Parken in Berlin

Parken in Berlin

Heiß begehrt und oft teuer: Parkplätze sind in Berlin schwer zu finden. Besonders in der City wird das Abstellen des Fahrzeugs zur kostspieligen Angelegenheit.

Schilderwald auf dem Parkplatz

© dpa

Parkraumbewirtschaftung in Berlin

In Teilen der Berliner Innenstadt und im Zentrum von Spandau setzt das Land Berlin auf Parkraumbewirtschaftung. Das bedeutet, dass das Parken im öffentlichen Straßenraum - also am Straßenrand oder auf anderen zum Parken freigegebenen Flächen - in den entsprechend gekennzeichneten Bereichen gebührenpflichtig ist. Im Berliner Stadtgebiet gibt es derzeit 44 Parkzonen (Stand: November 2018). Zuständig ist der Bezirk, in dem sich die Parkzone befindet.

Parkschein ziehen und ins Auto legen

Wer sein Fahrzeug in einer Parkzone abstellt, muss einen Parkschein am Parkscheinautomaten ziehen. Die Automaten akzeptieren Münzen. Die Bezahlung per Handy ist in vielen Fällen ebenfalls möglich. Dafür ist jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich, je nach Anbieter können hierbei zusätzliche Gebühren anfallen. Je nach Zone können 25 oder 75 Cent für fünfzehn Minuten, ein oder zwei Euro pro Stunde oder ein anderer Betrag fällig werden. Das gezogene Ticket muss von außen gut sichtbar im Auto platziert werden.

Parkhäuser in Berlin

Ähnliche Preise wie in den Parkzonen gelten auch in vielen Parkhäusern der Stadt, einige bieten günstige Tagespauschalen an. Die Parkhäuser befinden sich vor allem in stark frequentierten Bereichen wie etwa in der Nähe von Bahnhöfen, an Shoppingcentern und Kaufhäusern oder großen, touristisch interessanten Plätzen und Sehenswürdigkeiten. Viele von ihnen sind Tiefgaragen. Einige Hotels bieten ebenfalls gebührenpflichtige Stellplätze an.

Anwohnerparkausweis beantragen

Menschen mit Wohnsitz in Berlin, deren Haus oder Wohnung sich in einer Parkzone befindet, können einen Bewohnerparkausweis bekommen. Der Ausweis wird beim zuständigen Bezirksamt beantragt. Er ermöglicht gebührenfreies Parken in der Parkzone, in der der Fahrzeughalter gemeldet ist und gilt für maximal zwei Jahre. Die Verwaltungsgebühr beträgt derzeit 20,40 Euro für den genannten Zeitraum (Stand: November 2018). Gästevignetten können tage- oder wochenweise beantragt werden.

Park & Ride in Berlin

Das Park-&-Ride-Prinzip soll die Innenstadt vom Pendlerverkehr entlasten. Am Berliner Stadtrand gibt es daher an vielen Regional-, S-Bahn- und U-Bahnstationen speziell gekennzeichnete Parkplätze. Von dort können Autofahrer direkt in die Bahn umsteigen und sich die Fahr und die Parkplatzsuche in der Innenstadt ersparen. Die Nutzung der P&R-Anlagen ist kostenlos.

Auto abgeschleppt?

Steht das Auto nicht mehr dort, wo es abgestellt wurde, rufen Autofahrer bei der Polizei an. Unter der Telefonnummer (030) 4664709800 erteilt die Auskunfts- und Fahndungsstelle Auskünfte zu umgesetzten - also abgeschleppten und an einem anderen Standort abgestellten - Fahrzeugen. Die Umsetzkosten werden von den Falschparkern in der Bußgeldstelle eingezogen. Die Gebühren betragen je nach Art der Umsetzung, Fahrzeug und Auftraggeber zwischen 44 und 369 Euro (Stand: November 2018). Nicht nur das Ordnungsamt lässt abschleppen, sondern auch die Polizei selbst und die BVG. Auch Leerfahrten müssen bezahlt werden.

Informationen des Landes zum Thema Parken in Berlin

Die zuständigen Behörden des Landes Berlin stellen auf ihren Seiten umfassende Informationen zum Thema Parken in Berlin zur Verfügung:

Aktualisierung: Donnerstag, 15. November 2018 14:07 Uhr