5. Oktober 2026, 18-20 Uhr: Gespräch Bilder machen Räume Miriam Zlobinski, Maidje Meergans und Marie Eberhardt.
Im Gespräch treffen die Historikerin und freie Kuratorin Miriam Zlobinski, die Dokumentarfotografin und Filmemacherin sowie Geschäftsführerin des Female Photoclub Maidje Meergans und die Fotografin und Filmemacherin Marie Eberhardt aufeinander. Ausgangspunkt ist Eberhardts Ausstellung „Mütter und Töchter: Lichtenberg“. Es geht um ihre Arbeit, darum, was sie an dem Thema interessiert und wie die Serie entstanden ist. Darüber hinaus öffnet sich das Gespräch zu Fragen rund um Ausstellungen, Kulturräume in Berlin und Kollektive und Netzwerke für Frauen und FLINTA*: Warum sind Ausstellungen wichtig, wie kann aus einer Ausstellung eine weitere entstehen und welche Bedeutung können Orte wie das Studio im Hochhaus auch in Zukunft für die Berliner Kunst- und Fotografieszene haben?
7. Oktober 2026, 16 bis 18 Uhr: Fotografie- und Tanzspaziergangs mit Workshop „Zwischen Stillstand und Bewegung“ Theresa Maria Forthaus, Marie Eberhardt
Eine vorbeifahrende Tram, ein wehender Vorhang, Schritte auf dem Bürgersteig, ein winkendes Kind, der Wind in den Bäumen, dein eigener Atem beim Gehen. Wie kann Bewegung im Kiez fotografisch eingefangen werden? In diesem Workshop erkunden wir Lichtenberg zunächst mit dem Körper, bevor wir ihn mit der Kamera festhalten. Gemeinsam gehen wir durch Straßen und Parks, beobachten Bewegung im Alltäglichen und lassen uns selbst darauf ein: Wie fühlt es sich an, auf einer Bank zu sitzen, zu liegen, sich zu strecken? Mit einem Baum zu verschmelzen, an einem Geländer zu hängen, sich an eine Mauer zu lehnen, bis sie dich trägt? Aus diesen kleinen Bewegungsexperimenten entstehen Fotografien – abwechselnd fotografiert ihr euch gegenseitig. Wir erforschen dabei die Grenzen der Fotografie zwischen Stillstand und Bewegung. Welche Technik hält eine Geste fest, welche lässt sie fließen? Ihr entwickelt eure eigene Perspektive auf Bewegung und übersetzt sie fotografisch – unterstützt durch kurze
praktische Übungen und individuelles Feedback.
Theresa Maria Forthaus ist Foto- und Videokünstlerin in Berlin. Tanz und Bewegung stehen im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis: Sie erforscht in ihren Fotografien, Filmen und Performances, wie sich der menschliche Körper als Archiv, als Medium und als sozialer Raum ausdrückt. Sie unterrichtete unter anderem die Workshopreihe “Bewegung in der Fotografie” an der Lette Akademie sowie verschiedene Workshops an der Schnittstelle von Tanz und visuellen Medien.
Dokumentarfilm-Workshop „Du erzählst“: Antonia Koch, Marie Eberhardt
Zielgruppe: Jugendliche & junge Erwachsene/Schüler:innen Im Mittelpunkt dieses Workshops steht die Frage: Was willst du erzählen und wie lässt sich das umsetzen? Dabei sollen sich Jugendliche und junge Erwachsene mit ihrer eigenen Perspektive auf die Welt auseinandersetzen und die Grundlagen des Dokumentarfilmens kennenlernen. Eigene Interessen sollen besprochen werden und durch theoretische Kenntnisse über Dokumentarfilmen in ein Konzept gearbeitet werden. Die Themen werden in der Gruppe besprochen und in der Umsetzung gedacht: wie lässt sich ein Thema filmisch erzählen? Auf welche Probleme stößt man dabei? Schließlich soll eine Logline für ein Doku-Projekt erarbeitet werden, die sich im Kontext des Studios/Lichtenbergs umsetzen lässt. Die Teilnehmenden drehen in praktischen Übungen Sequenzen und fügen diese anschließend zusammen. Insgesamt soll es dabei darum gehen, die eigene Stimme ernst zu nehmen: Dokumentarfilm kann eine Möglichkeit sein, die eigene Perspektive sichtbar
zu machen und aktiv an gesellschaftlichen Debatten teilzuhaben. Gefilmt wird mit dem eigenen Smartphone, anschließend werden die kurzen Filme mit einem einfachen Schnittprogramm wie CapCut bearbeitet.
Der Workshop findet statt, wenn eine Gruppe dafür angemeldet wird. Kontakt wird über die Einrichtung hergestellt.