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Verwaltungsreform kommt weiter voran
Der Berliner Senat hat ein neues Gesetz zur Bezirksfinanzierung auf den Weg gebracht. Was das für Entlastung und Effizienz in der Verwaltung bedeutet. mehr
Streikende stehen während eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Berlin vor dem Abgeordnetenhaus. (Archivbild)
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Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst müssen die Berliner am Mittwoch mit Einschränkungen oder auch kompletten Schließungen in Kitas, Schulen und Bezirksämtern rechnen.
Aufgerufen dazu hat die Gewerkschaft Verdi. Auch Beschäftigte der Feuerwehr, Polizei und Senatsverwaltungen sollen sich anschließen und an einer großen Demo und Kundgebung in Potsdam teilnehmen, wie Verdi-Sprecher Kalle Kunkel der Deutschen Presse-Agentur sagte. In Brandenburg sind unter anderem die Mitarbeiter der Polizei sowie der Landesministerien und ihrer nachgeordneten Behörden aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.
In den Tarifverhandlungen mit den Ländern fordert Verdi sieben Prozent mehr Geld im Monat, zur Stärkung unterer Lohngruppen aber mindestens ein Plus von 300 Euro. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es ausgeweitete Warnstreiks in etlichen Bundesländern gegeben, auch an Schulen vor allem in Ostdeutschland. In Berlin war zuletzt auch die BVG betroffen, ihre Mitarbeitende sind am Mittwoch aber nicht zum Warnstreik aufgerufen.
Betroffen von den Verhandlungen sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte wird direkt verhandelt. Auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger soll ein Ergebnis nach den Forderungen der Gewerkschaften später in den einzelnen Ländern per Gesetz übertragen werden. Im Rahmen des Streiks zieht am Mittwoch ab 9:30 Uhr in Potsdam eine Demonstration vom Lustgarten zum Verhandlungsort, dem Kongresshotel. Dort findet ab 11:45 Uhr eine Abschlusskundgebung statt.