3. Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine

Pressemitteilung vom 21.02.2025

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung teilt mit:

Am 24. Februar 2025 jährt sich der völkerrechtswidrige Angriff der Russischen Föderation gegen die Ukraine zum dritten Mal. Der Krieg hat unzählige Menschenleben gefordert, große Teile der Infrastruktur wurden zerstört und über zehn Millionen Menschen sind auf der Flucht, innerhalb der Ukraine und im Ausland. In Deutschland haben bis heute rund 1.2 Mio. Menschen Zuflucht gesucht. Berlin war und ist ein wichtiger Ankunfts- und Transitort für Geflüchtete aus der Ukraine.

Cansel Kızıltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „In den vergangenen Jahren mussten viele Menschen auf der Suche nach Schutz für sich und ihre Familien aus der Ukraine fliehen. Der Senat, die Bezirke, die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft arbeiten eng zusammen, damit sie in unserer Stadt eine neue Heimat finden. Allen Helfenden gebührt meine große Anerkennung und Dank für ihr Engagement. Das Wichtigste jedoch sind die offenen Arme und großen Herzen der Berlinerinnen und Berliner. Dafür bin ich zutiefst dankbar.“

Ankommen und Teilhabe
Mehr als 470.000 Ukrainerinnen und Ukrainer erreichten in den letzten drei Jahren Berlin. Inzwischen leben rund 54.000 ukrainische Geflüchtete mit einer Aufenthaltserlaubnis in der Stadt. Rund 60 Prozent davon sind Mädchen und Frauen, rund 20 Prozent Kinder und Jugendliche.

Das Land und die Bezirke haben gemeinsam mit vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen und zahlreichen freiwillig engagierten Berlinerinnen und Berlinern in den letzten drei Jahren enorm viel geleistet, um die Menschen beim Ankommen zu unterstützen und ihnen den Zugang zu Bildung, Arbeit, Gesundheitsversorgung und Kulturangeboten zu ermöglichen.
Viele ukrainische Kriegsgeflüchtete wurden durch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und die Bezirke untergebracht und versorgt. Der größte Teil der Ankommenden wurde mit großem Engagement von Berlinerinnen und Berlinern privat aufgenommen oder konnte eigenen Wohnraum finden.

Es wurden vielfältige Projekte und Maßnahmen für Geflüchtete aus der Ukraine initiiert und bestehende Berliner Projekte ausgeweitet. Für soziale und partizipative Angebote im Rahmen des Gesamtkonzeptes für Geflüchtete und des Aktionsplans Ukraine wurden in den letzten drei Jahren vom Land Berlin rund 40 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus haben einzelne Senatsverwaltungen weitere eigene finanzielle Mittel für Projekte eingesetzt. Ebenfalls leisteten und leisten die Bezirke einen sehr großen Beitrag für die Integration der Menschen direkt vor Ort.
Absehbar werden auch in der nächsten Zeit Menschen aus der Ukraine in Berlin ankommen, hier leben und Teil der Berliner Gesellschaft werden. Berlin hat gute Ankommens-Strukturen. Diese sollen erweitert, inklusiver ausgerichtet und für alle Neuzugewanderten geöffnet werden.

Arbeit und Ausbildung
Seit dem Kriegsausbruch im Februar 2022 ist die Zahl der Beschäftigten mit ukrainischer Staatsangehörigkeit in Berlin um 13.570 angestiegen, 85 Prozent davon sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Momentan sind 19.900 Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit in Beschäftigung, darunter 17.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Stand November 2024).

Zahlreiche arbeitsmarktpolitische Angebote wurden für Geflüchtete aus der Ukraine geschaffen bzw. ausgebaut; sie decken die ganze Bandbreite von Berufsorientierung über Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung bis hin zu Arbeitsvermittlung ab. Ein besonderer Fokus lag und liegt auf der Begleitung des Job-Turbos, um Geflüchtete schneller an den Arbeitsmarkt anzubinden. Gemeinsam mit Unternehmen, den Wirtschafts- und Sozialpartnern, Migrant*innenselbstorganisationen und Beratungsstellen wurden Veranstaltungen wie die Integrations- und Unternehmensgipfel und Job-Messen durchgeführt.