Additive Fertigung ist eine der Schlüsseltechnologien moderner Produktion, die die Flexibilität und Effizienz von vielen industriellen Unternehmen erhöht. Deutschland ist Erfinder und Pionier des Additive Manufacturing (AM), dem sogenannten 3D-Druck. Direkt aus den CAD-Daten, ermöglicht AM die Herstellung komplexer Bauteile mit einer noch nie dagewesenen Designflexibilität, schnelles Prototyping und eine kosteneffiziente Produktion komplexer und kundenspezifischer Komponenten. AM gilt damit als Schlüsseltechnologie für die ressourcenschonende und effiziente Herstellung der Komponenten der Zukunft. Es lassen sich Bauteile aus verschiedensten Materialien von Metall über Keramik bis hin zu vielen Kunststoffen mit deutlich reduziertem Materialeinsatz und besseren Eigenschaften herstellen. Gleichzeitig ermöglicht AM lokale und resiliente Lieferketten. Die Anwendungen sind somit vielfältig und stetig wachsend, von patientenindividuellen Implantaten in der Medizin über Prototypen,
Ersatzteile oder High-Performance Komponenten in der Automobilindustrie bis hin zu optimal gekühlten Werkzeugen für den taktzeitoptimierten Kunststoffspritzguss oder die Blechumformung. Neben diesen signifikanten Performancesteigerungen in klassischen Anwendungen nutzen Branchen wie der Turbinenbau AM als Enabler für die Verbrennung von grünem Wasserstoff oder die Chemiebranche für die Realisierung ganz neuer, hocheffizienter Reaktoren.
Die Additive Fertigung leistet somit einen wichtigen Beitrag für die digitale, automatisierte Produktion der Zukunft mit minimalen Rohstoffeinsatz sowie CO2-Footprint stärkt somit die Resilienz der Industrie. In Berlin wurde das Potenzial dieser innovativen Fertigungsmethoden früh erkannt. Daher ist die Additive Fertigung bereits seit Jahren ein integraler Bestandteil der Industriepolitik und ein Technologieschwerpunkt im Masterplan Industrie Berlin, der die Entwicklungen über diverse Projekte, u.a. alle Anstrengungen rund um die AMBER-Initiative, flankiert.