Palais Podewil

Palais Podewil

Das Palais Podewil in direkter Nähe zur Parochialkirche gehört zu den ältesten erhaltenen Barockbauten in Berlin. Das Palais ist zweite Spielstätte des Grips Theaters.

Palais Podewil

© Berlin.de

Das einstige Podewilssche Palais an der Klosterstraße 68-70 wurde 1701 bis 1704 nach Plänen von Jean de Bodt für Hofrat Rademacher errichtet. 1732 kaufte es Staatsminister Heinrich Graf von Podewils und ließ es mit Stuckdecken und Wandgemälden schmücken. Nach seinem Tod ging das Palais von 1761 bis 1874 durch viele Hände, bis es der Magistrat von Berlin erwarb. Erst war es Sitz des neu gegründeten Märkischen Museums, dann der Wasserwerke und nach 1920 des Bezirksamtes von Mitte.

Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde das Palais bis 1954 wiederaufgebaut. Als Klubhaus umgestaltet, übernahm es die Freie Deutsche Jugend (FDJ), unter deren Leitung es als Haus der jungen Talente zum Zentrum der kulturellen Betätigung für Jugendliche wurde. Nach einem Brand am 20. Februar 1966 wurde das Gebäude bis Oktober 1970 wiederhergestellt. Das Haus der jungen Talente existierte noch bis Juni 1991. Nach Umbauarbeiten erfolgte im Juni 1992 die Neueröffnung unter dem Namen Podewil - ein Kulturzentrum für Musik-, Theater- und Literaturveranstaltungen. Es verfügt über einen Zuschauersaal mit 450 Plätzen. Der Innenhof wird für Freilichtveranstaltungen genutzt.

Informationen

Karte

Adresse
Klosterstr. 68
10179 Berlin
Barrierefrei
Rollstuhlgerechter Zugang, Aufzug vorhanden.
Architekt
Jean de Bodt
Textquelle
Jaron Verlag

Nahverkehr

U-Bahn
Bus

In der Nähe

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| Aktualisierung: 9. November 2017