350. Mietvertrag für Housing First unterschrieben. Erfolgreiches Projekt im Kampf gegen Wohnungslosigkeit wird mit spezieller Ausrichtung fortgesetzt
Pressemitteilung vom 16.09.2026
Die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung teilt mit:
Am 9. September wurde durch das Projekt Housing First Queer der insgesamt 350. Mietvertrag der Berliner Housing-First-Projekte vermittelt. Damit haben seit Beginn im Jahr 2018 mehr als 420 Menschen ein eigenes Zuhause bekommen und somit die Chance, wieder selbstbestimmt zu leben. Das Land Berlin finanziert mit Housing First besonders vulnerable wohnungs- und obdachlose Menschen auf ihrem Weg in eine eigene Wohnung; und das mit großem Erfolg: Über 90 Prozent der Menschen bleiben langfristig in ihrer Wohnung.
Senatorin Cansel Kiziltepe: „Housing First, das heißt: zuerst eine Wohnung. Was so einfach klingt, ist intensive Arbeit mit Menschen und zugleich eine Berliner Erfolgsgeschichte. 350 Mietverträge bedeuten 350 Haushalte, die die Chance erhalten haben, wieder selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung zu leben. Jedes Schicksal zeigt, dass es sich lohnt, Housing First weiter zu unterstützen und als wichtigen Beitrag bei der Bekämpfung der Obdachlosigkeit auszubauen. Mein großer Dank gilt den sechs Projekten und den engagierten Mitarbeitenden, genauso wie den Vermietenden, die Wohnraum zur Verfügung stellen. Diesen erfolgreichen Weg wollen wir weitergehen.“
Housing First setzt dort an, wo klassische Hilfsangebote den betroffenen Menschen oftmals nicht mehr erreichen. Das Prinzip ist ebenso einfach wie konsequent: zuerst eine Wohnung. Weg von der Straße. Ohne Vorbedingungen erhalten wohnungslose Menschen die Chance auf einen unbefristeten Mietvertrag. Beratung und Unterstützung richten sich nach ihren Bedürfnissen.
Sechs Housing-First-Projekte in Berlin unterstützen Menschen aus unterschiedlichen Zielgruppen: Frauen, queere Menschen, Familien und EU-Bürger sowie Menschen mit chronischen, psychischen oder Suchterkrankungen.
Housing First ist heute ein fester Bestandteil der Berliner Wohnungsnotfallhilfe. Mehr als 30 Millionen Euro stellt das Land Berlin 2026 insgesamt für Maßnahmen der Wohnungsnotfallhilfe bereit. Trotz der angespannten Haushaltslage konnten Kürzungen bei den Housing-First-Projekten vermieden werden. Perspektivisch arbeitet die Senatsverwaltung daran, Housing First aus der bisherigen Zuwendungsfinanzierung in eine verlässliche Regelfinanzierung zu überführen. 350 Mietverträge sind ein großer Erfolg und zugleich ein Auftrag: Noch mehr wohnungslose Menschen sollen die Chance erhalten, ein sicheres Zuhause zu bekommen.