Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen: Senatorin Kiziltepe, BVG-Vorstand Falk und bezirkliche Gleichstellungsbeauftragte setzen ein starkes Zeichen

Pressemitteilung vom 24.11.2025

Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, setzt Berlin ein kraftvolles Signal: In allen Bussen und Straßenbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hängen an diesem Tag Flyer mit dem Aufruf „Berlin sagt Nein zu Gewalt gegen Frauen!“. Auf den etwa 20.000 Flyern stehen Hilfsangebote – anonym, mehrsprachig und rund um die Uhr erreichbar.

Die Botschaft ist eindeutig: Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache – sie geht alle an. Hinter verschlossenen Türen, in Beziehungen, auf der Straße oder im Netz – geschlechtsspezifische Gewalt ist bittere Realität. Fast jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Die Zahlen steigen, die Not wächst. Besonders erschreckend: Rund 80 Prozent der betroffenen Menschen, die Gewalt in der Partnerschaft erleben müssen, sind Frauen.

Gemeinsam mit den bezirklichen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten und der BVG möchten wir die Aufmerksamkeit für dieses Thema erhöhen – und Betroffene unterstützen, Hilfe zu beziehen. Die Flyer in den Farben lila und orange stehen für die internationalen Anti-Gewalt-Bewegung und den Feminismus.

Mit dem Berliner Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention hat die Stadt eine umfassende Strategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt geschaffen. Neu ist: Ein Lenkungsgremium wird künftig die Umsetzung fachlich begleiten – erstmals mit Betroffenen als Expert*innen in eigener Sache. Denn ihre Perspektiven sind unverzichtbar und ihre Stimmen zählen. Außerdem werden in den kommenden Monaten weitere Schutzplätze für Frauen geschaffen, die Gewalt erfahren haben.

Berlin tut schon viel – aber es reicht noch nicht. Deshalb gilt: Wir brauchen alle. Jede und jeden. Für eine Stadt, die hinsieht und handelt. Am 25. November sagt Berlin gemeinsam: Nein zu Gewalt. Ja zu Schutz, Solidarität und Sichtbarkeit.

Senatorin Cansel Kiziltepe: „Gewalt gegen Mädchen und Frauen hat in Berlin keinen Platz – weder zu Hause, noch auf der Straße und auch nicht im digitalen Raum. Mit unserem Landesaktionsplan stärken wir Prävention, sorgen für schnellen Schutz und nehmen Täter konsequent in die Pflicht. Mit der heutigen Aktion machen wir unsere Hilfsangebote stadtweit sichtbar: Wegschauen ist keine Option.“

Henrik Falk, Vorstand BVG: „Gewalt gegen Frauen tolerieren wir nicht! Wir stehen gemeinsam für ein Berlin, das Betroffene schützt und unterstützt. Deshalb sind wir als BVG auch dabei und machen die Kampagne in unseren Fahrzeugen sichtbar. Damit zeigen wir am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen: Hinsehen und helfen geht uns alle an. “

Eva Karpf und Maria Koch, Sprecherinnen der bezirklichen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten: „Geschlechtsspezifische Gewalt betrifft uns alle – Frauen, queere Menschen, Geflüchtete, Menschen mit und ohne Behinderung. Der Kampf gegen Gewalt muss eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein. Deshalb gehört das Thema mitten in unsere Gesellschaft und nicht in den privaten Raum. Gemeinsam mit der BVG machen wir sichtbar: Gewaltschutz fährt mit!“

Bildmaterial vom Flyer und ein Gruppenfoto mit Senatorin Cansel Kiziltepe, Henrik Falk und Eva KIarpf können wir Ihnen zur Verfügung stellen. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt unter pressestelle@senasgiva.berlin.de auf.