Information für Geflüchtete aus der Ukraine und ehrenamtlich Helfende: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Einreise & Ankommen

Ich bin Geflüchtete:r aus der Ukraine und vor oder nach dem 24. Februar 2022 aus der Ukraine nach Deutschland gekommen. Wie ist gerade meine aufenthaltsrechtliche Situation?

Sie halten sich erlaubt und legal in Deutschland auf. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) hat eine Rechtsverordnung (Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung) erlassen, mit der Sie sich zunächst bis zum 31.08.2022 erlaubt aufhalten.

Ein Asylantrag ist für Ihren künftigen Schutzstatus nicht nötig.

Wurden Sie durch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) oder eine andere Behörde nach Berlin verteilt oder haben Sie in Berlin dauerhaft eine Unterkunft gefunden, stellen Sie bitte beim Landesamt für Einwanderung (LEA) bevorzugt online einen Antrag. Weitere Informationen finden Sie beim Online-Antrag.

Soll ich einen Asylantrag stellen?

Nein.

Ich bin ukrainische:r Staatsangehörige:r. Konnte ich erlaubt nach Berlin einreisen und darf ich mich hier aufhalten?

Ja. Das Bundesministerium des Innern hat mit Erlass der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung ukrainische Staatsangehörige, die sich am 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben, und die bis zum 31.08.2022 in die Bundesrepublik einreisen, bis zum 31.08.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Dies gilt unabhängig vom Besitz eines Passes oder Personalausweises.

Ich bin ukrainische:r Staatsangehörige:r und möchte Deutschland für eine Reise verlassen. Kann ich erlaubt wieder einreisen?

Ja. Das Bundesministerium des Innern hat mit Erlass der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung ukrainische Staatsangehörige, die sich am 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben, und die bis zum 31.08.2022 in die Bundesrepublik einreisen, bis zum 31.08.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Sie können auch mit Ihrer Aufenthaltserlaubnis als Kriegsflüchtling in das Ausland reisen. Die Reise darf nur vorübergehend sein und maximal 6 Monate dauern.

Ich bin ein:e Geflüchtete:r aus der Ukraine und war dort als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt oder besaß dort einen internationalen oder gleichwertigen Schutzstatus. Konnte ich erlaubt nach Berlin einreisen und darf ich mich hier aufhalten?

Ja. Das Bundesministerium des Innern hat mit Erlass der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung Personen, die sich am 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben, und die bis zum 31.08.2022 in die Bundesrepublik einreisen, bis zum 31.08.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Dies gilt unabhängig vom Besitz eines Travel Documents for Person Granted Complementary Protection oder Reiseausweises für Flüchtlinge. Sollten Sie über kein gültiges Reisedokument verfügen, wird das Landesamt für Einwanderung nach Stellung Ihres Online-Antrages prüfen, welcher deutsche Reiseausweis Ihnen ersatzweise ausgestellt werden kann.

Ich bin ein:e Geflüchtete:r aus der Ukraine und war dort als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt oder besaß dort einen internationalen oder gleichwertigen Schutzstatus und möchte Deutschland für eine Reise verlassen. Kann ich erlaubt wieder einreisen?

Ja. Das Bundesministerium des Innern hat mit Erlass der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung Personen, die sich am 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben, und die bis zum 31.08.2022 in die Bundesrepublik einreisen, bis zum 31.08.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Sie können auch mit Ihrer Aufenthaltserlaubnis als Kriegsflüchtling in das Ausland reisen. Die Reise darf nur vorübergehend sein und maximal 6 Monate dauern.

Ich bin ein:e Geflüchtete:r aus der Ukraine und hatte als nicht-ukrainischer Staatsangehöriger einen ukrainischen Aufenthaltstitel. Konnte ich erlaubt nach Berlin einreisen und darf ich mich hier aufhalten?

Ja. Das Bundesministerium des Innern hat mit Erlass der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung Ausländer, die sich am 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben, und die bis zum 31.08.2022 in die Bundesrepublik einreisen, bis zum 31.08.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Dies gilt unabhängig vom Besitz eines Passes oder Passersatzes. Sollten Sie über keinen gültigen Pass verfügen, wenden Sie sich bitte an Ihre Botschaft hier in Berlin oder an Ihr Generalkonsulat in Deutschland.

Ich bin ein:e Geflüchtete:r aus der Ukraine und hatte als nicht-ukrainischer Staatsangehöriger einen ukrainischen Aufenthaltstitel und möchte Deutschland für eine Reise verlassen. Kann ich erlaubt wieder einreisen?

Ja. Das Bundesministerium des Innern hat mit Erlass der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung Ausländer, die sich am 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben, und die bis zum 31.08.2022 in die Bundesrepublik einreisen, bis zum 31.08.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Sie können auch mit Ihrer Aufenthaltserlaubnis als Kriegsflüchtling in das Ausland reisen. Die Reise darf nur vorübergehend sein und maximal 6 Monate dauern.

Registrierung

Ich bin aus der Ukraine geflüchtet. Wie und wo kann ich mich als Kriegsflüchtling registrieren lassen?

Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

1. Wenn Sie noch keine private, dauerhafte Unterbringung (für mindestens 6 Monate) in Berlin haben, melden Sie sich bitte im Ankunftszentrum Ukraine im ehemaligen Flughafen Tegel am Saatwinkler Damm in 13405 Berlin. Es fahren regelmäßig Bus-Shuttle ab Berlin Hauptbahnhof (Hbf) oder Zentraler Omnibusbahnhof Berlin (ZOB) dorthin. Alternativ Nutzen Sie die Buslinien 109 und 128 bis zur Station „General Ganeval Brücke“. Ab dort fahren ebenfalls Shuttlebusse bis zum Ankunftszentrum. Es ist täglich rund um die Uhr geöffnet. Die Anreise mit dem privaten PKW erfolgt über Parkdeck 4.
In Tegel wird zunächst geprüft, ob Sie in ein anderes Bundesland weiterverteilt werden oder ob Sie die Voraussetzungen für eine Zuweisung nach Berlin erfüllen. Mehr dazu unter „Unter welchen Voraussetzungen kann ich in Berlin bleiben?“

2. Wenn sie bereits eine private, dauerhafte Unterbringung in Berlin haben (für mind. 6 Monate), brauchen Sie sich nicht in Tegel zu melden. Sie können stattdessen online eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Weitere Informationen dazu gibt das Landesamt für Einwanderung (LEA) weiter unten auf dieser Seite.

Bin ich verpflichtet, mich als Kriegsflüchtling registrieren zu lassen?

Nein. Als Staatsbürger:innen der Ukraine können Sie sich ohne Visum bis zum 31. August 2022 legal in Deutschland aufhalten. Wenn Sie soziale Leistungen brauchen (finanzielle Unterstützung, medizinische Versorgung, Unterbringung), müssen Sie sich registrieren lassen. Dann haben Sie einen rechtlichen Anspruch auf staatliche Unterstützung.

Was passiert nach meiner Registrierung als Kriegsflüchtling?

Im Ukraine Ankunftszentrum Tegel werden Sie offiziell in Deutschland erfasst und nach einem Quotensystem verteilt. Wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, können Sie in Berlin bleiben und erhalten hier Ihre sozialen Leistungen.

Ansonsten werden Sie in ein anderes Bundesland weiter geleitet, wo sie dann ihre sozialen Leistungen (Geld, Unterkunft, medizinische Versorgung) erhalten.

Ich bin Geflüchtete:r aus der Ukraine und bin bereits in einem anderen Land der Europäischen Union als Kriegsflüchtling anerkannt worden und habe dort einen Aufenthaltstitel erhalten. Kann ich nach Deutschland einreisen und hier ebenfalls den Status als Kriegsflüchtling beantragen und Zugang zur Sozialhilfe erhalten?

Nein, das ist nicht ohne weiteres möglich.

Wenn bereits in einem EU-Mitgliedsstaat vorübergehender Schutz gewährt und ein entsprechender Aufenthaltstitel erteilt worden ist, kann der Wohnsitz nicht ohne Weiteres in einen anderen EU-Mitgliedsstaat verlegt werden.

Die Betroffenen müssten hierfür erst einen Antrag bei ihrer lokalen Ausländerbehörde in ihrem EU-Aufnahmeland stellen. Dieser Antrag wird dann über das dortige “Äquivalent” des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an das deutsche BAMF weitergeleitet.

Wenn das BAMF seine Zustimmung zur beantragten Wohnsitzverlegung erklärt, wird von den Behörden des anderen EU-Mitgliedsstaats eine Bescheinigung ausgestellt, mit der die Betroffenen dann bei der darin benannten deutschen Ausländerbehörde den Antrag auf die Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG stellen können.

Anmeldung & Verbleib in Berlin

Unter welchen Voraussetzungen kann ich in Berlin bleiben?

Sie können im Ukraine Ankunftszentrum Tegel beantragen, in Berlin zu bleiben, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen auf Sie zutrifft:

  • Wenn Sie oder ein enges Familienmitglied dringende medizinische, pflegerische oder psychische Bedarfe haben und deshalb zeitweise oder dauerhaft nicht reisefähig sind. Dies wird durch einen Arzt im Ankunftszentrum festgestellt.
  • Wenn Sie in Berlin bereits eine Wohnung oder eine dauerhafte Unterkunft (für mindestens 6 Monate) gefunden haben. Dies müssen Sie über eine Meldebescheinigung, eine Bescheinigung des Wohnungsgebenden, einen unbefristeten Mietvertrag oder eine Unterkunftsgeber-Bestätigung nachweisen.
  • Wenn Ihr:e Lebenspartner:in, Ihre Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern oder Enkelkinder schon in Berlin leben.
  • Wenn Sie bereits einen Arbeitsplatz, einen Ausbildungsplatz oder einen Studienplatz im Berlin habe. Dies müssen Sie schriftlich nachweisen.
  • Wenn Sie hochschwanger sind oder gerade entbunden haben (Mutterschutz) und in Berlin bleiben möchten.

Wenn Sie keine dieser Voraussetzungen erfüllen, können Sie in ein anderes Bundesland verteilt werden.

Ich lebe in einer Bi-Nationalen Partnerschaft. Haben wir das Recht, gemeinsam untergebracht oder gemeinsam in ein anderes Bundesland verteilt zu werden?

Ja. Personen, die aus der Ukraine geflohen sind und gemeinsam in einem Haushalt zusammenleben, werden gemeinsam untergebracht bzw. gemeinsam in ein anderes Bundesland weiter geleitet. Dies gilt für verheiratete und unverheiratete Paare.

Dabei ist es unerheblich, ob die Partner:innen beide eine ukrainische Staatsangehörigkeit besitzen, es sich um eine Bi-Nationale Partnerschaft handelt oder beide Partner:innen aus einem Drittstaat mit Aufenthaltstitel für die Ukraine kommen.

Wichtig ist aber, dass Sie gemeinsam zum Registrierungstermin erscheinen und den Mitarbeitenden der Verwaltung darüber informieren, dass Sie ein Haushalt sind und gemeinsam untergebracht bzw. verteilt werden möchten.

Ich habe die Aufenthaltserlaubnis als Kriegsflüchtling noch nicht erhalten. Kann meine Familie aus einer deutschen Stadt zu mir nach Berlin ziehen?

Es ist kompliziert. Ihre Familie sollte sich vor Ort beraten lassen. Ein Umzug nach Berlin ohne Beratung wird nicht empfohlen.

Ich bin ukrainische:r Staatsangehörige:r und aus der Ukraine geflohen. Kann mein:e Familienangehörige:r aus der Ukraine zu mir nach Berlin ziehen?

Ja. Das Bundesministerium des Innern hat mit Erlass der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung Ausländer:innen, die sich am 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben, und die bis zum 31.08.2022 in die Bundesrepublik einreisen, bis zum 31.08.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Bis Ende August kann Ihr Familienangehöriger visafrei von der Ukraine nach Deutschland einreisen.

Als Familienangehörige eines Geflüchteten aus der Ukraine gelten die folgenden Personengruppen:

  • Ehegatte:in
  • Unverheiratete:r Lebenspartner:in, wenn mit der schutzberechtigten Person in einer dauerhaften Beziehung lebend,
  • Minderjährige ledige Kinder,
  • enge Verwandte, z.B. Großeltern, die bei Ausbruch des Krieges innerhalb des Familienverbands lebten und von der in Deutschland aufgenommen Person abhängig waren.

Ihr:e Familienangehörige:r erhält eine eigene Aufenthaltserlaubnis für Kriegsflüchtlinge oder zum Familiennachzug.

Ich bin bereits als Geflüchtete:r in Berlin registriert und habe einen Aufenthaltstitel, aber ich möchte umziehen. Kann ich mich dennoch freiwillig im Ankunftszentrum Tegel melden, um in eine andere Stadt umverteilt zu werden?

Nein, nach der Titelerteilung wurde gemäß § 24 Abs. 5 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) eine verbindliche Wohnsitzauflage für das Land Berlin verfügt. Eine freiwillige Umverteilung über das Ankunftszentrum Tegel ist damit nicht mehr möglich. Die Inhaber/innen eines entsprechenden Aufenthaltstitels müssen in diesem Fall einen Antrag auf Aufhebung bzw. Änderung ihrer Wohnsitzverpflichtung gemäß der §§ 12a und § 73 Abs. 3a AufenthG beim Landesamt für Einwanderung (LEA) stellen.

Nach erfolgter Antragstellung beteiligt das LEA die Ausländerbehörde am gewünschten Zuzugsort und bittet um Zustimmung zur Streichung bzw. Aufhebung der Wohnsitzauflage. Wenn die zuständige Behörde am Zielort dem Antrag zustimmt, wird die Wohnsitzauflage durch das LEA entsprechend angepasst. Der erteilte Titel bleibt davon unabhängig weiterhin gültig und wird am Zuzugsort nicht neu erteilt.

Aufenthaltserlaubnis (Online-Antrag)

Wie, wo und unter welchen Voraussetzungen kann ich in Berlin eine Aufenthaltserlaubnis für Kriegsflüchtlinge beantragen?

Sie können den Online-Antrag nur stellen, wenn Sie einen dauerhaften Wohnsitz in Berlin haben.

Dies ist der Fall, wenn
  • Sie bereits durch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin (LAF) registriert und nach Berlin verteilt wurden (Verteilentscheidung) oder
  • Sie sich bei einem Berliner Bürgeramt angemeldet haben (Meldebescheinigung) oder
  • Sie einen unbefristeten Mietvertrag für einen Wohnraum in Berlin haben (Mietvertrag) oder
  • dauerhaft in einer privaten Wohnung untergebracht sind (Unterkunftsgeberbestätigung).

Sie können dann online einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis..

Bitte stellen Sie den Online-Antrag nicht, wenn Sie
  • in Berlin nur vorübergehend untergebracht sind (z.B. in Notunterkünften, Messehallen, Kirchen, Tempohomes, Hostels, Hotels, bei privaten Helfenden u.a.) und
  • nicht nach Berlin verteilt wurden. Bitte melden Sie sich zunächst beim LAF zwecks Registrierung und Verteilung.

Ich wurde vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) registriert. Muss ich trotzdem einen Online-Antrag beim Landesamt für Einwanderung (LEA) stellen?

Ja, wenn Sie nach Berlin verteilt wurden, stellen Sie bitte einen Online-Antrag. Sie benötigen eine Aufenthaltserlaubnis, um in Deutschland bleiben zu dürfen. Diese können Sie nur vom Landesamt für Einwanderung erhalten. Wenn Sie einen Online-Antrag zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis stellen, senden wir Ihnen per E-Mail einen Termin zur Vorsprache zu.

Bringen Sie bitte Ihre Verteilentscheidung zum Termin im Landesamt für Einwanderung (LEA) mit.

Wurden Sie nicht nach Berlin verteilt, wenden Sie sich bitte an die Ausländerbehörde an dem Ihnen zugewiesenen Ort.

Ich bin privat untergebracht und daher noch nicht beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) registriert und auch noch nicht nach Berlin verteilt. Ist das ein Problem?

Nein, sofern Sie in Ihrer jetzigen Unterkunft dauerhaft wohnen bleiben können. Bringen Sie zu Ihrem Termin zur Vorsprache bitte eine Meldebescheinigung eines Berliner Bürgeramts, einen unbefristeten Mietvertrag oder eine Unterkunftsgeberbestätigung mit.
Nachdem Ihnen die Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde, sorgen wir dafür, dass Sie nachträglich vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) nach Berlin verteilt werden.

Ich habe einen Online-Antrag gestellt, aber noch keinen Termin zur Vorsprache erhalten. Was soll ich tun?

Sehen Sie bitte von Nachfragen ab. Das Landesamt für Einwanderung (LEA) wird Ihnen per E-Mail einen Termin an die im Online-Antrag angegebene E-Mail-Adresse zuschicken. Bitte kontrollieren Sie deshalb neben Ihrem Posteingang regelmäßig auch den Spam-Ordner Ihres E-Mail-Postfachs.

Wegen der sehr hohen Zahl an Geflüchteten aus der Ukraine in Berlin kann es allerdings einige Zeit dauern, bis Sie den Termin erhalten. Wir bitten hierfür um Verständnis und Geduld.

Wie lange ist die Bescheinigung des Online-Antrags gültig?

Die Bescheinigung ist bis zur Entscheidung über die Erteilung Ihrer Aufenthaltserlaubnis gültig. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Sie zum Termin vorsprechen, den Ihnen das Landesamt für Einwanderung (LEA) zusendet. Diese Bescheinigung gilt nur in Verbindung mit einem gültigen Pass oder Passersatz sowie einer der folgenden Bescheinigungen:

  • einer Verteilentscheidung für Berlin des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) oder
  • einer Anmeldebestätigung eines Berliner Bürgeramtes,
  • eines unbefristeten Mietvertrags über Wohnraum in Berlin oder
  • eine Bestätigung durch Ihre:n Eigentümer:in/Hauptmieter:in, dass Sie in privatem Wohnraum untergebracht sind und dort dauerhaft wohnen können.

Aufgrund der Vielzahl der nach Berlin Geflüchteten aus der Ukraine ist es nicht möglich, allen Geflüchteten sofort einen Aufenthaltstitel zu erteilen. Termine werden daher über einen Zeitraum von voraussichtlich 9 Monaten verteilt vergeben.

Die Verzögerung ist für Sie ohne Nachteil. Ihr Aufenthalt ist rechtmäßig und Sie dürfen arbeiten. Die Aufenthaltserlaubnis wird Ihnen für zwei Jahre ab dem Tag Ihres Termins erteilt, egal ob dieser früher oder später liegt.

Bitte haben Sie Geduld, bis wir Ihnen einen Termin per E-Mail mitteilen, und sehen Sie von Nachfragen ab. Sicherheitshalber sollten Sie regelmäßig den Spam-Ordner Ihres Mailpostfachs prüfen.

Wenn Sie Ihren Termin erhalten haben und feststellen, dass Sie verhindert sind, melden Sie sich bitte bei uns. Wir verschieben unseren Termin. Ihre Bescheinigung bleibt weiter gültig.

Was mache ich, wenn andere öffentliche Stellen (z.B. die Sozialämter) oder der Arbeitgeber die Bescheinigung nicht anerkennen?

Die Berliner Behörden, die Bundespolizei sowie die Bundesagentur für Arbeit sind über unser Verfahren und die Bescheinigung informiert.

Sollte eine andere Behörde oder ein Arbeitgeber Rückfragen zu unserem Verfahren haben, oder die übersandte Bescheinigung nicht akzeptieren, verweisen Sie bitte auf die aktuellen Informationen auf unserer Homepage.

Ich besitze aktuell keinen Pass, aber andere Identitätsdokumente wie Führerschein, Wehrpass oder Geburtsurkunde. Kann ich auch ohne Pass eine Aufenthaltserlaubnis erhalten?

Ja, die Aufenthaltserlaubnis für Kriegsflüchtlinge wird auch dann erteilt, wenn kein Pass vorhanden, Ihre Identität aber geklärt ist.

Ukrainische Staatsangehörige, die nicht im Besitz eines gültigen Passes oder sonstigen Personaldokuments mit Lichtbild sind, werden gebeten, sich bitte an die ukrainische Botschaft hier in Berlin zu wenden und die dort ausgestellten Dokumente zum Termin im Landesamt für Einwanderung (LEA) mitzubringen.

Nicht-ukrainische Staatsangehörige, die nicht im Besitz eines Passes sind, werden gebeten, sich bitte an die Botschaft Ihres Herkunftslandes hier in Berlin oder Ihr Generalkonsulat in Deutschland zu wenden und die dort ausgestellten Dokumente mit Lichtbild zum Termin im Landesamt für Einwanderung (LEA) mitzubringen.

Wenn Sie in der Ukraine als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt waren oder dort einen internationalen oder gleichwertigen Schutzstatus besaßen, wird das Landesamt für Einwanderung nach Stellung Ihres Online-Antrages prüfen, welcher deutsche Reiseausweis Ihnen ersatzweise ausgestellt werden kann.

Nach Vorlage neuer gültiger Dokumente wird die Aufenthaltserlaubnis für Kriegsflüchtlinge, gegebenenfalls zusammen mit einem deutschen Reiseausweis für Ausländer, ausgestellt. Aufenthaltserlaubnis und Reiseausweis sind jeweils 2 Jahre gültig. Für den Reiseausweis wird ohne Ausnahme eine Gebühr von bis zu 100 Euro erhoben. Die Ausstellung eines Ausweisersatzes ist gebührenfrei (0 Euro). Mit dem Ausweisersatz ist Reisen nur in Deutschland möglich. Mit dem Reiseausweis kann in die meisten Länder gereist werden.

Ich wohne nicht in Berlin. Kann ich einen Online-Antrag beim Landesamt für Einwanderung (LEA) stellen?

Nein. Der Online-Antrag ist nur für Geflüchtete aus der Ukraine gedacht, die bereits nach Berlin verteilt wurden und/oder in Berlin bereits dauerhaft wohnen. Dies muss nachgewiesen werden durch Vorlage

  • einer Verteilentscheidung für Berlin des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) oder
  • einer Anmeldebestätigung eines Berliner Bürgeramtes,
  • eines unbefristeten Mietvertrags über Wohnraum in Berlin
  • eine Bestätigung durch Ihre:n Eigentümer:in/Hauptmieter:in, dass Sie in privatem Wohnraum untergebracht sind und dort dauerhaft wohnen können.

Wenn Sie sich in Berlin aufhalten, aber nur vorübergehend untergebracht sind (z.B. in einer Notunterkunft oder bei privaten Helfenden) und auch noch nicht vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) nach Berlin verteilt wurden, melden Sie sich bitte zunächst beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), damit Sie registriert und verteilt werden können.

Wenn Sie außerhalb Berlins wohnen, wenden Sie sich bitte an die für Ihren Wohnort zuständige Ausländerbehörde.

Was ist, wenn ich nach dem Online-Antrag beim Landesamt für Einwanderung (LEA) umziehe?

Sollten Sie innerhalb Berlins umziehen, müssen Sie uns das nicht mitteilen. Wichtig ist nur, dass wir Sie über die angegebene E-Mailadresse erreichen.

Wenn Sie außerhalb Berlins verziehen oder sogar Deutschland verlassen, ist das Berliner Landesamt für Einwanderung (LEA) nicht mehr für Sie zuständig. Sagen Sie bitte den Termin zur Vorsprache ab, sobald Sie diesen per E-Mail erhalten. Bitte melden Sie sich ggf. bei der nun für Sie zuständigen Ausländerbehörde an Ihrem neuen Wohnort.

Was passiert mit den Personen, die von dem Online-Antrag beim Landesamt für Einwanderung (LEA) keine Kenntnis haben oder gesundheitlich nicht in der Lage sind, den Online-Antrag zu stellen?

Sollten Sie eine Person kennen, die nicht zum Ausfüllen des Online-Antrages in der Lage ist, unterstützen Sie diese bitte, indem Sie den Antrag zusammen ausfüllen!

Bitte beachten Sie: Der Online-Antrag ist auch in Ukrainisch, Russisch und Englisch verfügbar.

Ich habe bei der Registrierung für den Online-Antrag einen Fehler gemacht. Wie kann ich diesen korrigieren?

Wenn Sie sich bei der E-Mailadresse geirrt haben: Bitte registrieren Sie sich erneut für den Online-Antrag und geben die E-Mailadresse richtig ein. Alle anderen Daten geben Sie bitte ganz genauso ein wie vorher.

Wenn Sie sich bei den Personalien, ihrer Adresse oder sonstigen Angaben geirrt haben, ist das nicht weiter schädlich. Wir korrigieren die Daten, wenn Sie zu Ihrem Termin kommen. Wichtig ist allein, dass wir Sie über die angegebene E-Mailadresse erreichen.

Wenn Sie vergessen haben, ein Familienmitglied anzugeben: Registrieren Sie dieses Familienmitglied bitte separat.

Ich habe die ukrainische Staatsangehörigkeit, eines oder mehrere der Familienmitglieder, die ich mit eingetragen habe, hat aber eine andere Staatsangehörigkeit. Das konnte ich aber nicht eintragen. Was soll ich tun?

Die Staatsangehörigkeit der mit eingetragenen Familienmitglieder ist nicht relevant. Auch ein Familienmitglied mit anderer Staatsangehörigkeit kann einen Aufenthaltstitel erhalten. Sie müssen nichts weiter tun.

Muss sich jede einzelne Person registrieren für den Online-Antrag?

Nein. Es soll bitte ein Familienmitglied den Online-Antrag ausfüllen und alle anderen Familienmitglieder miterfassen.

Familienmitglieder sind in diesem Fall nicht nur minderjährige Kinder und Ehegatten, sondern auch sonstige nahe Verwandte (z.B. volljährige Kinder, Großeltern), mit denen Sie sich in Berlin in einer gemeinsamen Unterkunft aufhalten. Es schadet aber auch nichts, wenn diese Personen sich separat für den Online-Antrag registrieren.

Eltern und ihre minderjährigen Kinder sollten allerdings immer nur einen Online-Antrag gemeinsam ausfüllen, da wir nur so gewährleisten können, dass Sie alle einen gemeinsamen Termin zur Vorsprache erhalten.

Ich habe meine Bescheinigung verloren. Was kann ich jetzt machen?

Bitte tragen Sie sich mit exakt denselben Daten noch einmal ein, dann können Sie sich eine neue Bescheinigung herunterladen. Wir werden Ihnen dennoch nur einen Termin zur Vorsprache zusenden.

Ich mache mir Sorgen über die persönlichen Daten, die ich online eingeben musste. Wie werden meine Daten behandelt?

Die mit unserem Online-Antrag abgefragten Daten werden im Einklang mit der Datenschutzgrundverordnung verarbeitet.

Sobald wir Sie zu einem Termin eingeladen haben oder anderweitig über Ihren Antrag entscheiden konnten, werden wir diese Daten umgehend löschen.

Bei diesbezüglichen Nachfragen können Sie sich gern an den Datenschutzbeauftragten des Landesamts für Einwanderung unter folgender E-Mailadresse datenschutz@lea.berlin.de wenden.

Sozialleistungen

Welche Leistungen stehen mir als Kriegsflüchtling zu?

Nach der Registrierung bei Zuweisung nach Berlin haben Sie Anrecht auf soziale Leistungen (Unterhalt) und medizinische Versorgung. Die Leistungen werden von zuständigen Sozialamt ausgezahlt. Auch wenn Sie noch nicht als Kriegsflüchtling registriert sind, haben Sie einen Anspruch auf medizinische Grundversorgung. Das gilt auch, wenn Sie sich derzeit visumfrei in Berlin aufhalten und privat untergekommen sind.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.berlin.de/ukraine/ankommen/sozialleistungen-beantragen/

Ab dem 1. Juni 2022 werden die Leistungen für Sie und Ihre Familie vom Jobcenter ausgezahlt, wenn Sie noch nicht im Rentenalter sind. Vorher müssen Sie einen Termin zur erkennungsdienstlichen Behandlung absolvieren. Dazu werden Sie eingeladen. Alle Informationen werden in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.

Bis dahin werden Ihre Leistungen weiterhin vom zuständigen Sozialamt ausgezahlt. Als registrierter Kriegsflüchtling werden Sie zu keiner Zeit ohne soziale Leistungen bleiben.

Unterkunft & Wohnen

Ich habe keine Familie oder befreundeten Personen, die mich aufnehmen können. Was soll ich tun?

Wenn Sie neu in Berlin ankommen und keine Unterkunft haben, melden Sie sich bitte im neuen Ankunftszentrum Ukraine am ehemaligen Flughafen Tegel. Ein Bus-Shuttle bringt Sie ab Berlin Hauptbahnhof (Hbf) oder Zentraler Omnibusbahnhof Berlin (ZOB) dorthin. In Tegel werden Sie vorübergehend aufgenommen und versorgt. Danach werden Sie in eine Unterkunft in Berlin oder in ein anderes Bundesland weitergeleitet. Sie bekommen dann Ihre Unterkunft, soziale Leistungen und medizinische Versorgung am Zielort.

Alternativ können Sie sich bei einer privaten Betten-Vermittlung eintragen, zum Beispiel bei www.unterkunft-ukraine.de. Dort bieten im Moment viele Menschen kostenlos Übernachtungsmöglichkeiten für die erste Zeit an. Das Land Berlin übernimmt in diesem Fall keine Haftung.

Ich habe noch keine dauerhafte Unterkunft in Berlin gefunden und bin vorübergehend bei privaten Helfenden oder einer Notunterkunft untergekommen. Was soll ich tun?

Bitte stellen Sie keinen Onlineantrag beim Landesamt für Einwanderung (LEA), sondern gehen zunächst zur Registrierung im Ukraine Ankunftszentrum TXL (ehemaliger Flughafen Berlin-Tegel).

Die Registrierung ist 24 Stunden an jedem Wochentag geöffnet. Sie erreichen das Ankunftszentrum TXL per Bus-Shuttle ab Hauptbahnhof oder Zentraler Omnibusbahnhof Berlin (ZOB).

Alle Familienmitglieder werden im Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) gemeinsam registriert. Deswegen müssen alle persönlich anwesend sein. Bitte bringen Sie auch Ihr Gepäck und Ihre Personaldokumente mit.

Meine Wohnungsgeber-Bestätigung ist geplatzt und ich habe keine Unterbringung mehr. Hat dies Auswirkungen auf meinen Aufenthaltstitel?

Es gibt hier zwei verschiedene Szenarien:

a) Wenn Sie bislang nur die Fiktionsbescheinigung (Online-Verfahren) haben:
Melden Sie sich im Ukraine Ankunftszentrum Tegel. Bei Vorliegen einer der anderen Voraussetzungen für den Verbleib in Berlin erhalten Sie eine Zuweisung nach Berlin und bekommen eine staatliche Unterbringung (Unterkunft durch Bezirk oder Land). Um welche Voraussetzungen es sich handelt, können Sie nachlesen unter der Frage: „Unter welchen Voraussetzungen kann ich in Berlin bleiben?“ Wenn Sie keine private Unterkunft haben und keine der anderen Voraussetzungen für den Verbleib in Berlin erfüllen, werden Sie von Tegel aus in ein anderes Bundesland verteilt. Dort erhalten Sie dann Unterkunft und Sozialleistungen sowie Aufenthaltstitel.

b) Wenn der Aufenthaltstitel (nach Termin im LEA) bereits erteilt wurde (Stempel im Pass):
Bei dieser Fallkonstellation hat der Verlust der dauerhaften Unterkunft keine aufenthaltsrechtlichen Auswirkungen. Eine Zuweisung zum Land Berlin erfolgt durch einen behördeninternen Austausch. Sie brauchen nicht mehr in Tegel vorzusprechen. Wenn Sie Ihre Unterkunft verlieren sollten, wenden Sie sich an das zuständige Sozialamt vor. Sie bekommen dann einen Platz in einer Unterkunft für Geflüchtete oder in einer Einrichtung der sozialen Wohnhilfe.

Gesundheit & Medizinische Versorgung

Ich habe kein Geld und keine medizinische Versorgung, weil ich noch nicht offiziell als Kriegsflüchtling registriert bin. Wer hilft mir?

Sie können Sozialleistungen erst beantragen, wenn sie bundesweit verteilt und registriert sind. Sie erhalten Sozialleistungen nur in dem Bundesland, in welches sie verteilt worden sind.

Wenn Sie aus der Ukraine geflüchtet und in Berlin angekommen sind, können Sie sich ab sofort ohne Termin im Ukraine Ankunftszentrum Tegel melden. Dort werden Sie entweder in ein anderes Bundesland verteilt oder erhalten eine Zuweisung nach Berlin.

Wenn Sie bereits eine Wohnung oder dauerhafte Unterkunft (für mind. 6 Monate) in Berlin haben, brauchen Sie sich nicht in Tegel zu melden. Sie registrieren sich online beim Landesamt für Einwanderung (LEA) und erhalten eine Bestätigung, die Sie beim Sozialamt vorlegen können.

Ich habe keine Krankenversicherung. Was ist, wenn ich krank werde?

Haben Sie einen Notfall, können Sie sich in jeder Rettungsstelle der Berliner Krankenhäuser melden. Oder Sie rufen den ärztlichen Bereitschaftsdienst an unter (030)116 117 für eine ambulante Versorgung.

Sobald sie als Kriegsflüchtling nach §24 registriert sind, haben sie Zugang zur medizinischen Regelversorgung.

Aber auch wenn Sie noch nicht als Kriegsflüchtling registriert sind, haben Sie bereits einen Anspruch auf medizinische Grundversorgung.

Wie erhalte ich eine Krankenversicherung?

Wer aus der Ukraine nach Deutschland flüchtet, ist nicht ab dem Tag der Ankunft krankenversichert. Sie haben aber grundsätzlich Anspruch auf akut notwendige medizinische Behandlungen sowie akut notwendige Medikamente und Hilfsmittel bei Krankheit oder Schmerzen. (siehe Frage: „Ich habe keine Krankenversicherung. Was ist, wenn ich krank werde?“). Wenn Sie bereits in Berlin als Kriegsflüchtling registriert sind oder am Online-Verfahren des Landesamtes für Einwanderung (LEA) teilnehmen und auf ihren Aufenthaltstitel warten, können Sie bei ihrem Leistungsträger (Sozialamt oder Jobcenter) krankenversichert werden.

Nehmen Sie hier in Deutschland eine Arbeit auf, ist hingegen eine sofortige Krankenversicherung notwendig. Dann können Sie selbst eine Krankenkasse wählen oder Ihr Arbeitgeber meldet Sie bei einer gesetzlichen Krankenversicherung an.

Wenn Sie ein Familienmitglied haben, das bereits in Deutschland lebt und hier gesetzlich krankenversichert ist, können Sie unter Umständen über die sogenannte Familienversicherung kostenlos mitversichert werden. Wenden Sie sich dazu an die zuständige Krankenkasse.

Ich bin aus der Ukraine geflüchtet und habe noch keine Covid-Impfung erhalten. Wo kann ich mich impfen lassen?

Sie können sich in einem Impfzentrum des Landes Berlin gegen Corona impfen lassen. Hier finden Sie eine Übersicht:
www.service.berlin.de/standorte/impfzentren.

Sie brauchen dazu nur einen amtlichen Ausweis mit Foto vorlegen. Ersatzweise bekommen Sie eine Bescheinigung über die Impfung und können sich in jeder Apotheke ein digitales Impfzertifikat ausstellen lassen, das sie in ihr Handy hochladen können. Das können Sie bei allen Veranstaltungen oder in Restaurantbesuchen vorlegen und brauchen keinen aktuellen Corona-Test (3G Regelung).
Einen gelben Impfpass (für alle künftigen Impfungen) bekommen Sie ebenfalls in der Apotheke oder bei ärztlichem Fachpersonal.

Weitere Informationen: www.service.berlin.de/dienstleistung/330073

Über diese Seiten kann auch ein Termin gebucht werden.

Meine Kinder und ich sind durch die Flucht und die Situation in der Heimat stark psychisch belastet. Wo finde ich Hilfe?

Gespräche mit erfahrenen Therapeut:innen helfen dabei, eine belastende Situation zu verarbeiten.

Für Kinder und junge Menschen bis 25 Jahre bietet das gemeinnützige Berliner Unternehmen krisenchat entlastende Gespräche an.

Über 400 Therapeut:innen beraten kostenlos und sind digital von überall erreichbar. Einfach eine SMS oder WhatsApp an +49 1573 599 3126 senden und es kann losgehen. Alle Infos unter www.krisenchat.de/ukraine.

Erwachsene ab 25 Jahren, die psychotherapeutische Hilfe brauchen, finden unter www.kvberlin.de/ukraine alle notwendigen Informationen.

Arbeit & Beruf

Kann ich ohne Aufenthaltstitel oder Online-Antrag beim Landesamt für Einwanderung (LEA) in Deutschland arbeiten?

Nein. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne Aufenthaltstitel oder ohne Bescheinigung Ihres Online-Antrages ist während des dann ausschließlich visafreien Aufenthalts nicht erlaubt.

Ich habe beim Landesamt für Einwanderung (LEA) einen Online-Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis für Kriegsflüchtlinge gestellt. Darf ich arbeiten?

Ja. Dies gilt auch für Ihre mit in die Bescheinigung eingetragenen Familienangehörigen.

Kann ich mit einer Aufenthaltserlaubnis für Kriegsflüchtlinge arbeiten?

Ja, Sie können sofort arbeiten und benötigen keine weitere Arbeitserlaubnis. Zu Ihrer eigenen Absicherung schließen Sie bitte immer einen ordentlichen Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeber.

Sie können auch ein Unternehmen gründen oder als Freiberufler, zum Beispiel als Künstler, selbstständig tätig werden. Da hierfür weitere Genehmigungen erforderlich sein können, wird empfohlen, sich zuvor beraten zu lassen.

Weitere Informationen erhalten Sie von der zuständigen Stelle, dem Einheitlichen Ansprechpartner Berlin.

Ich bin als Geflüchtete:r aus der Ukraine registriert und habe einen Aufenthaltstitel. Nun möchte ich einer Arbeit nachgehen. Mein:e Arbeitgeber:in verlangt eine steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID). Wie erhalte ich die Steuer-ID?

Die steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID oder IdNr.) wird jeder Person zugeteilt, die sich mit einer Hauptwohnung oder einer alleinigen Wohnung in einem Melderegister in Deutschland anmeldet. Sie wird zudem von Kindern zu deren Identifizierung in steuerlichen Verfahren, wie für die Zahlung von Kindergeld, bei Freistellungsaufträgen oder für die Zahlung von Leistungen aus der Rentenversicherung (Waisengeld), benötigt.

Die Erteilung erfolgt automatisch nach der Anmeldung eines Wohnsitzes in Deutschland. Die IdNr. wird dann auf dem Postweg an die gemeldete Wohnanschrift übersendet.

Weitere Informationen (ausschließlich in deutscher Sprache) erhalten Sie hier: https://service.berlin.de/dienstleistung/329123/

Ich bin als Geflüchtete:r aus der Ukraine registriert und habe noch keinen Aufenthaltstitel in Berlin. Nun möchte ich einer Arbeit nachgehen. Mein:e Arbeitgeber:in verlangt eine steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID). Wie erhalte ich die Steuer-ID?

Wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht anmelden können, etwa weil Sie noch keine dauerhafte Bleibe gefunden haben, aber bereits arbeiten, müssen Sie einen Antrag auf Erteilung Ihrer Steuer-Identifikationsnummer beim Finanzamt des Bezirks stellen, in welchem Sie derzeit wohnen. Das entsprechende Antragsformular finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums der Finanzen. Suchen Sie in der Formular-Datenbank nach dem Formular 010250 – Antrag auf Vergabe einer steuerlichen Identifikationsnummer für nicht meldepflichtige Personen durch das Finanzamt. Dem Antrag muss ein Identifikationsnachweis (z.B. Kopie des Ausweises) beigefügt werden.

Weiterführende Informationen (ausschließlich in deutscher Sprache) finden Sie hier: https://service.berlin.de/dienstleistung/329216/

Ich bin als Geflüchtete:r aus der Ukraine registriert und habe einen Aufenthaltstitel. Nun möchte ich einer Arbeit nachgehen. Mein:e Arbeitgeber:in verlangt einen Sozialversicherungsausweis bzw. eine Sozialversicherungsnummer. Wie erhalte ich diese?

Wenn Sie eine abhängige Beschäftigung in Deutschland ausüben, benötigen Sie in der Regel einen Sozialversicherungsausweis. Wenn sie das erste Mal in Deutschland arbeiten, wird Ihnen im Zuge der Arbeitsaufnahme bzw. der Beantragung des Sozialversicherungsausweises eine Sozialversicherungsnummer vergeben, die bis zum Eintritt in das Rentenalter gilt.

Sozialversicherungsausweise können auf Antrag von Ihnen oder von ihrem Arbeitgebenden ausgestellt werden. Der Antrag ist an keine Form gebunden. Zuständig für die Annahme von Anträgen auf Ausstellung eines Sozialversicherungsausweises ist die Krankenkasse, bei der Sie versichert sind. Für Arbeitnehmende, die nicht oder gesetzlich krankenversichert sind, nimmt die Krankenkasse den Antrag entgegen, die der Arbeitgebende gewählt hat.

Zur Beantragung kommen zwei Möglichkeiten in Betracht:

1. Der Arbeitgebende kann Sie unter Ihren Personalien anmelden und Sie würden den Sozialversicherungsausweis dann nach einigen Wochen zugesandt bekommen.

2. Wenn Sie oder der Arbeitgebende aber bereits zum Beschäftigungsbeginn den Sozialversicherungsausweis benötigen, wenden Sie sich bitte an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung, unter Vorlage des Reisepasses/Ausweises und dort können Sie den Sozialversicherungsausweis direkt beantragen.

Bestehen weitere Fragen, wenden Sie sich gerne direkt an:

Deutsche Rentenversicherung Bund
Kostenloses Servicetelefon (in deutscher Sprache)
MO – DO 07:30 – 19:30, FR 07:30 – 15:30
0800 1000 480 70
E-Mail: meinefrage@drv-bund.de

Ich bin als Geflüchtete:r aus der Ukraine registriert und habe einen Aufenthaltstitel. Nun möchte ich ein Unternehmen gründen, was muss ich dafür machen?

Für die Aufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit sind weiterführende Anträge und Auskünfte notwendig. Beispielsweise ist ein Fragebogen zur steuerlichen Erfassung elektronisch bei der Finanzverwaltung einzureichen.

Weitere Informationen zu „Gründungen – steuerliche Anmeldung von Unternehmen, Gesellschaften, Vereinen, Gewerben, Selbständigkeit oder land- und forstwirtschaftlicher Tätigkeit“ finden Sie (ausschließlich in deutscher Sprache) unter: https://service.berlin.de/dienstleistung/325409/

Das Finanzamt prüft anhand der Angaben die Erteilung einer Steuernummer. Unternehmen, die Lieferungen und Leistungen innerhalb des Europäischen Binnenmarktes erbringen oder erhalten, benötigen für die Abwicklung zusätzlich eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.). Bei einer Firmenneugründung kann diese direkt beim zuständigen Finanzamt beantragt werden und wird dann vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt.) erteilt. Bitte beachten Sie, dass die Steuernummer bzw. die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nicht zu verwechseln sind mit der oben genannten Steuer-Identifikationsnummer, die jede Person mit Anmeldung des Wohnsitzes erhält.

Weitere Informationen (ausschließlich in deutscher Sprache) erhalten Sie hier: https://service.berlin.de/dienstleistung/325409/

Studium & Hochschulzulassung

Wo kann ich in Berlin studieren?

Berlin gehört zu den größten Wissenschaftsregionen in Europa. Ein Studium aufnehmen kann man an elf staatlichen, zwei konfessionellen und rund 30 staatlich anerkannten privaten Hochschulen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen (ausschließlich auf in deutscher Sprache) zu den Berliner Hochschulen:
https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/einrichtungen/hochschulen/

Gibt es spezielle Angebote für Geflüchtete?

Viele Hochschulen bieten Geflüchteten entsprechend ihrer Voraussetzungen die Möglichkeit, sich im Rahmen spezieller Angebote auf ein Studium vorzubereiten. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen sind bei der jeweiligen Hochschule erhältlich.

Einen Überblick (in deutscher und englischer Sprache) über die Angebote der Berliner Hochschulen speziell für Geflüchtete finden Sie hier:
https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/politik/integration-von-gefluechteten/artikel.652156.php

Ich möchte ein Studium aufnehmen. Was muss ich tun?

Grundsätzlich können Geflüchtete – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit – unter den gleichen Voraussetzungen ein Fachstudium aufnehmen, wie andere Studienbewerber*innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Mindestvoraussetzungen für ein Studium sind:

  1. eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung sowie
  2. ausreichende Sprachkenntnisse für den gewählten Studiengang.

Für den Fall, dass Zeugnisse fluchtbedingt nicht vollständig sind oder gänzlich fehlen, bestehen an den Hochschulen Verfahren für eine Beweiserleichterung zum Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung.

Eine erste Anlaufstelle bietet der DAAD durch die Zulassungsdatenbank auf seiner Webseite (in deutscher und englischer Sprache) oder die Internetplattform anabin (ausschließlich in deutscher Sprache). Diese informieren unverbindlich darüber, inwiefern Sie durch einen Schulabschluss oder auch in der Ukraine absolvierte Studienzeiten an deutschen Hochschulen zum Studium zugelassen werden können.

Wenn Ihr ukrainischer Schul- oder Studienabschluss oder die bisher erworbenen Studienleistungen in der Ukraine Sie nicht zu einem Studium in Deutschland berechtigen, so muss für den Hochschulzugang die Feststellungsprüfung abgelegt werden. Hierfür können Sie ein Studienkolleg besuchen: Diese bieten Vorbereitungskurse an, in denen Sie fachliche und sprachliche Kompetenzen erwerben können, die für ein erfolgreiches Studium an einer deutschen Hochschule erforderlich sind. In Berlin bestehen entsprechende staatliche Angebote an der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin und an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Kooperation mit der Technischen Universität (alle jeweils in deutscher und englischer Sprache).

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, sich an die Studienberatung der Hochschule zu wenden, für die Sie sich interessieren. Die Beratungsstellen der Hochschulen können Sie bei der Wahl des Studiums, den Zugangsvoraussetzungen der Studiengänge, der Anerkennung von Studienleistungen sowie hinsichtlich der Studienvorbereitung unterstützen. Eine zentrale Anlaufstelle für geflüchtete Studieninteressierte befindet sich derzeit in der Planung.

Die Bewerbungsfrist für ein reguläres Studium, das im Winter-Semester beginnt, endet oft am 15. Juli. Einige Hochschulen setzen aber frühere Fristen, zum Beispiel für ein Master-Studium oder Studienkolleg. Die genauen Fristen für Ihren Studienwunsch erfahren Sie direkt von der jeweiligen Hochschule.

Beim Vorliegen der Voraussetzungen für ein Studium erfolgt die Bewerbung für ein Fachstudium über Uni-Assist (in deutscher und englischer Sprache). Uni-Assist kann für Geflüchtete auch im Vorfeld die Berechtigung zum Studium prüfen und hat (in deutscher und englischer Sprache) ein gesondertes FAQ für Geflüchtete eingerichtet

Wie kann ich mein Studium finanzieren?

Die Finanzierung des Lebensunterhalts für Geflüchtete nach §24 AufenthG ist derzeit über Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und ab dem 1. Juni über das SGB II gesichert. Für aus der Ukraine geflüchtete Studierende wird ab Juni 2022 eine Ausbildungsförderung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) möglich sein, sofern sie über eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG verfügen.

Darüber hinaus können sich Geflüchtete bei verschiedenen Einrichtungen, Stiftungen und Organisationen um ein Stipendium bewerben. Der DAAD hat eine Datenbank (in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache) eingerichtet, die bei der Suche hilft: https://www.daad-ukraine.org/de/studieren-in-deutschland/finanzierung/daad-stipendiendatenbank/

Die staatlichen und konfessionellen Berliner Hochschulen erheben grundsätzlich keine Studiengebühren. Es ist aber zu Beginn des Semesters ein Semesterbeitrag zu entrichten, der u.a. einen Beitrag für das Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) beinhaltet.

Über das Studierendenwerk Berlin wurde ein kurzfristiges finanzielles Unterstützungsangebot für diejenigen Geflüchteten bereitgestellt, die erstmals eine Zulassung an einer Berliner Hochschule erhalten haben. Der finanzielle Zuschuss unterstützt bedürftige geflüchtete Studierende bei studienbezogenen Ausgaben zur Aufnahme des Studiums. Dazu zählen zum Beispiel die Semesterbeiträge oder die technische Ausstattung. Weitere Informationen (in deutscher und englischer Sprache) finden Sie hier: https://www.stw.berlin/news/ukraine.html

Wie teuer ist ein Studium in Berlin?

Die staatlichen und konfessionellen Berliner Hochschulen erheben grundsätzlich keine Studiengebühren. Es ist aber zu Beginn des Semesters ein Semesterbeitrag zu entrichten, der u.a. einen Beitrag für das Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) beinhaltet. Bei Fragen zur Finanzierung siehe Antwort zu: „Wie kann ich mein Studium finanzieren?“

Ich möchte mein bereits begonnenes Studium in Berlin fortsetzen. Was muss ich hierfür tun?

Wenn Sie Ihr Studium fortsetzen möchten, können Ihre vorherigen Studienleistungen unter Umständen anerkannt werden, da die Ukraine seit 2005 Mitglied im Bologna-Prozess ist. Die finale Entscheidung über die Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen fällt die Hochschule, an der Sie studieren möchten.

Welche aufenthaltsrechtlichen Reglungen greifen für mich?

Sollten Sie aus der Ukraine geflüchtet sein und keine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG erhalten, können Sie eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Studiums/einer Ausbildung (§16b AufenthG) beantragen. Diese erfordert u.a. die Zulassung zum Studium bzw. zu studienvorbereitenden Maßnahmen, wie den Besuch eines Studienkollegs, und einen Nachweis zur Finanzierung des Lebensunterhalts. Bitte lassen Sie sich hierzu von der Ausländerbehörde beraten.

Sollten Sie ukrainische/r Studierende / Forschende sein, die schon in Berlin studieren oder forschen und deren Aufenthaltstitel bald endet, wenden Sie sich bzgl. der möglichen Verlängerung Ihrer Aufenthaltserlaubnis oder zu Fragen der Erteilung eines Aufenthaltstitels zu einem anderen Zweck an die Ausländerbehörde Berlin. Der Schutzstatus nach § 24 AufenthG wird von der Ausländerbehörde als humanitäre Aufenthaltserlaubnis gewährt. Einen entsprechenden Antrag können ukrainische Staatsangehörige stellen, die sich bereits mit einer Aufenthaltserlaubnis im Bundesgebiet aufgehalten haben, wenn die bisherige Aufenthaltserlaubnis nicht mehr verlängert werden konnte oder für die Erteilungsvoraussetzungen entfallen sind.

Wo erhalte ich weiterführende Informationen?

Die Berliner Hochschulen informieren auf ihren Internetseiten über aktuelle Angebote und Anlaufstellen. Eine Übersicht über die Berliner Hochschulen finden Sie hier (ausschließlich in deutscher Sprache): https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/einrichtungen/hochschulen/

Zudem bietet das Studierendenwerk Berlin verschiedene Beratungsangebote bei finanziellen und studienorganisatorischen sowie psychosozialen Problemlagen. Das Studierendenwerk Berlin informiert (in deutscher und englischer Sprache) unter https://www.stw.berlin/news/ukraine.html

Allgemeine Informationen und Links zu den Angeboten speziell für Geflüchtete der staatlichen Berliner Hochschulen finden Sie (in deutscher und englischer Sprache) unter https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/politik/integration-von-gefluechteten/artikel.652156.php

Darüber hinaus stellt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) (in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache) unter https://www.daad-ukraine.org/ Informationen zu Aufenthalt, Hochschulzugang, Studium und Forschung und zum Alltagsleben in Deutschland bereit. Diese „Nationale Akademische Kontaktstelle Ukraine“ ist durchgängig in Deutsch und Englisch verfügbar, die ukrainische Sprachfassung wird laufend erweitert.

Zu Fragen der Unterstützung von Forscherinnen und Forschern aus der Ukraine können Sie sich an die zentrale Anlaufstelle der EU-Kommission wenden. Dabei geht es in erster Linie darum, Wohn- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden und die Anerkennung ihrer Hochschulabschlüsse zu erleichtern. Weitere Informationen finden Sie (in deutscher und englischer Sprache sowie jeder anderen Sprache der EU) unter:
https://germany.representation.ec.europa.eu/news/eu-kommission-richtet-zentrale-anlaufstelle-zur-unterstutzung-von-forschern-aus-der-ukraine-ein-2022-03-22_de

Alltag in Deutschland

Wie kann ich als Geflüchtete:r aus der Ukraine ein Bankkonto in Deutschland eröffnen?

Sie können in den meisten Banken ein sogenanntes “Basiskonto” eröffnen. Damit können Sie Geld einzahlen und abheben, Überweisungen durchführen, Lastschriften ausführen und Daueraufträge einrichten. Je nach Bank variieren die Gebühren für Basiskonten. Für die Eröffnung brauchen Sie nur einen Identitätsnachweis – etwa Ihren Reisepass. Möchten Sie ein reguläres Girokonto eröffnen, sind je nach Bank weitere Unterlagen notwendig. Bitte beachten Sie, dass eine Einzahlung in Hrywnja auf deutschen Konten derzeit nicht möglich ist.

Ich bin Geflüchtete:r aus der Ukraine und habe einen oder mehrere Hunde. Gelten in Deutschland spezielle Regelungen für Hunde? Und gelten für Hundebesitzer:innen aus der Ukraine die gleichen Regeln wie für Deutsche Hundebesitzer:innen?

Jeder Hund muss innerhalb eines Monats nach der Anschaffung oder dem Zuzug nach Berlin angemeldet werden. Das gilt auch für Hunde von ukrainischen Geflüchteten. Die steuerliche Anmeldung eines Hundes erfolgt bei der Hundesteuerstelle des für den Halter bzw. Halterin zuständigen Wohnsitzfinanzamtes. Nach der Anmeldung händigt das Finanzamt die Hundesteuermarke aus.

Ukrainische Geflüchtete können hinsichtlich der Hundehaltung eine Befreiung von der Hundesteuer bei dem für Sie zuständigen Finanzamt beantragen: Werden Hilfen zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel des SGB XII bzw. Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bezogen, ist das Halten eines Hundes von der Hundesteuer befreit (§ 5 Absatz 1 Nr. 6 Hundesteuergesetz). Hierfür ist es erforderlich, dass die Betroffenen einen Antrag auf Steuerbefreiung bei dem für sie zuständigen Finanzamt stellen.

Neben der steuerlichen Anmeldung eines Hundes müssen Hunde im sogenannten Hunderegister eingetragen werden. Darüber hinaus ist für Hunde, die als besonders gefährlich eingestuft werden, eine gesonderte Anmeldung erforderlich.

Hilfreiche Links (ausschließlich in deutscher Sprache):

Hunderegister: https://service.berlin.de/dienstleistung/330785/
Steuerliche Anmeldung eines Hundes: https://service.berlin.de/dienstleistung/121494/
Anmeldung gefährlicher Hund: https://service.berlin.de/dienstleistung/326263/

Für Helfende

Ich möchte aus der Ukraine geflüchtete Menschen unterstützen. Was kann ich tun?

Wir erleben gerade eine großartige Welle der Unterstützung und Hilfsbereitschaft. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Im Moment ist das Wichtigste eine Unterkunft für die erste Zeit. Wenn Sie ein Zimmer oder ein Bett für Geflüchtete aus der Ukraine anbieten wollen, können Sie sich auf einer der privaten Unterkunftsplattformen registrieren, zum Beispiel unter www.unterkunft-ukraine.de.

Auch mit Sach- und Geldspenden können Sie ukrainischen Kriegsgeflüchteten und Menschen in der Ukraine beistehen. Sie finden alle wichtigen Informationen hierzu unter www.berlin.de/ukraine/helfen/.

Darüber hinaus können Sie sich hier als freiwillige:r Helfer:in registrieren, um Unterkünfte und andere Einrichtungen, die ehrenamtliche Hilfe brauchen, zu unterstützen: www.volunteer-planner.org

Wo kann ich Sachspenden abgeben?

Das Berliner Ankunftszentrum kann aktuell keine Sachspenden mehr annehmen.
Das zentrale Logistikzentrum für Spenden für die Menschen in und aus der Ukraine ist Hangar 1 im ehemaligen Flughafen Tempelhof.

Dort können Sie Ihre Sachspenden abgeben oder bei der Organisation mithelfen. Bitte informieren Sie sich vorher unter www.spenden-bruecke.de.

Unterstützt mich der Staat bei den Kosten, die mir durch die Beherbergung von Geflüchteten entstehen?

Wenn Sie Menschen aus der Ukraine bei sich aufgenommen haben, können Sie über den Weg einer vertraglich vereinbarten Vermietung bzw. Untervermietung die Übernahme von Wohnkosten erwirken. Ihre Mieter:innen können sich die daraus resultierenden Wohnkosten vom Sozialamt – bzw. ab dem 1. Juni 2022 dem Jobcenter – erstatten lassen. Damit die Kosten für Ihre Unterkunft übernommen werden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Sie müssen einen Miet- oder Untermietvertrag schließen.
  • Zusätzlich darf die Miete bestimmte Höchstgrenzen nicht überschreiten und
  • die Wohnung muss je nach Anzahl der Bewohner:innen bestimmte Mindestgrößen einhalten.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier: https://www.berlin.de/sen/soziales/soziale-sicherung/grundsicherung-fuer-arbeitssuchende-hartz-iv/kosten-der-unterkunft/

In jedem Fall sollten Sie rechtzeitig vor Abschluss eines Untermietvertrages mit dem zuständigen Amt klären, ob bzw. bis zu welcher Höhe die Kosten der Unterkunft übernommen werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich für Wohnungsgeber:innen, etwaige steuerliche Folgen einer solchen Untervermietung ebenfalls bereits vor Abschluss des Mietvertrages rechtzeitig zu prüfen. Bitte denken Sie außerdem daran, dass Sie für eine Untervermietung die Erlaubnis Ihre:r Vermieter:in benötigen.

Was passiert, wenn ich die Beherbergung von Geflüchteten nicht fortführen kann?

Stellen Sie fest, dass die Belastung ein für Sie vertretbares Maß überschreitet oder ist Ihr vordefinierter Zeitraum für die Beherbergung abgelaufen, so entsteht eine emotional schwierige Situation für alle Beteiligten. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Menschen, die Sie bei sich aufgenommen haben, noch keine neue oder dauerhafte Bleibe gefunden haben. Suchen Sie in diesem Fall eine klare Kommunikation und teilen Sie einen verbindlichen Auszugstermin mit. Zögern Sie in dieser schwierigen Situation nicht, vorab für das Gespräch Hilfe zu beanspruchen – etwa unter der Telefon-Hotline für ehrenamtlich Helfende 030 403 665 888 oder bei den folgenden Organisationen:

Ich möchte Geflüchteten aus der Ukraine helfen, was muss ich steuerlich beachten?

Das kommt einerseits auf die Art der Hilfe und andererseits ist dies davon abhängig, ob sie dies als Privatperson tun oder als Unternehmen tun möchten.

Umfangreiche Informationen zu steuerlichen Fragestellungen enthält ein spezielles FAQ (ausschließlich in deutscher Sprache) der Senatsverwaltung für Finanzen

Weitere Fragen

Ihre Frage wird in den FAQ nicht beantwortet?

Für Fragen, die nicht bereits in unseren FAQ beantwortet werden, haben wir telefonische Hotlines geschaltet. Diese sind wie folgt erreichbar:

Allgemeine Ukraine-Hotline:
Die zentrale Servicerufnummer ist von Montag bis Sonntag von 7 bis 18 Uhr unter +49 30 90 127 127 zu erreichen. Sie erhalten derzeit Auskünfte in Ukrainisch, Russisch, Deutsch und Englisch.

Hotline des Landesamtes für Einwanderung (LEA):
Am Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 09:00 bis 15:00 Uhr und am Mittwoch und Freitag zwischen 9:00 bis 12:00 Uhr unter den Telefonnummern 90269-4407 und 90269-4408.

Gern können Sie sich auch per E-Mail an den Beratungsservice des Landesamtes für Einwanderung unter beratung@lea.berlin.de wenden.

Weiterführende Informationen