Neuer Name für mehr Wohnraum: Berlin startet den „Geschützten Wohnungsmarkt“ (GWM) für Menschen in Wohnungsnot
Pressemitteilung vom 18.02.2026
Das Berliner Vermittlungsprogramm für Menschen in Wohnungsnot hat einen neuen Namen: Geschützter Wohnungsmarkt Berlin (GWM). Das Programm hieß vorher „Geschütztes Marktsegment“.
Die Umbenennung ist der erste Schritt, um das Angebot verständlicher zu machen und in den kommenden Monaten noch mehr Wohnraum für Menschen in Wohnungsnot zu schaffen, insbesondere auch über private Vermietende.
Der Geschützte Wohnungsmarkt Berlin (GWM) unterstützt Menschen, die von Wohnungslosigkeit direkt bedroht oder bereits betroffen sind. Oft haben diese Menschen aufgrund ihrer schwierigen Lebenssituation auf dem regulären Wohnungsmarkt kaum Chancen, eine Wohnung zu erhalten. Das Land Berlin stellt für diese Menschen mit städtischen und privaten Wohnungsunternehmen Wohnungen bereit.
Seit dem Start 1993 konnten knapp 34.000 Haushalte (Einzelpersonen und Familien) über dieses Programm eine eigene Wohnung erhalten.
Mit einer Kampagne sollen nun noch mehr private Vermietende angesprochen und für das Programm gewonnen werden. Wer über den Geschützten Wohnungsmarkt vermietet, erlebt einen zügigen und unkomplizierten Vermietungsprozess und hat persönliche Ansprechpersonen. Hinzu kommt, dass private Vermietende finanziell abgesichert sind.
Im Frühjahr 2026 startet das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) eine Kampagne, die sich gezielt an private Vermietende richtet. Die Kampagne soll die Vorteile der Vermietung bekannter machen. Weitere Informationen zum GWM finden Interessierte auf der neu gestalteten Webseite: Dort erfahren Menschen in Wohnungsnot, wie sie Unterstützung erhalten können. Vermietende finden Informationen zum Programm und können bei Interesse direkt Wohnraum anbieten.
www.berlin.de/lageso/soziales/geschuetzter-wohnungsmarkt/
Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Sozial, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „Ein neuer Name mit einer klaren Mission: Wir brauchen mehr Wohnungen für Menschen in Wohnungsnot. Seit dem Start im 1993 haben fast 34.000 Haushalte über dieses Programm ein eigenes Zuhause erhalten. Jetzt möchten wir mehr private Vermietende gewinnen. Mein Appell an sie lautet: Es ist ganz einfach, ein sozialer Vermieter oder eine soziale Vermieterin zu sein. Mit Ihrem Engagement setzen Sie ein solidarisches Zeichen und leisten Ihren persönlichen Beitrag zu einem sozialen Wohnungsmarkt. Wir brauchen Sie – und wohnungslose Menschen in unserer Stadt ganz besonders!“
Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales: „Seit 1993 ist das Modell des Geschützten Wohnungsmarktes ein unersetzliches Instrument der Berliner Wohnungsnotfallhilfe. Dahinter steckt das Zusammenspiel einer starken Kooperationsgemeinschaft: Öffentliche Verwaltung, Wohnungsunternehmen und freie Träger der Wohnungslosenhilfe wirken hier Hand in Hand. Es ist ein Erfolgskonzept, das in Deutschland einmalig ist und mit dem wir bisher knapp 34.000 Haushalte mit sicherem Wohnraum versorgen konnten. Die Umbenennung ist ein wichtiger Schritt, um das Programm mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und private Vermieterinnen und Vermieter für uns zu gewinnen. Für sie ist es ein sozialer Beitrag und bietet gegenüber dem freien Wohnungsmarkt viele Vorteile.“