Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja bekämpfen: Neue Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus nimmt ihre Arbeit auf

Pressemitteilung vom 18.03.2025

Am 17.März 2025 tritt die neue Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus, Alina Voinea, in der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung ihr Amt an. Alina Voinea wird sich darum kümmern, dass die Anliegen der von Antiziganismus betroffenen Communities in unserer Stadt Gehör finden. Sie wird zudem die Öffentlichkeit für Antiziganismus sensibilisieren.

Die Position der Ansprechperson zu Antiziganismus wurde 2024 öffentlich ausgeschrieben. Eine Auswahlkommission entschied sich im Herbst 2024 im Rahmen eines regulären Besetzungsverfahrens für Frau Voinea aufgrund ihrer hervorragenden Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Antiziganismusprävention.

In den Richtlinien der Regierungspolitik hat sich der Berliner Senat dazu verpflichtet, die Position einer Ansprechperson zu Antiziganismus zu schaffen, um eine stärkere Einbindung und Beachtung der betroffenen Menschen zu gewährleisten. Zu den Aufgaben der Ansprechperson gehört die Mitarbeit in der Bund-Länder-Kommission gegen Antiziganismus und für das Leben von Sinti und Roma, die Entwicklung eines Landeskonzeptes zur Prävention von Antiziganismus sowie die Zusammenarbeit mit dem kürzlich eingesetzten Beirat für Angelegenheiten von Rom*nja und Sinti*zze.

Senatorin Cansel Kızıltepe: „Die Ansprechperson zu Antiziganismus übernimmt eine wichtige Aufgabe und wird uns dabei helfen, Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja in Berlin zu bekämpfen. Noch immer erleben Personen, die diesen Communities angehören, jeden Tag Diskriminierungen: sei es beim Einkaufen, in der Schule, am Arbeitsplatz, beim Amt oder in der Arztpraxis. Wir erleben zurzeit ein Erstarken den Rechtspopulismus und der Berliner Senat steht zu seiner Verantwortung, das demokratische Miteinander und den Zusammenhalt in unserer Stadt zu stärken und von Antiziganismus betroffene Menschen zu schützen. Ich möchte die Menschen, die antiziganistisch diskriminiert werden, ausdrücklich ermutigen, sich mit ihren Anliegen an die neue Ansprechperson zu wenden. Frau Alina Voinea wünsche ich einen guten Start und viel Erfolg in ihrer Arbeit.“

Biographische Daten von Alina Voinea
Alina Voinea (geboren 1987 in Mediaș, Rumänien) ist Kulturwissenschaftlerin und hat an der Babeș-Bolyai-Universität in Cluj-Napoca sowie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) studiert. Anschließend war sie in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung und in der Migrationsberatung tätig. Zuletzt gestaltete sie als Referentin im Studienwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung das Förderprogramm für Studienstipendiat*innen, mit dem Schwerpunkt auf Antiziganismuskritik.

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