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DigitalPakt Schule

Teenager arbeiten in der Schule am Computer
Bild: Christian Schwier/Fotolia.com

Bis einschließlich 2024 erhält das Land Berlin rund 257 Millionen Euro aus dem 5-Milliarden-Programm DigitalPakt Schule des Bundes.

Mit den Geldern soll der Aus- bzw. Aufbau der digitalen IT-Infrastruktur im edukativen Bereich der Schulen gefördert werden. Hierzu gehört in erster Linie die digitale Vernetzung in den Schulen, strukturierte LAN-Verkabelung und WLAN im Schulgebäude sowie die Ausstattung mit leistungsstarken Schulservern, aber natürlich auch die Anschaffung moderner Hardware, von der interaktiven Tafel bis zum Notebook.

Wie die bereitstehenden Fördermittel auf die Träger der öffentlichen Schulen verteilt werden, regelt die im November 2019 veröffentlichte Förderrichtlinie des Landes Berlin. Die Aufteilung bemisst sich nach folgender Formel:

100.000 € Sockelbetrag pro Schule + Schülerzahl x 330 € Schülerbetrag

Mit dem angesetzten Sockelbetrag sollen umfangreiche Investitionen in die Grund-IT-Infrastruktur an den Schulen ermöglicht werden.
Grundlage für die Bestimmung der Schüleranzahlen ist die Statistikerhebung im Schuljahr 2018/2019.

Insgesamt fließen damit etwa 12,13 Millionen Euro aus dem DigitalPakt an den Bezirk Spandau.

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Moderner Server

Grundsätzlich förderfähig sind folgende Komponenten:

  • Aufbau oder Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden (nur im edukativen Bereich, nicht im Verwaltungsbereich)
  • Pädagogischer Standard-Schulserver
  • Schulisches WLAN
  • Anzeige- und Interaktionsgeräte (z. B. interaktive Tafeln, Displays) für den schulischen Einsatz
  • Digitale Arbeitsgeräte, insbesondere für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung oder die berufsbezogene Ausbildung
  • Schulgebundene mobile Endgeräte wie Notebooks oder Tablets (keine Smartphones) bis zu 25.000 EUR

Die Maßnahmen werden mit Hilfe von Rahmenverträgen des IT-Dienstleistungszentrums (ITDZ) umgesetzt. Damit soll eine weitere Standardisierung der IT-Grundstruktur in allen Berliner Schulen ermöglicht werden.

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Die bereitstehenden Mittel zur Umsetzung des DigitalPaktes können nur für den Ausbau der digitalen Infrastruktur im edukativen Bereich innerhalb der Schulgebäude eingesetzt werden.

Bauliche Maßnahmen außerhalb der Schulgrundstücke, die der digitalen Erschließung dienen, können damit nicht finanziert werden.

Der flächendeckende Breitbandausbau in Berlin bzw. im Bezirk Spandau ist nicht Gegenstand des DigitalPaktes Schule.

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Zunächst erstellt jede Schule ein eigenes pädagogisches Medienkonzept inklusive Fortbildungskonzept. Darin soll dargestellt werden, wie die digitale Ausstattung künftig in den Unterricht eingebunden wird. Unterstützung erhalten die Schulen dabei von den regionalen IT-Betreuer/innen.

Die fertigen Medienkonzepte werden über den Lernraum Berlin bei der Senatsbildungsverwaltung eingereicht und von dieser geprüft.

Nach erfolgreicher Prüfung ihrer Medienkonzepte können die Schulen über den Schulträger (bezirkliches Schulamt) für jede Einzelmaßnahme einen Förderantrag stellen.
Die Förderanträge inklusive IT-Entwicklungs- und -Wartungskonzept werden vom Schulträger bei der zuständigen Stelle der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Prüfung und Bewilligung eingereicht.

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IT-Verkabelung

Für die Umsetzung des DigitalPakts ist ein stufenweises Vorgehen vorgesehen.

Um die IT-Infrastruktur an den Schulen grundlegend und nachhaltig zu verbessern, liegt der Fokus zunächst auf dem Aufbau bzw. Ausbau der digitalen Vernetzung in den Schulgebäuden sowie der Anschaffung einer leistungsfähigen Serverlösung.

Ist dieser Schritt umgesetzt, kann der Ausbau des WLAN erfolgen. Sofern eine Schule kein WLAN benötigt, kann diese Umsetzungsstufe bei Bedarf auch übersprungen werden.

Im Anschluss an den Auf- bzw. Ausbau der grundlegenden digitalen Infrastruktur können weitere Gelder (max. 25 % der ingesamt bereitstehenden Mittel) in die Anschaffung von stationären und schließlich auch mobilen Endgeräten fließen.

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Fördermaßnahmen DigitalPakt Schule Pyramide

Gemäß des abgestuften Vorgehens, bei dem die Priorität zunächst auf dem Ausbau der digitalen Vernetzung innerhalb der Schulen liegt, muss in jeder Schule vor der Beantragung konkreter Maßnahmen eine umfassende Bestandsaufnahme (IT-Netzwerkdokumentation) vorgenommen werden. Welche Leitungen sind vorhanden? Wie gut/schnell funktioniert die Datenübertragung? Wo müssen zusätzliche Leitungen verlegt oder defekte ausgetauscht werden? usw.

Erst nach der Ermittlung des jeweiligen IST-Zustandes können für jede Schule individuelle Maßnahmen abgeleitet werden, die im Rahmen des DigitalPaktes umzusetzen sind.

Zur Umsetzung des Netzwerkausbaus an allen öffentlichen allgemeinbildenden Schulen im Land Berlin hat die Senatsbildungsverwaltung einen Rahmenvertrag mit dem ITDZ geschlossen. Die IT-Netzwerkdokumentationen werden durch die Firma Arktis erstellt.
Wie lange die Bestandsaufnahmen an den Schulen im Einzelfall dauert, hängt auch von den individuellen Gegebenheiten vor Ort ab und lässt sich pauschal leider nicht beantworten.

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Interaktives Whiteboard

Sofern eine Schule bereits über eine ausreichend gute IT-Netzwerkinfrastruktur verfügt, kann die Anschaffung von digitaler Präsentationstechnik (Smartbords usw.) in der Umsetzung vorgezogen werden. Diese Abweichung vom stufenweisen Vorgehen hat die Senatsbildungsverwaltung mit einem Schreiben vom 28.09.2020 für zulässig erklärt.

Um jedoch beurteilen zu können, ob die IT-Netzwerkinfrastruktur an einer Schule ausreichend ist, muss zunächst die Erstellung der IT-Netzwerkdokumentation vorgenommen werden. Dieser Schritt ist essentiell für alle weiteren Maßnahmen und kann nicht übersprungen werden.
Erst danach kann geprüft werden, ob ein frühzeitiges Vorziehen und somit die Anschaffung von moderner Präsentationstechnik möglich ist.

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Alle öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Spandau haben in den zurückliegenden Monaten ihre Medienkonzepte erstellt und eingereicht.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat der Senat bereits Maßnahmen für insgesamt rund 825 Tsd. Euro an Spandauer Schulen bewilligt.

Für insgesamt 25 Schulen hat das Schulamt bereits den von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie definierten Standard-Schulserver bestellt.

Parallel dazu konnte mit den grundlegenden Bestandsaufnahmen (IT-Netzwerkdokumentation) an den Schulen begonnen werden. Bei insgesamt 45 öffentlichen Schulen im Bezirk Spandau wird dieser Arbeitsschritt voraussichtlich mehrere Monate Zeit beanspruchen. Den aktuellen Stand finden Sie in der nachfolgenden Übersicht.

Die Terminangaben und Bearbeitungsstände in der Übersicht basieren auf Informationen der Firma Arktis. Die Zuverlässigkeit dieser Angaben ist aus Sicht des Schul- und Sportamtes allerdings zweifelhaft. In den zurückliegenden Wochen wurden Terminzusagen der Firma vermehrt nicht eingehalten.

Insgesamt gehen die Bestandsaufnahmen deutlich zu langsam voran. In Anbetracht des derzeitigen Arbeitsstandes scheint es ausgeschlossen, dass alle Netzwerkdokumentationen wie angekündigt bis zum 18.12.2020 vorliegen werden. Die bestehende Abhängigkeit von Arktis bremst also den Ausbau der digitalen Infrastruktur an den Spandauer Schulen derzeit nachhaltig aus. Ohne das Vorliegen der Netzwerkdokumentationen können aber auch keine Maßnahmeplanungen beauftragt, geschweige denn die notwendigen Maßnahmen selbst beauftragt werden. Eine Mittelbindung, wie von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vorgesehen in Höhe von 50% der verfügbaren Mittel bis zum 30.04.2021 kann so nicht erfolgen.

Unabhängig vom DigitalPakt hat sich das Schulamt bereits in der Vergangenheit darum bemüht, die Schulen mit möglichst leistungsstarken Breitbandanschlüssen auszustatten. 27 Schulstandorte sind bereits mit schnellen Breitbandanschlüssen mit 1.000 MBit/s versorgt, 7 weitere Standorte mit jeweils 500 MBit/s. An 12 Schulstandorten steht derzeit leider kein geeignetes Kabelnetz für eine Breitbanderhöhung auf mind. 500 MBit/s zur Verfügung.

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Die Schulen können jeweils eigene Lehrkräfte als IT-Betreuer/in einsetzen. Diese übernehmen die pädagogische IT-Betreuung, beraten und unterstützen das Kollegium beim Einsatz von digitaler Technik, planen Fortbildungen usw.

Zusätzlich gibt es in jedem Bezirk eine/n IT-Regionalbetreuer/in, die/der allen Schulen des Bezirks Unterstützung bietet und zugleich als wichtige Schnittstelle zum Schulträger (Schulamt) fungiert.

Die technische IT-Betreuung in den Schulen (Sicherstellung von Wartung, Betrieb und Support der IT-Infrastruktur) erfolgt im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie durch technisches Personal aus dem Projekt „IT-Wartung“.

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Losgelöst vom DigitalPakt hat der Bund ein 500 Millionen Euro schweres Sofortausstattungsprogramm für Schulen auf den Weg gebracht.
Mit diesem sollen künftig schulgebundene mobile Endgeräte angeschafft werden können, um bedürftige Schüler/innen in Ausnahmesituationen beim digitalen Unterricht zu Hause zu unterstützen.

Aus diesem Fördertopf gehen rund 25,7 Millionen Euro an das Land Berlin, mit denen zeitnah 40.000 digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler angeschafft werden können. Weitere 1500 Geräte finanziert das Land Berlin aus Eigenmitteln.
Die Schulaufsicht hat inzwischen den Bedarf an den Schulen ermittelt. Die Ausschreibung für die Geräte liegt in den Händen des Senats. Perspektivisch sollen auch die Berliner Lehrkräfte digitale Endgeräte aus dem Ausstattungsprogramm des Bundes erhalten.

(Stand: 18.11.2020)

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