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Malchow, Falkenberg, Wartenberg

Zeitreise durch Wartenberg

1270
Ersterwähnung Wartenbergs. Der Name "Bernhardus de Wardenberge" wird am 2. Oktober 1270 in einer brandenburgischen Urkunde aufgeführt.

1783/1792
Der preußische Staatsminister Otto Carl Friedrich von Voß erwirbt das Dorf und Gut. Das von ihm errichtete Herrenhaus mit Wirtschaftsgebäuden dient in den 30er Jahren des 20. Jahrhundert als Schule für Landmaschinentechniker ("Deula-Kraft").

1845-1900
Ausbau des Dorfes. Die bäuerlichen Wohn- und Landarbeiterhäuser mit Hofanlagen und Stallgebäuden an der Dorfstraße stehen heute unter Denkmalschutz.

1882
Das Rittergut Wartenberg geht für die Anlage von städtischen Rieselfeldern in den Besitz von Berlin über. Seit dieser Zeit prägt der Gemüseanbau die Region.

1928
Nordöstlich des alten Dorfes entsteht die Siedlung "Neu-Wartenberg". Umbenennung 1948 in "Wartenberg".

1932
Eine auf einer Anhöhe errichtete Kleingartenanlage wird "Falkenhöhe" benannt. Sie erhält später den Status einer Siedlung.

1940-1945
In Wartenberg existieren Barackenlager und Unterkünfte auf Bauernhöfen für Zwangsarbeiter. Sie werden in der privaten Landwirtschaft, in Firmen und in der Stadtverwaltung zur Arbeit gezwungen.

Dorfkirche Wartenberg 1945

1945
Sprengung der Dorfkirche (13. Jahrhundert) am 20. April 1945 durch Wehrmachtsangehörige.

1949
Das ehemalige Herrenhaus des Gutes dient als Schule der Maschinen-Ausleih-Station (MAS). Aus ihr geht 1952 die Ingenieurschule für Landtechnik hervor.

1953
Zusammenschluss von 45 Gärtnern, Bauern und Landarbeitern zur landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) "1. Mai" am 18. April. Der Gründung geht ein Schauprozess gegen einen Großbauern und einen Gärtnereibesitzer voraus.

1956-1965
Das Dorftheater Wartenberg erlangt einen hohen Bekanntheitsgrad. Unter Leitung von Liesel Jacoby experimentieren hier Schauspieler und Laiendarsteller.

60er Jahre
Industriemäßige Produktion von Champignons in Wartenberg.

1969
Gründung der Ingenieurhochschule Berlin-Wartenberg.

1985
Auf Beschluss der Ostberliner Stadtverordnetenversammlung vom 1. September bildet Wartenberg einen Ortsteil im neuen Stadtbezirk Hohenschönhausen.

1992
Liquidation der ehemaligen LPG. Neue Gemüseanbau- und Verarbeitungsbetriebe etablieren sich.

2001
Einweihung eines 3.000 Quadratmeter großen Stadtplatzes in unmittelbarer Nähe der neuen Wartenberger Kirche an der Grevesmühlener Straße.
Die Umgestaltung der Wartenberger Feldmark in einen Landschaftspark wird geplant. Auslobung eines europaweiten Wettbewerbes.

2002
Der "6. Hohenschönhausener Gartenlauf" startete am 30. Juni in der Wartenberger Kleingartenanlage Falkenhöhe-Nord.

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