Elfriede Tygör (1903-1944)

Öffentliches Gedenken:
  • Elfriede-Tygör-Straße

Geboren am 10. Oktober 1903 in Berlin als Elfriede Pilz, besuchte sie nach der Volksschule einige Monate die Handelsschule und absolvierte eine Ausbildung als Stenotypistin und arbeitete von 1926 bis 1933 in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin. 1925 heiratete sie den Schlosser und KPD-Funktionär Walter Tygör (11.3.1901 – 17.10.1981), der Mitglied des AM-Apparates der KPD war und schon vor 1933 emigrieren musste. Im Jahre 1930 weilte sie zu einem Erholungsurlaub in der Sowjetunion, im Kaukasus. Ab 1935 war sie als Stenotypistin bei der Preußischen Landespfandbriefanstalt beschäftigt. Seit 1930 lebte sie mit Fritz Plön (3.12.1906 – 28.8.1944) zusammen, mit dem sie sich der Widerstandsgruppe um Robert Uhrig anschloss. Sie übernahm Schreibarbeiten, Kurierdienste und überließ ihre Wohnung Robert Uhrig und anderen für illegale Besprechungen. Am 4. Februar 1942 wurde sie festgenommen und von der Gestapo nach Verhören in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück gebracht. Elfriede Tygör wurde am 7. Juli 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 25. August 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet.