1. Beim Carl Bechstein Wettbewerb habt ihr in der Altersgruppe IV in der Kategorie „Duo Streichinstrument und Klavier“ teilgenommen und seid mit dem Bärenreiter Sonderpreis ausgezeichnet worden. Herzlichen Glückwunsch! Seit wann macht ihr gemeinsam Musik und habt ihr bereits bei anderen Wettbewerben in dieser Besetzung teilgenommen?
Wir haben im Herbst 2023 angefangen als Duo zu spielen, in Vorbereitung auf „Jugend musiziert“ 2024. Dort haben wir im Bundeswettbewerb einen dritten Preis erreicht. Wir haben auch 2025 gemeinsam an „Jugend musiziert“ teilgenommen, da allerdings im Trio mit Emma Kölmel (Violinklasse Tassilo Kaiser) zusammen.
2. Für die Besetzung Violoncello und Klavier gibt es wunderbare kammermusikalische Werke! Welches Werk für diese Besetzung findet ihr besonders schön und warum?
Besonders gerne mögen wir die Variationen über ein slowakisches Thema von
Bohuslav Martinu, die wir auch beim Carl Bechstein Wettbewerb gespielt haben. Martinus Variationen mögen wir, weil sie sehr vielfältig sind. Wir haben uns zu allen Variationen kleine Geschichten überlegt: So stellen wir uns bei der ersten Variation beispielsweise ein kleines Kind vor, das am Anfang vergnügt spielt und dann gebeten wird aufzuräumen, woraufhin es wütend wird und allerlei Streiche spielt und Unordnung verbreitet. Am Ende hat es sich wieder beruhigt und entschuldigt sich bei seinen Eltern.
Die zweite Variation handelt dann von einem Seeabenteuer, das von einem heftigen Sturm unterbrochen wird, welcher auch einige der Seeleute mit sich nimmt. Abgeschlagen kommt es in seinem Zielhafen an. Nachdem alle sich weitestgehend von den erlebten Schrecken erholt haben, legt das Schiff wieder ab und segelt dem Sonnenuntergang entgegen.
Die dritte Variation beginnt mit einer Lawine. Nachdem sich der Radau gelegt hat, trauen sich die Bewohner der Gegend wieder aus ihren Verstecken. Unter ihnen auch ein kleiner Schneehase, welcher sich auf den Weg zu seinem Futterplatz macht. Zu seinem Erschrecken muss er feststellen, dass dieser von der Lawine vollkommen verschüttet worden ist. Innerlich ganz stumpf macht er sich auf den Weg einen neuen Futterplatz zu finden und verschwindet aus dem Sichtfeld.
3. Plant ihr, auch weiterhin als Duo gemeinsam zu musizieren? Falls ja, welche Werke würdet ihr gerne als nächstes mit euren Lehrkräften erarbeiten und was macht für euch das Spielen in kammermusikalischen Zusammenhängen so wertvoll?
Wir wollen gerne weiterhin gemeinsam musizieren, haben allerdings noch nichts Konkretes geplant. Bezüglich neuer Stücke sind wir sehr offen und haben bisher keine Wünsche.
Das Schöne am gemeinsamen Musizieren in Form von Kammermusik ist vor allem, dass es sehr großen Spaß macht. Zusätzlich lernt man tolle neue Menschen kennen, hat durch (im Duo) zwei Instrumente vielfältigere Ausdrucksmöglichkeiten und lernt, ähnlich wie im Orchester, einander zuzuhören.