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Foodsharing

Foodsharing-Initiativen und Projekte wie Fairteiler kämpfen in Berlin und anderswo gegen die alltägliche Verschwendung von Lebensmitteln.
Foodsharing
Einer von vielen Fairteilern in Berlin. © dpa

Ziel von Foodsharing ist es, überschüssige Lebensmittel vor dem Abfall zu retten, zu verteilen und so ein Zeichen gegen die alltägliche Verschwendung dieses kostbaren Guts zu setzen.

Das Prinzip ist einfach: Händler, Produzenten und Privatpersonen bieten kostenlos Lebensmittel zur Abholung an, die sonst weggeworfen würden - etwa, weil sie das Verfallsdatum erreicht haben oder mehr eingekauft wurde als verbraucht werden kann.

Überschüssiges Obst, Gemüse und Brot, aber auch Milchprodukte und Süßigkeiten können bei teilnehmenden Einrichtungen, öffentlichen Kühlschränken oder direkt beim Anbieter zu Hause abgeholt werden. Koordiniert werden die Foodsharing-Angebote über Internetplattformen und engagierte Lebensmittelretter in den Kiezen.

Fairteiler

Fairteiler sind öffentliche Kühlschränke an frei zugänglichen Orten und in Geschäften. In die Fairteiler kann jeder Lebensmittel legen, die noch gut sind oder Lebensmittel entnehmen, die andere gerettet haben. Schnell verderbliche Produkte (wie etwa Hackfleisch), verarbeitete sowie abgelaufene Lebensmittel dürfen nicht hinein. Die Kühlschränke sind je nach Standort Tag und Nacht bzw. zu den geltenden Geschäftszeiten geöffnet. Um die Hygiene zu gewährleisten, werden die Fairteiler regelmäßig von Freiwilligen gesäubert. Ist der Kühlschrank dreckig, darf jeder gerne auch selbst Hand anlegen: An vielen Fairteilern stehen Wischeimer und Putzlappen bereit. Die Fairteiler sind ein Projekt der Foodsharing-Initiative.

Foodsharing-Initiative

Foodsharing e.V. ist eine Initiative, die Foodsaver und Lebensmittelbetriebe zusammenbringt. Über eine Internetplattform koordiniert sie das Zusammenspiel zwischen beiden Parteien und bewahrt so Lebensmittel aller Art vor der Tonne. Tausende Freiwillige retten täglich um die 10.000 Kilo Lebensmittel von Bäckereien, Supermärkten und Lebensmittelbetrieben und verteilen sie. Die Profiteure sind Bedürftige und Mitglieder der Community. Wer sich auf der Website der Foodsharing-Initiative anmeldet, kann dort Lebensmittel anbieten oder von anderen über sogenannte Essenskörbe annehmen.

Mundraub.org

Foodsharing der etwas anderen Art ermöglicht die Plattform Mundraub.org. Die Initiative dahinter stellt eine digitale Landkarte zur Verfügung, die die Standorte von Obstbäumen, Nusssträuchern und Kräutern im öffentlichen Raum abbildet. Tausende Menschen nutzen die Plattform bereits, um Fundorte miteinander zu teilen sowie Erfahrungen und Rezepte auszutauschen. Allein im Raum Berlin sind über 2000 Fundstellen vermerkt. Viele sind überrascht, dass gleich nebenan Birnen, Kirschen, Äpfel, Brombeeren und Haselnüsse schwer von den Bäumen hängen und völlig legal geerntet werden dürfen. Auch wer einfach nur naschen will, kann sich direkt vor Ort ungeniert den Bauch vollschlagen - aber besser nicht mit den Himbeeren direkt neben der Hauptstraße.
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Quelle: hai/jbo/Berlin.de
Aktualisierung: 30. März 2017

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