Waldfriedhof Zehlendorf

Waldfriedhof Zehlendorf

Der Waldfriedhof Zehlendorf hat den Charakter einer lichten Waldlandschaft. Neben Willy Brandt und Ernst Reuter wurden weitere Prominente hier begraben. Auf dem Gelände befindet sich auch der italienische Ehrenfriedhof.

Waldfriedhof Zehlendorf

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Grab des Schauspielers Günter Pfitzmann

Der 1945 eröffnete Waldfriedhof Zehlendorf wurde 1946/47 in ihrem Nordwestteil nach Plänen von Herta Hammerbacher gärtnerisch gestaltet; 1948-54 erfolgte eine Erweiterung durch M. Dietrich. 1953 wurde auf einem großen baumlosen Wiesenrechteck der italienische Ehrenfriedhof mit den Gräbern (Kissenplatten) der teilweise unbekannten in Berlin gefallenen Soldaten und einem hohen Steinkreuz mit Altar angelegt.

Feierhallen Waldfriedhof Zehlendorf

Auf der Aschengemeinschafts-Grabstätte befindet sich ein Kalksteinrelief mit einer lorbeerbekränzten Amphora zwischen einer seitlich kauernden Frau und einem knieenden Mann. Die unterschiedlich großen Feierhallen, vor denen zwei travertinverkleidete hohe Wände als Symbole der Schwelle zwischen Leben und Tod aufgestellt wurden, entstanden 1956/57 nach Entwürfen von Sergius Ruegenberg und Wolf von Möllendorf. Ihre Stirnseiten sind vollständig verglast und leiten mit ihren großen Vorplätzen behutsam in die Natur über.
Waldfriedhof Zehlendorf
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Grab der Regisseurs Ulrich Schamoni

Ein Friedhof wie ein Wald

Der weitläufige Friedhof hat den Charakter einer lichten Waldlandschaft. Die Mehrzahl der nur selten durch Hecken abgegrenzten Reihen- und Einzelgräber besitzen schlichte Grabsteine; mitunter wurde zwischen den Reihengräbern ein Platz freigelassen und bepflanzt, um einen fließenden Übergang von Wald- und Grabflächen zu schaffen.

Prominente Gräber auf dem Waldfriedhof Zehlendorf

Zu den namhaften Persönlichkeiten, die auf dem Waldfriedhof Zehlendorf beigesetzt wurden, zählen unter anderem Willy Brandt, der ehemalige Bundespräsident und Außenminister Walter Scheel, der Komponist Boris Blacher, der Regisseur und Schauspieler Helmut Käutner, die Schauspielerin Hermine Körner, der Regisseur Erwin Piscator, die Politiker Ernst Reuter und Otto Suhr sowie der Architekt Hans Scharoun.

Informationen

Adresse
Potsdamer Chaussee 75
14129 Berlin
Öffnungszeiten
9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

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| Aktualisierung: 7. April 2017