- Albert-Hößler-Straße
Geboren am 11. Oktober 1910 in Mühlau bei Burgstädt in Sachsen als zweiter Sohn des Handschuhzuschneiders und aktiven Gewerkschafters Walter Hößler. 1915 kehrte der Vater als Kriegsinvalide heim und die Familie zog nach Freiberg, wo die Mutter im so genannten Kohlrübenwinter 1917 verstarb. Nach dem Volksschulbesuch lernte Albert Hößler Gärtner, brach die Ausbildung aber vorzeitig ab und arbeitete als Färber, Wald- und Bauarbeiter, Gärtner und Kraftfahrer. 1927 wurde er Mitglied des KJVD, 1928 trat er in den Bund der Freunde der Sowjetunion und in den Roten Frontkämpferbund (RFB) ein. Seit 1929 Mitglied der KPD übernahm er Funktionen innerhalb des RFB und engagierte sich in der kommunistischen Kinder- und Jugendarbeit, war 1931/32 Gründer und Leiter einer Kommune in Herrenhaide, die kollektive Lebens- und Arbeitsformen nach sowjetischem Vorbild erprobten.
Im März 1933 als bekannter KPD-Funktionär festgenommen, gelang ihm auf Grund einer Verwechslung die Flucht in die Tschechoslowakei, wo er die politische Arbeit in der Grenzregion fortsetzte. Im September 1934 kehrte er illegal nach Deutschland zurück und arbeite für die KPD im Ruhrgebiet. 1935 hielt er sich in Belgien und den Niederlanden auf, von 1935 bis 1937 war er Kursant an der Internationalen Lenin-Schule in Moskau. Albert Hößler reiste nach kurzer Vorbereitungszeit in Rjasan im April 1937 nach Spanien und war Angehöriger der Internatonalen Brigaden. Unter dem Decknamen „Oskar Stark“ war er als Leutnant Kompanieführer im „Hans-Beimler-Bataillon“ und Mitarbeiter der Redaktion des „Deutschen Freiheitssender 29,8“. Beim Kampfeinsatz an der Front Brunete im Juni 1937 verwundet, kehrte er nach Lazarettaufenthalten in Spanien und Frankreich in die Sowjetunion zurück. Zunächst Ausbildung zum Metallarbeiter im Traktorenwerk von Tscheljabinsk, meldete er sich nach dem deutschen
Überfall als Freiwilliger an die Front.
Er wurde als Funker ausgebildet und für den Einsatz in Deutschland vorbereitet.
Anfang August 1942 sprang er bei Gomel ab, gelangte als Fronturlauber getarnt nach Berlin und nahm unter dem Decknamen Helmut Wiegner Kontakt zu Harro Schulze Boysen auf.
Gemeinsam bemühte er sich mit Hans Coppi um eine Funkverbindung nach Moskau. Im September 1942 festgenommen, wurde er bei den Vernehmungen durch die Gestapo ermordet.