rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller

Foto ratskeller

Der Ratskeller im historischen Rathaus an der Möllendorffstraße 6 wurde denkmalsgerecht saniert. Er wird heute für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, Konzerte, Lesungen, Diskussionsrunden und Vorträge genutzt. Als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst zeigt die Galerie Gruppen- und Einzelausstellungen sowie Themenausstellungen.
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Aktuelle Ausstellung

STRAWALDE

Jürgen Böttcher, Bagdad 1979
Bagdad 1979 Bild: Jürgen Böttcher

FOTOGRAFIE | ROLLBILDER | FILM

Ausstellung anlässlich des 85.Geburtstages des Lichtenberger Malers und Filmemachers Strawalde / Jürgen Böttcher

Dienstag, 05.07.2016 I 19:00 Uhr I Ausstellungseröffnung

Begrüßung: Kerstin Beurich, Bezirksstadträtin für Kultur
Worte: Barbara Klemm / Fotografin, Frankfurt am Main
Musik: AnniKa von Trier / Performancekünstlerin, Akkordeon

Jürgen Böttcher, der sich als Maler Strawalde nennt, ist eine der bedeutendsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten, gleichwohl als Filmemacher wie als Maler, wurde und wird er, gerade in diesem Jahr, hoch geehrt. Er gilt als wegweisender Dokumentarfilmer der DDR, sein einziger – damals verbotener – Spielfilm „Jahrgang 45“ wird heute als einer der besten deutschen Filme gehandelt. Jürgen Böttcher wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen künstlerischen Preisen geehrt, einmal für sein umfangreiches Filmschaffen, aber auch als erfolgreicher Maler. Im Jahr 1994 wurde er durch den französischen Präsidenten Francois Mitterrand mit dem Titel „Officier de l´Ordre des Arts et des Lettres“ für sein künstlerisches Gesamtwerk ausgezeichnet, 2001 erhielt er das Bundesverdienstkreuz und jüngst die Goldenen Berlinale Kamera für sein Lebenswerk. Seine Gemälde hängen weltweit in vielen Sammlungen, drei Werke im Berliner Reichstagsgebäude.
In dieser besonderen Ausstellung zeigt Strawalde erstmals eine Auswahl eigener, ihm wichtiger Fotografien aus über sechs Jahrzehnten. Eine sehr persönliche Ausstellung, denn er öffnet sein privates Archiv mit zum Teil sehr frühzeitigen Bildern seiner Familie, Bilder von großer Intimität, fast Zärtlichkeit, aber auch Aufnahmen, entstanden während seiner zahlreichen Reisen als Filmemacher. Es sind „Bilder ohne Worte“, auf denen sich eine dritte künstlerische Begabung, seine besondere Gabe des Sehens, des Finden statt des Suchens, des Beobachtens, wiederholt offenbart.
Strawalde lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Berlin-Lichtenberg.

Informationen und Gespräch zur Ausstellung auf
www.strawalde.com

Ausstellung bis 02.09.2016

FIGUR - Zeichnungen deutscher und österreichischer Künstler und Künstlerinnen

Bildvergrößerung: Zeichnung von Hermann Schenkel "Aus dem tun selbst"
"Aus dem tun selbst" Bild: Hermann Schenkel

Torsten Bohm, Maria Remedios Kleinschmidt, Richard Lodziato, Thomas Nemec, Sibylle Prange, Ute Rathmann, Elisabeth Richter, Hermann Schenkel, Peter Schulz Leonhardt, Peter Weydemann

Ausstellung bis 24.06.2016

Dienstag, 17.05.2016, 19:00 Uhr I Ausstellungseröffnung
Einführung: Petra Hornung, Kunstwissenschaftlerin

“Zeichnen ist Lebensbeschreibung. Inneres Glück oder Unglück lassen mich zu Stift oder Radiernadel greifen. Meine Arbeit beginnt mit dem Blick auf die mich umgebende Welt. Und vor allem ist es der Mensch in seiner geglückten oder gestörten Einheit von Körperlichkeit und Geist, der mich geradezu in seinen Bann zieht…” So beschreibt der Berliner Zeichner und Graphiker Peter Schulz Leonhardt sein künstlerisches Anliegen. Für die Ausstellung “Figur” hat er Künstlerfreunde und Kollegen aus Deutschland und Österreich eingeladen, ihre Zeichnungen zu zeigen. Interessant ist diese Auswahl auch wegen der unterschiedlichen künstlerischen Handschriften. Die Autoren arbeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten als Maler, Zeichner, Graphiker, Designer und Kunsthandwerker. Es geht in dieser Ausstellung um Wesentliches – um die menschliche Figur, um Kopf und Gesicht: Allein, im Dialog, im räumlichen und sozialen Kontext. Mit den verschiedensten Zeichenmaterialien wie Bleistift, Kohle, Farbstifte und Tusche, mit collagierten Fragmenten befragen die Künstler dieses immerwährende Thema der Bildenden Kunst. Ihr Zugriff ist naturgegeben unterschiedlich: zart und kraftvoll, behutsam suchend und radikal, abwartend und zügig, reduziert und theatralisch.
Spannend entwickelt sich so ein Kontext der verschiedenen zeichnerischen Auffassungen und Haltungen in den großzügigen und hellen Räumen der Galerie im Ratskeller.

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