27.02.1943
Mit der so genannten Fabrikaktion setzen die Nationalsozialisten ihr verbrecherisches “Juden”-Deportations- und Vernichtungsprogramm fort. In Berlin werden 11.000 jüdische Bürger von ihren Zwangsarbeitsplätzen weg verhaftet. Ein Großteil wurde sofort in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. In der Aceta GmbH in Rummelsburg kommt es, wie in anderen Lichtenberger Betrieben auch, zu Massenverhaftungen.
19.08.1947
Die Knorr-Bremse AG wird auf Befehl des sowjetischen Stadtkommandanten, Generalmajor Alexander Kotikow, als Reparationsleistung an die sowjetische Aktiengesellschaft für Transportmaschinenbau übergeben.
1953
Die Kossanke-Siedlung an der Hauptstraße entsteht in Ziegelbauweise.
24.09.1955
Eröffnung der “Akademie für Sozial- und Arbeitshygiene” als ärztliche Forschungs- und Fortbildungseinrichtung im ehemaligen Krankenhaus “Kaiserin-Auguste-Viktoria” in der Nöldnerstraße.
1978
Eine 4,3 km lange Wärmeverbundleitung zwischen dem Heizkraftwerk Klingenberg und Lichtenberg Nordost wird angeschlossen. Sie sichert vor allem die Wärmeversorgung der Großsiedlung Marzahn.
1982
Beginn der denkmalgerechten Sanierung, Modernisierung und Rekonstruktion des Wohngebietes in Pfarr-, Kaskel- und Spittastraße.
06.10.1989
“Wider den Schlaf der Vernunft” lautet das Motto einer von DDR-Künstlerverbänden organisierten Protestveranstaltung in der Erlöserkirche.
1992
Beginn der Erschließung des Gebietes Rummelsburger Bucht durch die Entwicklungsträgergesellschaft Wasserstadt. Ein umfangreicher Sanierungsbedarf besteht vor allem im Altlastenbereich. Auf einer Fläche von zirka 180 Hektar entstehen in den folgenden Jahren 4.000 Wohnungen und zahlreiche Arbeitsplätze.
18.11.1994
Die Altbauquartiere um die Kaskelstraße und die Weitlingstraße werden in einer Senats-Verordnung als Sanierungsgebiete festgelegt. Vorgesehen ist die Erneuerung des Gebäudebestandes sowie der Straßen und Plätze.
24.02.1998
In der Pfarrstraße 104 räumen 260 Polizisten das letzte besetzte Haus in Berlin. In dem Gebäude befinden sich noch elf Menschen. Ein Hund wird erschossen.
02.04.1998
Beginn einer Pflanzaktion für 100 neue Straßenbäume im Sanierungsgebiet Victoriastadt durch das Lichtenberger Naturschutz- und Grünflächenamt.
01.05.1998
Ein Abschnitt des vier Kilometer langen Ufers in der Stralauer Bucht erhält zur Erinnerung an den vor 25 Jahren am Rummelsburger See gedrehten legendären DEFA-Film den Namen Paul-und-Paula-Ufer.
27.09.2001
Die Erneuerung des Tuchollaplatzes ist abgeschlossen. Die Sanierung erfolgte im Rahmen des Bund-Länder-Programms “Städtebaulicher Denkmalschutz”, unter besonderer Berücksichtigung der Historie des Platzes.
Oktober 2001
Der Wiederaufbau der zerstörten Aula der Max-Taut-Schule wird in das Urban II-Projekt der Europäischen Union aufgenommen.
Der Ausbau des Stadthauses in der Türrschmidtstraße als neues Domizil des Bezirksmuseums wird Bestandteil des Urban II-Projektes der Europäischen Union.
07.05.2010
Feierliche Übergabe des Gedenksteines zu Ehren Erwin Nöldners und anderer Antifaschisten und Kriegsgegner aus dem Rummelsburger Kiez auf dem Nöldnerplatz, zwischen Lückstraße und S-Bahnhof, der Öffentlichkeit.
An zentraler Stelle erinnert nun ein Granitstein mit gravierter Stahltafel an die vielen Nazi- und Kriegsgegner, die in dem ehemaligen Arbeiterviertel Rummelsburg aus unterschiedlichen politischen Beweggründen Widerstand geleistet hatten und diesen mit dem Leben bezahlen mussten. Der Gedenkstein ehrt namentlich Hans Krüger, Wilhelm Martinke, Erwin Nöldner, Walter Riedel sowie Käthe und Felix Tucholla.