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Solar-Postschiff auf Spree soll spätestens im Herbst starten

Ein Briefkasten der Deutschen Post AG

Spätestens ab diesem Herbst will die Deutsche Post mit einem speziellen Solarschiff Pakete über die Spree in die Bezirke transportieren - möglicherweise auch schon im Sommer.

Es liefen weiterhin Gespräche mit den Bezirken, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit. So müsse unter anderem an den Anlegestellen die nötige Infrastruktur für das Be- und Entladen der Schiffe geschaffen werden. «Wir planen, zunächst mindestens ein solarbetriebenes Schiff auf der Spree einzusetzen», hieß es. «Ausgangspunkt wird der Berliner Westhafen sein.»

Start mit vergleichweise geringem Paketumfang

In welchem Umfang Pakete auf diese Weise ausgeliefert werden können, blieb noch offen. «Gemessen am täglichen Gesamtaufkommen werden es aber zu Beginn vergleichsweise geringe Mengen sein», teilte die Post lediglich mit. Die Pläne für ein solarbetriebenes Postschiff waren bereits Mitte Mai bekannt geworden. Von den Anlegestellen aus sollen die Lieferungen wieder auf Transportfahrzeuge umgeladen und verteilt werden.

Hoffnung auf autonome, elektrisch betrieben Schiffe in der Zukunft

Das Vorhaben ist Teil eines Verbundforschungsprojekts, an dem unter anderem auch die Technische Universität Berlin (TU) beteiligt ist. «Der Verkehrsträger Schiff bietet in Metropolenregionen bei einer bestehenden Wasserstraßen-Infrastruktur mit geringer Auslastung meist massive freie Kapazitäten für die Verlagerung von Güterverkehren von den überlasteten Straßen aufs Wasser», heißt es dort dazu. Laut Post sei die Vision, irgendwann auch autonome, elektrisch betrieben Schiffe einzusetzen.

Autor:in: dpa
Veröffentlichung: 25. Juni 2022
Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2022

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