Die Berufswahlkompetenz

Icons für Mappe und Glühbirne symbolisieren Berufswahlkompetenz

Die Berufswahlkompetenz ermöglicht Schüler/-innen, eine wohlbegründete Entscheidung für eine nachschulische Anschlussperspektive zu treffen und diese zu realisieren.

Unter der Berufswahlkompetenz ist ein Bündel spezifischer kognitiver Fähigkeiten, motivationaler Orientierungen und Handlungsfähigkeiten zu verstehen, die es einer Person ermöglichen, eine wohlbegründete Entscheidung für eine nachschulische Ausbildung zu treffen sowie sich in wiederkehrenden berufsbiografisch relevanten Situationen zu bewähren.

Der Orientierungs- und Handlungsrahmen für das übergreifende Thema Berufliche Orientierung ergänzt den Rahmenlehrplan (RLP) für die Jahrgangsstufen 1-10 Berlin Brandenburg für das Land Berlin. Er präzisiert diesen und gibt Anregungen für den fächerverbindenden und fachbezogenen Unterricht sowie weitere Angebote in Schulen. Außerdem beinhaltet er das Kompetenzmodell für den Erwerb der Berufswahlkompetenz.

Kernkompetenzen für den Erwerb der Berufswahlkompetenz

Grundlage für das Modell ist ein an der Entwicklung von Handlungsfähigkeit orientierter Kompetenzansatz. Die zentrale Kompetenz im Rahmen der Beruflichen Orientierung ist die Berufswahlkompetenz einer Persönlichkeit, die über Ressourcen verfügt, selbstbestimmt und verantwortungsvoll Entscheidungen zu eigenen Ausbildungs- und Studienoptionen zu treffen, diese aktiv umsetzt und im Prozess des lebenslangen Lernens reflektiert.

Die Berufswahlkompetenz steht in einem engen, wechselseitigen Zusammenhang mit den sich ergänzenden und teils überschneidenden drei Kompetenzbereichen: Mit Wissen umgehen, Motivation aufbauen und halten sowie Entscheiden und Handeln. Diese drei Kompetenzbereiche lassen sich jeweils nach drei Kernkompetenzen differenzieren.

Modell für den Erwerb der Berufswahlkompetenz

Entsprechend der Systematik des Rahmenlehrplans werden die Kernkompetenzen in Niveaustufen durch operationalisierte Standards unterlegt. Für den OHR Berufs- und Studienorientierung wurden den Niveaustufen C und D die Phasen Offenheit und Einstimmung des in der einschlägigen Literatur beschriebenen Modells von Driesel-Lange zugeordnet. Für die Niveaustufen E–H ergibt sich eine Passung mit den Phasen Erkundung, Entscheidung und Realisierung.