Arthur Weisbrodt (1909-1944)

Öffentliches Gedenken:
  • Arthur-Weisbrodt-Straße

Geboren am 23. Oktober 1909 in Berlin als Sohn von Paul und Frieda Weisbrodt. Arthur Weisbrodt lernte nach dem Schulbesuch Optiker, machte seine Meisterprüfung und trat 1929 in die KPD ein und wirkte auch nach 1933 als Funktionär im zentralen Apparat der illegalen Reichsleitung der Roten Hilfe sowie in der illegalen Ortsgruppe der KPD Mahlsdorf gegen das NS-Regime. Seit Anfang 1934 arbeitete er als Flugzeugoptiker in den Junkers-Werken in Berlin. Am 4. Mai1934 im Betrieb wegen eines bei ihm gefundenen Flugblattes festgenommen, verurteilte ihn am 5. September 1934 der 6. Senat des Kammergerichts Berlin wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu eineinhalb Jahren Zuchthaus. Zunächst Häftling im Zuchthaus Luckau. Nach bekannt werden seiner Tätigkeit in der illegalen Reichsleitung der Roten Hilfe verschärfte der Volksgerichtshof das Urteil gegen ihn und verurteilte ihn zu insgesamt sieben Jahre Zuchthaus, die er in Brandenburg-Görden verbüßte. Am 4. Mai 1941 entlassen arbeitete er bei der Fa. Helmuth Riedel in der Köpenicker Straße in Berlin. Arthur Weisbrodt nahm Verbindung zu den Widerstandsgruppen um Robert Uhrig und Anton Saefkow auf und wirkte u. a. als Verbindungsmann zwischen Berlin und im Raum Magdeburg operierenden NS-Gegnern. Am 6. Juli 1944 erneut verhaftet und am 19. September 1944 vom Volksgerichthof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und „Feindbegünstigung im Kriege“ zum Tode verurteilt wurde Arthur Weisbrodt am 6. November 1944 in Brandenburg-Görden ermordet.