

Die Galerie verfolgt im Rahmen thematischer Ausstellungsprojekte die interkulturelle Auseinandersetzung mit Kunst der Gegenwart (Bildende Kunst einschließlich Fotografie, Fotoobjekte, Installationen, neue Medien, Literatur, Musik).
Neben der Präsentation werden insbesondere Literaturreihen und Musikprojekte berücksichtigt.
Schwerpunkte bilden Osteuropa und Asien.

Eingang mit Lichtinstallation von Kurt Buchwald
(Fotograf)
Konzept- und Aktionskünstler (Berlin)
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Hildegard Skowasch und Tanja Zimmermann
Twist and Shout
Zeichnungen, Collagen, Drucke, Installationen
Hildegard Skowasch war in den achtziger Jahren Schülerin von Timm Ulrichs an der Kunstakademie in Münster, heute lebt sie in Berlin.
Tanja Zimmermann studierte etwa zeitgleich bei Gerhard Kettner und Johannes Heisig in Dresden und zog 2003 zurück nach Mecklenburg, wo sie aufgewachsen ist.
Interessant - immer noch - wie sich die unterschiedlichen Ausbildungen in Ost und West ausgewirkt haben. Seit 2009 tauschen die beiden Künstlerinnen Arbeiten aus. Es handelt sich um eine Korrespondenz in Bildern. Diese Bildreihe bildet die Grundlage der Ausstellung. Wie an einer Kette wird die Abfolge dieses Bilderaustausches in den Ausstellungsräumen präsentiert. Einzelne Bilder werden Ausgangspunkt für ausufernde Malereien und Wandcollagen von Tanja Zimmermann, sowie für raumgreifende Objekte und Installationen von Hildegard Skowasch. Voller Spannung ist das sich-heran-Tasten an Arbeitsweise und -inhalt der jeweils anderen. Einen Blick in eine andere künstle-rische Welt wagen und sich mit ihr auseinandersetzen. Beide beschäftigen sich mit dem, was die Welt ihnen „auftischt“, aktuelle gesellschaftspolitische Themen (Geschlechter-Fragen, Gleichstellung von Mann und Frau, die ethische Erziehung von Kindern, Ökologie und Internationalität) wie auch mit den Fragen des eigenen Wachsens und Werdens.
Eröffnung: Freitag, 10.02.2012, 19:00
Es spricht Susanne Greinke | Kunstwissenschaftlerin
Ausstellungsdauer: 12.02.2012 bis 02.04.2012
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| Freitag 17.02.2012 19:00 Uhr |
„Elfriede Brüning im Buch und im Film“ In ihrem 102. Lebensjahr liest sie frisch aus ihren Werken und diskutiert temperamentvoll. Elfriede Brüning, Dr. Sabine Kebir (Literaturwissenschaftlerin) und Wolfgang Herzberg (Autor) stellen das Filmporträt „Und außerdem werde ich hundert“ vor. |
| Freitag 24.02.2012 19:00 Uhr |
Russland in meinen Augen. Impressionen von der Wolga Eberhard Behrens erzählt von "seinem" Russland und gibt Einblicke in das soziale und konfessionelle Leben der Bevölkerung in der Wolgaregion. Der Zuhörer lernt die russische Kirchenwelt kennen und erfährt von mystischen Ritualen, Heils- und Aberglauben und wie man den russisch-orthodoxen Gottesdienst pflegt. Auf diese Weise entsteht ein Porträt des "geografischen Dinosauriers" Russland, in dem dessen politische, wirtschaftliche und kulturelle Vergangenheit und Gegenwart verwoben scheinen. Lesung und Gespräch: Eberhard Behrens/Autor Moderation: Detlef W. Stein/Historiker und Verleger |
| Freitag 02.03.2012 19:00 Uhr |
Ikone und Filmbild. Andrej Tarkovskijs meditative Bilder und Töne. Vortrag und Gespräch mit Filmausschnitten Die Folgen des byzantinisch-römischen Schismas führten zu einem in Ost von West unterschiedlichen Bildverständnis. Exemplarisch wird dies in den Filmen und im Konzept Andrej Tarkovskijs. Der Filmhistoriker Dr. Hans-Joachim Schlegel macht mit Filmzitaten auf die kreativen Grundlagen von Tarkovskijs spiritueller Bildlichkeit und seiner Klangwelten des Inneren aufmerksam. |
| Dienstag 06.03.2012 11:00 Uhr |
Purim-Spiel: Ein musikalisch-literarisches Spiel Leitung: Mark Aizikovitch Das Purimspiel ist ein musikalisch-literarisches Spiel, welches mit dem fröhlischen Fest des jüdischen Kalenders vertraut macht und die Geschichte der Esther auf märchenhafte Weise erzählt. Das Purimfest feiert die Errettung der Juden im Perserreich um 480 v. Z. vor dem drohenden Untergang zur Zeit des Königs Ahasveros. Dieser Gedenktag und das Fest soll an die mutige Tat des jungen Mädchens Esther erinnern. Ihre Tat ist eine wahre Geschichte und wird seither als Heldentat und Befreiungsgeschichte auf Pergamentrollen ("Megilat Esther") aufbewahrt. |
| Freitag 23.03.2012 19:00 Uhr |
Reise durch den Untergrund der Städte - Architektur, Kultur und Konstrukt Lesung, Bilderschau und Gespräch: Nico Rollmann | Historiker und Autor Moderation: Detlef W. Stein | Historiker und Verleger Seit den Anfängen der Geschichte sind Menschen unter der Erde tätig gewesen - angefangen von der Höhlenmalerei bis zu den Hightech-Projekten der Gegenwart. Sie huldigten vergessenen Göttern, schürften nach Erzen und suchten Schätze, versteckten sich vor Feinden, konstruierten Tunnel oder bauten Bunker. Oft war der Untergrund dabei eine lebensgefährliche Umgebung, mitunter aber auch die letzte Rettung oder gar eine verlockende Vision zukünftiger Welten. Gleichzeitig stellte er immer auch eine Projektionsfläche dar - von den Mythen der Antike bis zu den Albträumen Hollywoods. Der Autor Nico Rollmann recherchiert seit über 10 Jahren die Geschichte des Menschen im Untergrund. 2006 veröffentlichte er den Band "Die Stadt unter der Stadt" über das unterirdische Berlin. Im folgenden Jahr wurde ihm der Preis "Innovation in der Erwachsenenbildung" für sein regelmäßig stattfindendes Seminar über das unterirdische Berlin überreicht. Nico Rollmann ist der Erste Vorsitzende des Vereins "unter-berlin e. V." |
| Freitag 30.03.2012 19:00 Uhr |
Eisensteins Vision einer Synthese des Rationalen und Emotionalen Vortrag und Gespräch mit Filmausschnitten und Zeichnungen: Dr. Hans-Joachim Schlegel | Filmhistoriker Der "Potemkin"-Regisseur Sergej Eisenstein gilt als "Leonardo da Vinci" der Filmkunst. Grundlage von Eisensteins weltberühmten Filmen ist dessen universelles Nachdenken über die Einheit von Kunst, Denken und Leben, von Verstand und Gefühl, Begrifflichem und Bildlichem, Bewusstem und Unterbewusstem: Dieser Einheit spürt er in sämtlichen Künsten und Wissenschaften (nicht zuletzt der Psychoanalyse) unterschiedlichster Zeiten und Kulturen nach. Im Vortrag geht es um Eisensteins Suche nach einem "Bauplan der Dinge" - nach einer nicht nur für filmische Kreativität dringend notwendigen "Synthese von Verstand und Gefühl". Dr. Hans-Joachim Schlegel, Übersetzer und Herausgeber von Eisensteins Schriften, geht dem u. a. mit Filmzitaten und Eisenstein-Zeichnungen nach. Dr. Hans-Joachim Schlegel (Berlin) ist Autor zahlreicher Arbeiten zu Geschichte und Theorie ost- und mitteleuropäischer Filmkulturen, langjähriger Mitarbeiter internationaler Filmfestivals (u. a. der "Berlinale"), sowie Übersetzer der Schriften von Sergej Eisenstein und Andrej Tarkovskij. Er ist u. a. Beiratsmitglied des Moskauer Eisenstein-Zentrums für filmkulturelle Forschungen. |
| 20.11.2011 – 5.2.2012 | Valentina Pavlova "Kinderhimmel" nach dem Buch AHAWAH / Das vergessene Haus/Regina Scheer. Fotografie, Objekte, Installation Dem Andenken der Kinder, die durch die Euthanasie im Nationalsozialismus ihr Leben verloren. valentina-pavlova.com |
| 12.2. – 2.4.2012 | „Twist and Shout“, Hildegard Skowasch und Tanja Zimmermann, Zeichnung, Collage, Druck, Installation Eröffnung 10.2., 19 Uhr hildegardskowasch.de tanja-zimmermann.com |
| 15.4. – 8.6.2012 |
„Dialog“ – zwei polnische und zwei deutsche Fotografen: Simone Ahrend, Kurt Buchwald, Jerzy Olek, Marek Pozniak, Konzeptuelle Fotografie, Installation, kuratiert von Kurt Buchwald Eröffnung 13.4., 19 Uhr Simone Ahrend marekpozniak.de |
| 17.6. – 17.8.2012 | „Nächster Halt: Smaragdpalast“, Malerei, Zeichnung von Antje Taubert, Fotografie von Andreas Rost, kuratiert von Gabi Ivan Eröffnung 15.6., 19 Uhr antjetaubert.de |
| 26.8. – 26.10.2012 |
„Ballungsraum“, Juliane Ebner, Ralf Weißleder, Malerei, Zeichnung, Fotografie, Videoarbeiten, kuratiert von Gabi Ivan Eröffnung 24.8., 19 Uhr juliane-ebner.de |
| 4.11.2012. – 25.1.2013 |
„Radikale Poesie“, frühe Arbeiten (1955–1967) von Helmut J. Psotta, Malerei, kuratiert von Arndt Beck Eröffnung 02.11., 19 Uhr hjpsotta.de |
Die Ausstellungsprojekte sind themenorientiert und greifen aktuelle Fragen der Zeit auf. Neben der Präsentation von Projekten bildender Kunst und Fotografie werden die Literaturreihen aber auch Musikprojekte berücksichtigt, die das Thema der Ausstellung unter besonderen Aspekten (historisch, literarisch und musikalisch) befragen, abgrenzen, relativieren oder auch differenzieren. Die Einrichtung initiiert internationale Projekte und verfolgt dabei die Umsetzung von Projektideen, die den Dialog mit Partnern, mit Künstlerinnen und Künstlern in Osteuropa fortsetzen. Aber auch neugierig machen auf innovative Formen der Kunst und deren Ausdrucksformen. Der interkulturelle Ansatz dieses Diskurses ist dabei wesentlich. Die Einrichtung möchte Begleiter sein, um für einen Dialog einzutreten, der Vorurteile und Klischees abbaut sowie kritische Fragen zulässt für ein oftmals durch andere Sichtweisen geprägtes Kulturverständnis. Die Einrichtung konnte sich durch langjährige kontinuierliche internationale Erfahrungen in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Kulturkreisen hierfür eine außerordentliche Stärke und Kompetenz erarbeiten.
Zu den Veranstaltungsreihen gehören:
Die Galerie verfügt über eine Ausstellungs-, /Veranstaltungsfläche von etwa 150 Quadratmetern. Insgesamt ermöglichen zwei Ausstellungsräume mit zirka 50 Quadratmetern, ein Raum mit etwa 15 Quadratmetern und zwei kleine Räume mit zirka 10 Quadratmetern eine variable Ausstellungskonzeption/Veranstaltungskonzeption. Im großen Veranstaltungsraum können für etwa 60 Personen Sitzplätze (außer Stehplätze) gestellt werden. Der Eingang zur Einrichtung befindet sich zu ebener Erde und ermöglicht einen behindertengerechten Zugang. (WC - ist nicht behindertengerecht). Ein Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Besucher im Schnitt pro Jahr: 4000
Veranstaltungen im Schnitt pro Jahr: 50
Förderer:
Kunst- und Kulturverein ART -interWall- e. V. Berlin
(Telefon/Telefax +49 30 9290231)
Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft
unterstützt die Einrichtung.
Der Kunst- und Kulturverein ART - interWall - e.V. 2001 gegründet im Zusammenhang gemeinsamer interdisziplinärer Projekte berät die Einrichtung im Rahmen interkultureller Vernetzung und unterstützt die Kunst- und Kulturprojekte des Kulturaustausches.
Anschrift
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Stadtplan
Leitung
Brigitte Graf
Mitarbeiter
Dr. Björn Seidel-Dreffke
Uwe Seibt
Telefon: 030 9293821
Telefax: 030 9293821
E-Mail: studio im hochhaus
Fahrverbindungen
S-Bahnhof:
S-Bhf. Wartenberg:
S75
Bushaltestelle:
Prerower Platz:
X54, 154, 256, 893
Tram-Haltestelle:
Ahrenshooper Straße:
M4, M5
Prerower Platz:
M17
Ab S-Bhf. Wartenberg und Prerower Platz 7 Minuten Fußweg.