung, die Gestaltung des Schulgeländes sowie die Entwicklung einer Schulkultur, in der Nachhaltigkeit zum Standard geworden ist.

Klar ist: Bildung ist kein Wettlauf, und Leistungen sind nur begrenzt vergleichbar. Trotzdem setzen Wettbewerbe eine hilfreiche Dynamik frei. Sie bündeln Engagement, geben konkrete Ziele vor und helfen, Veränderungen zu starten und zu verstetigen. Betrachtet man Schule aus der Perspektive von Lernenden, Lehrenden und Eltern, wird die breite Wirkung sichtbar.

Ein Schüler und eine Schülerin halten ihr Klimamagazin in den Händen

Für Schülerinnen und Schüler ...

… bieten Wettbewerbe wie die Berliner Klima Schulen einen starken Anlass, sich intensiv und selbstständig mit Themen auseinanderzusetzen. Fachwissen, Methodenkenntnisse und soziale Fähigkeiten wachsen: Recherchieren, Planen, Zusammenarbeiten, Präsentieren. Dass Beiträge von einer Jury bewertet oder öffentlich wahrgenommen werden, macht die Arbeit bedeutsam. Wertschätzung von außen stärkt das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und gibt der investierten Zeit Sinn.

Lehrer und Lehrerin mit Auszeichnungen zum Wettbewerb

Für Lehrkräfte ...

… eröffnen Wettbewerbe gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Sie liefern einen konkreten Rahmen, um aktuelle Themen — etwa Klimaschutz, Energie oder Mobilität — aufzugreifen und praxisnah aufzubereiten. Zugleich laden sie zu fächerübergreifendem Arbeiten ein: Natur- und Gesellschaftswissenschaften, Deutsch, W.A.T., Darstellendes Spiel oder Kunst greifen ineinander und Zusammenhänge werden sichtbar. Forschendes Lernen bekommt Raum: Lernende stellen Fragen, planen kleine Untersuchungen, sammeln Daten, werten aus und präsentieren Ergebnisse. Dabei erweitern auch Lehrkräfte Schritt für Schritt ihre Fach- und Methodenkompetenz — durch Ausprobieren, Anpassen und gemeinsames Lernen im Kollegium. Wettbewerbsprojekte fördern Zusammenarbeit im Team: Konzepte werden entwickelt, Vorgehensweisen reflektiert und didaktische Entscheidungen geschärft. Der zusätzliche Aufwand wird durch sichtbare Resultate und Anerkennung im Kollegium und in der Bildungsöffentlichkeit getragen.

Für die Schule als Organisation ...

… ist die Teilnahme am Wettbewerb ebenfalls ein Gewinn. Wiederholte Erfolge stärken das Profil. Preise und Zertifikate senden verlässliche Signale für pädagogische Qualität, die Eltern, Partnerinstitutionen und lokale Akteure wahrnehmen. Sie zeigen: Hier werden anspruchsvolle Projekte umgesetzt, hier ist Engagement fest verankert. Das erhöht die Identifikation der Schulgemeinschaft mit ihren Zielen und erleichtert es, Vorhaben dauerhaft im Schulprogramm zu verankern.

Sonderpreis zum Wettbewerb

Ein weiterer Pluspunkt ist die Vernetzung: Wettbewerbe bringen Lernende und Lehrende verschiedener Schulen miteinander ins Gespräch. Der Austausch über Inhalte, Formate und Erfahrungen inspiriert, schafft gegenseitige Wertschätzung und führt oft zu Kooperationen, die länger halten als ein einzelnes Projekt. Gerade bei Klima- und Nachhaltigkeitsthemen — wo systemisches Denken, fächerübergreifendes Arbeiten und Teilhabe wichtig sind — werden solche Netzwerke zum Beschleuniger guter Praxis.

Im Sinne des Whole-School-Approach bieten Wettbewerbe konkrete Hebel: Sie schaffen Anlässe, die ganze Schule einzubeziehen — vom Unterricht über AGs und Projekte bis hin zu Schulprogramm, Gebäudemanagement und Kooperationen mit außerschulischen Partnern. Wenn Lehrkräfte Teams bilden, Vorhaben koordinieren und Ergebnisse sichtbar machen, entstehen Lerngelegenheiten auf allen Ebenen. Externe Anerkennung stabilisiert diese Prozesse und erleichtert die nachhaltige Verankerung gelungener Ansätze.

Wenn Sie also mit Ihrer Klasse oder Ihrer Schule bei dem Wettbewerb Berliner Klima Schulen mitmachen, geht es um mehr als einen möglichen Preis. Sie nutzen einen Rahmen, der Lernen vertieft, Zusammenarbeit stärkt und das Schulprofil schärft. Greifen Sie diese Chance auf, um Klimaengagement sichtbar zu machen — und es dauerhaft im Schulalltag zu verankern.

Video: Mit Klimaschutz an der Schule starten – Tipps von Berliner Lehrkräften

Mit Klimaschutz an der Schule starten – Tipps von Berliner Lehrkräften

Formate: video/youtube

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