Kiez

Kiez

Der eigene Kiez bedeutet für Berliner Heimat. So bezeichnet man das eigene Wohngebiet, quasi ein Dorf in der Stadt.

Prenzlauer Berg - Kollwitzkiez

© Franziska Delenk

Der Kollwitzkiez im Ortsteil Prenzlauer Berg.

Im Kiez kennt man die Nachbarn und es gibt alles, was man im Alltag benötigt. Mit Kneipen, Spätis und anderen Läden ist die Nahversorgung üblicherweise gesichert. Deshalb müssen sich viele Berliner den Vorwurf anhören, nicht aus ihrem Kiez herauszukommen - wozu auch? Besonders oft haben sich in noch vorhandenen Altbauvierteln Kieze entwickelt bzw. erhalten.

Von der Fischersiedlung zum Qualitätsmerkmal

Im Mittelalter nannte man bestimmte Ansiedlungen, zum Beispiel Fischersiedlungen, "Kietz". Im südöstlichen Ortsteil Köpenick hat sich dieses Wort bis heute als Straßenname erhalten. Bekannte Kieze sind unter anderem der Bergmannkiez und der Graefekiez in Kreuzberg, der Reuterkiez in Neukölln oder der Helmholtzkiez im Prenzlauer Berg. Um eine Wohngegend besser erscheinen zu lassen, werden heute vor allem von Immobilienunternehmen sogar neue Kieze erdichtet.
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Aktualisierung: 28. November 2017