© dpa
Demos am 1. Mai beeinträchtigen den Verkehr
Am Tag der Arbeit steht Berlin gleich im Zeichen mehrerer Demonstrationen, Kundgebungen und Versammlungen. Das hat Folgen für den Verkehr, warnt die Polizei. mehr
© dpa
Mit einem lauten Knistern ist am Freitag eine neue Höchstspannungsleitung zwischen den Brandenburger Umspannwerken Neuenhagen bei Berlin und Wustermark (Landkreis Havelland) offiziell in Betrieb gegangen.
Der 75 Kilometer lange «Berliner Nordring» soll die Energieversorgung im Großraum Berlin sichern und die Netzanbindung des Stahlwerks in Hennigsdorf stärken, teilte der ostdeutsche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Freitag mit. Insgesamt wurden für die Freileitung rund 1800 Kilometer Leiterseile gespannt und 204 Masten aufgestellt.
«Das, was wir heute sehen, ist eine Art Pilot für das, was an vielen Stellen in unserem Land kommen wird», sagte die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bei der Inbetriebnahme. Überall werde Strom gebraucht und «überall braucht man ein leistungsfähiges Stromnetz». Das 193 Millionen Euro teure Projekte soll zur wachsenden Bedeutung von erneuerbaren Energien in Brandenburg beitragen, wie 50Hertz mitteilte.
Der Nordring gliedert sich in einen West- und Ostteil. Der westliche Teil reicht vom Umspannwerk Wustermark bis zum Oder-Havel-Kanal und ist bereits seit August 2017 in Betrieb. Die östliche Leitung erstreckt sich vom Oder-Havel-Kanal bis zum Umspannwerk Neuenhagen, dort wurden die Bauarbeiten Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen. Derzeit wird die Höchstspannungsleitung laut 50Hertz mit einer Spannung von 220 Kilovolt (kV) betrieben, ab Ende 2025 soll die Leistung der Systeme sukzessive auf 380 kV angehoben werden.