- Karl-Vesper-Straße
Geboren in Berlin arbeitete Karl Vesper vor dem Ersten Weltkrieg als Rohrleger und Monteur. Da er 100 Prozent kriegsbeschädigt war, versuchte er den Lebensunterhalt für sich und seine Frau Alma (15.1.1886 – …..) durch die Züchtung von Rassehunden aufzubessern. Seit 1921 USPD – Mitglied, trat er 1925 in die KPD ein und arbeitete in den zwanziger Jahren im „Internationalen Bund der Opfer des Krieges und der Arbeit“ in Berlin-Lichtenberg. Zunächst als Hauptkassierer, später als Vorsitzender des Bundes engagierte er sich gleichzeitig in der Ortsgruppe Mahlsdorf/Nord der KPD. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten arbeitete er dort auch illegal, organisierte den Druck von Flugblättern und der Zeitung „Rote Fahne“ für den Unterbezirk Berlin-Lichtenberg der KPD. Karl Vesper war beteiligt an der Vorbereitung von Aktionen gegen die von den Nationalsozialisten initiierte „Reichstagswahl“ und der als „Volksabstimmung“ deklarierte Vertrauensbeweis für die Politik Hitlers vom 11. November 1933. Bei der Vorbereitung dieser Aktion wurde er am 8. November 1933 von der SA verhaftet, in das berüchtigte KZ Columbiahaus gebracht und so schwer misshandelt, dass er am 27. November 1933 seinen Verletzungen erlag.