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Der SIBB e.V. ist erneut Partner des Deep Tech Awards

21.04.2022

Logo SIBB und Deep Tech Award

Seit einigen Jahren kann der Deep Tech Award bereits auf die Unterstützung des Branchenverbandes zählen. Was genau die langjährige Partnerschaft bedeutet und welche Vorteile sie für die künftigen Deep Tech Stars 2022 bringt, klären wir im Interview mit Thomas Schröter.

Herr Schröter, wie schön, dass Sie Zeit für dieses Interview gefunden haben.
Mit dem SIBB bringen Sie Entwicklungen innerhalb der Digitalszene voran und fördern dabei den Austausch zwischen verschiedenen Branchen. Dabei agieren Sie vor allem als Bindeglied zwischen der politischen und der wirtschaftlichen Seite. Sie selbst sind seit 2014 Vorstandsvorsitzender des SIBB e.V.

Mann in Anzug lächelt in die Kamera
Thomas Schröter, Vorstandsvorsitzender des SIBB e.V
Bild: SIBB

Der SIBB selbst fördert den Austausch zwischen Expert:innen mittels Foren und Events. Wie wichtig schätzen Sie die Rolle von Netzwerken ein? Warum sollten vor allem Start-ups Zeit für den Ausbau ihres Netzwerkes investieren?

Start-ups werden ja naturgemäß eher von Menschen gegründet, die noch nicht über zehn oder 20 Jahre Berufserfahrung verfügen und insofern sich nicht in einer solchen Zeitspanne große persönliche Kontaktnetzwerke aufbauen konnten. Insofern ist es natürlich völlig klar, dass gerade für Unternehmerinnen und Unternehmer, die vielleicht direkt von der Hochschule in eine Gründung gehen oder mit wenigen Jahren Erfahrung in Firmen dann die Entscheidungen treffen, selbst mit einer tollen Idee eine Gründung zu forcieren, auf das sprichwörtliche Networking angewiesen sind. Nichts regt den eigenen Geist und die eigene Kreativität mehr an, als ein guter Austausch mit einem Menschen oder einem anderen Firmen-Team, bei dem man seinen eigenen Horizont erweitert. Und nur damit ich hier nicht falsch verstanden werde, lassen Sie mich noch klarstellen: Das Netzwerken und das Pflegen von Netzwerken und der Ausbau der eigenen Kontakte ist für Start-ups essentiell, aber natürlich auch für alle schon bestehenden und erfolgreichen Unternehmer:innen. Und mit dem, was wir als SIBB alles auf die Beine stellen, sind wir in Berlin und Brandenburg DIE Top-Adresse, wenn es darum geht, zu netzwerken – im Bereich der digitalen Wirtschaft. Dazu sind alle, die daran Interesse haben, von mir im Namen des gesamten SIBB-Vorstandes und des Teams des Verbandes herzlich und gern eingeladen.

Wie schätzen Sie die Rolle, die das Thema Vernetzung auf digitaler Ebene spielt, ein?

Der absolute Booster, um diesen Begriff zu nutzen, für die intensive Vernetzung, auch auf digitaler Ebene, war und ist natürlich die Corona Pandemie. Ich denke das ist nun auf breiter gesellschaftlicher Ebene „Common Sense“. Wir stehen ja ganz aktuell vor einer unheimlich interessanten Phase, denn nun sind Vernetzungsaktivitäten sprich Veranstaltungen in Präsenz nach und nach ja wieder möglich und werden auch schon durchgeführt und wir alle kommen nun aus rund zwei Jahren Pandemieerfahrung, in der viele Vernetzungsaktivitäten, wenn nicht sogar alle, nur durch die Hilfe digitaler Werkzeuge überhaupt möglich waren.

Ich finde es unheimlich spannend, wie sich das nun entwickeln wird. In welchem Verhältnis werden in den nächsten Monaten Präsenzvernetzungsaktivitäten und Online-Events stehen; bzw. wie vieles wird hybrid, also in einer Eventlocation inklusive Live-Streaming nach außen aufgesetzt? Auch wir beim SIBB, als eine sehr aktive Vernetzungsplattform, haben da keine ganz valide Prognose. Aber wir haben die Erfahrung und die Kompetenzen im Team und mit den vielen Forensprecher:innen der SIBB-Fachforen in den letzten Quartalen aufgebaut und können und werden alle Modi bedienen. Am Ende entscheiden die Kund:innen, also unsere Mitglieder und alle an der Digitalwirtschaft Interessierten in der Region, wie sich der Anteil einer rein digitalen Vernetzung anteilig einpegeln wird. Es ist aber ganz klar ein wenig, wenn Sie mich das Bild im positiven Sinne mit einem Augenzwinkern bemühen lassen, wie Herpes, es wird nie wieder weggehen und in dem Falle, anders als bei Herpes, ist das auch sehr sehr gut so (lacht).

Was hat Sie auch in diesem Jahr dazu bewegt, den Deep Tech Award als Partner zu unterstützen?

Also diese Frage kann ich kurz und bündig beantworten: Der Deep Tech Award ist eine phänomenale – ja ich möchte mittlerweile sagen INSTITUTION, die wir als SIBB gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft im Jahr 2015 ins Leben gerufen haben und insofern ist es für uns überhaupt keine Frage, den Deep Tech Award zu unterstützen. Das liegt uns sehr am Herzen und es ist für die Tech-Szene Berlins ein tolles Aushängeschild.

Worauf dürfen sich die Gewinner:innen des Deep Tech Awards 2022 freuen? Welche Preise erwarten sie dank dieser Partnerschaft?

Nun, zum einen gibt es da natürlich die Preisgelder für die Gewinner:innen in den verschiedenen Kategorien des Awards. Und der Deep Tech Award hat von der Gesamt-Summe der ausgereichten Preisgelder schon eine beachtliche Höhe und wir wissen von Rückmeldungen der verschiedenen Preisträger:innen der früheren Jahre, dass gerade für junge sich am Anfang ihrer Entwicklung befindende Unternehmen eine Summe von € 10.000 absolut hilfreich und willkommen ist.

Abgesehen von dem monetären Aspekt ist natürlich der Effekt, der mit der Auszeichnung als Deep Tech Award-Gewinner:innen einhergeht für die Geschäftsentwicklung des Unternehmens Gold wert. Die Firmen haben damit einen Prädikatsmerkmal, mit dem sie auf Kongressen, auf Messen, in Social Media-Kanälen, im direkten Kund:innenkontakt, sprich in ihrem gesamten Marketingauftritt und in ihren Sales-Aktivitäten, einen weiteren Vorteil auf ihrer Seite haben. Wir achten im Team des SIBB immer sehr darauf, im Nachgang zum Deep Tech Award die Gewinner:innen auch in die Aktivitäten der 13 verschiedenen SIBB-Fachforen, die wir vom SIBB steuern, einzubinden. Das bringt den Gewinner:innen zusätzliche Sichtbarkeit und die Möglichkeit, ihre Produkte und Services vor einem breiten Publikum darzustellen.
Und auch in diesem Jahr werden wir uns einen der Gewinner:innen auswählen, von dem wir besonders überzeugt sind beim SIBB und werden dem Unternehmen ein Jahr lang die Mitgliedschaft im Verband der Digitalwirtschaft kostenfrei einräumen.

Wie groß schätzen Sie das Potenzial, das der Deep Tech Award für Berlin als Zentrum für Deep-Tech bietet?

Beim SIBB unterhalten wir ein eigenes Projekt, das wir DeepTechHub nennen. Allein daran können sie schon ablesen, welches Potential wir in dem als Deep Tech beschriebenen Wirtschaftsbereich in der deutschen Hauptstadt und in der gesamten Region sehen. Das SIBB-Projekt DeepTechHub verbindet den Berliner DeepTech-Sektor mit ausgewählten Ländern in Osteuropa und dem Baltikum. Die Firmen können dabei die Expertise des SIBB im internationalen Bereich zum initialen Aufbau und/oder zur Stärkung der Geschäftsbeziehungen in die ausgewählten Zielregionen nutzen.

Danke für das Gespräch.