Berlins erstes Black Communities Center startet mit einer Auftaktveranstaltung zur zweiten UN-Dekade für Menschen mit afrikanischer Herkunft

Pressemitteilung vom 06.05.2026

Senatorin Cansel Kızıltepe hat am 6. Mai in Berlin das erste Black Communities Center (CUZ Community Zentrum für Schwarze, afrikanische und afrodiasporische Menschen) eröffnet. Das dreistöckige Gebäude im Ortsteil Wedding wird der Verein Each One Teach One e.V. (EOTO) betreiben. Die Kosten liegen bei 10,5 Millionen Euro und wurden aus Mitteln des Landes Berlin, des Bundes und der Lotto Stiftung Berlin finanziert.
Das Community Zentrum in Berlin ist ein deutschlandweit einmaliger Ort für Austausch, Integration und Kompetenzerwerb für Schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft. Es wird einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Berlins und mit aktuellen Formen von Rassismus leisten.
In dem Gebäude sind Veranstaltungen geplant, eine Bibliothek sowie Vereins- und Beratungsräume. Ziel ist es, Schwarze Perspektiven stärker in den öffentlichen Diskurs einzubringen und gleichzeitig einen geschützten Raum zu schaffen.

Senatorin Cansel Kızıltepe: „Mit dem Community Zentrum entsteht ein einzigartiger Ort für Begegnungen, Austausch, Beratungen und Bildungsangebote, die sich an die gesamte Schwarze Community in unserer Stadt richtet. Dieser Ort wird eine besondere Strahlkraft haben und ich bin überzeug davon, dass wir als Gesellschaft davon profitieren werden.“

Nadja Ofuatey-Alazard, Co-Geschäftsführung und künstlerische Leitung Each One Teach One e.V./EOTO: „Mit dem Ankauf des Gebäudes im November 2025 wurde ein erster historischer Meilenstein für das zukünftige CUZ Community Zentrum gesetzt. Nun gehen über die kommenden Jahre bauliche Maßnahmen und community-basierte Beteiligungsprozesse Hand in Hand, ehe das CUZ Community Zentrum dann gemeinsam mit allen Netzwerkpartner*innen und beteiligten Förderinstitutionen feierlich eröffnet wird und vollumfänglich in Betrieb genommen werden kann.“

Katja Kinder Geschäftsführung RAA Berlin e.V.: „Politische Verlässlichkeit darf nicht an wechselnde Mehrheiten gebunden sein. Das Land Berlin hat sich bereits im Koalitionsvertrag 2016 klar zur UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft bekannt. Dieses Bekenntnis verpflichtet. Es geht hier nicht um parteipolitische Prioritäten, sondern um grundlegende menschenrechtliche Verantwortung. Ganze Bevölkerungsgruppen dürfen nicht dem Wandel politischer Mehrheiten überlassen werden. Kontinuität, Schutz und strukturelle Anerkennung müssen dauerhaft gewährleistet sein.“

Der Berliner Senat wird die Nutzenden weiterhin unterstützen, das Communtiy Zentrum mit Leben zu füllen. Darum fördert unser Haus den Trägerverein EOTO mit Projektmitteln. Am 6. Mai findet als erste Veranstaltung in den neuen Räumlichkeiten des Zentrums die Auftaktveranstaltung zur zweiten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft statt. Seit dem Jahr 2018 beteiligt sich das Land Berlin an der UN-Dekade. Nach dem Ende der ersten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2015-2024) setzt der Berliner Senat sein Engagement in der zweiten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2025-2034) fort. Unter dem weiterhin gültigen Leitmotiv „Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung“ sollen bestehende Lücken geschlossen, politische Empfehlungen umgesetzt und die strukturellen Ursachen von Diskriminierung adressiert werden.

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