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Teltower Rübchenfest
Das Rübchenfest feiert die bekannte Teltower Delikatesse, die längst Fans in der Sternegastronomie hat, mit einem großen Markt, Unterhaltungsprogramm und Rübchengerichten. mehr
Bis ins 13. Jahrhundert reichen die Ursprünge der Rübchenstadt Teltow zurück.
Teltow blickt zwar auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück, doch die meisten der historischen Zeugnisse gingen in verheerenden Stadtbränden verloren. Ein Bummel vorbei am restaurierten Rathaus aus über den neu gestalteten historischen Marktplatz bis zum »Ältesten Haus« von 1711 lohnt sich für Geschichtsinteressierte aber allemal: Dort ist das Teltower Heimatmuseum untergebracht. Die Exponate veranschaulichen den Weg von der Ackerbürgerzeit über die Industrialisierung bis zur heutigen Zeit.
Wahrzeichen Teltows ist die St. Andreaskirche am Marktplatz. Ihre Anfänge verlieren sich im Dunkel des Mittelalters. Erbaut aus Feldsteinen, hat sie mehrere Brände erlebt und wurde im Inneren mehrfach verändert. Selbst Karl Friedrich Schinkel war hier tätig – aber auch sein Wirken wurde schließlich ein Raub der Flammen.
Mit dem Bau des Teltowkanals zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt: Viele Industrieunternehmen siedelten sich an. Nach 1989 waren die meisten Betriebe, insbesondere im Elektronikbereich, nicht mehr konkurrenzfähig und mussten schließen. Inzwischen gehört das »Techno-Terrain-Teltow« zu einem der wichtigsten High-Tech-Standorte Brandenburgs.
Die fast 38 km lange Wasserstraße verbindet die Potsdamer Havel mit den süd-östlichen Gewässern von Berlin. Nach fünfjährigen Bauarbeiten wurde der Kanal im Jahr 1906 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Das imposanteste Bauwerk ist die Schleuse Kleinmachnow, die die Schiffe 2,82 m hinauf- und hinabbefördert. Ursprünglich besaß der Teltowkanal eine elektrisch betriebene Treidelbahn mit 20 Lokomotiven. Diese Bahn diente als Vorbild eines ähnlichen System: beim Bau des Panama-Kanals. Inzwischen sind auf dem ehemaligen Gleisbett schöne Spazierwege entstanden.
Seit 1715 machte sich Teltow einen Namen mit dem Anbau einer zarten weißen Wurzel: dem Teltower Rübchen, das auf sandigem Boden hervorragend gedeiht. Erntezeit ist im Frühherbst. In Weimar freute sich Goethe auf die jährliche Lieferung und in Rom der Papst. Friedrich der Große attestierte dem Gemüse einen »aromatisch feinen Geschmack«. Das Teltower Rübchen ist ein heimatverbundenes Gewächs: auf Luft- und Bodenveränderung reagiert es derart empfindlich, dass es sowohl Form und Farbe als auch den Geschmack ändert. Alljährlich findet im September das »Teltower Rübchenfest« mit ländlichem Markttreiben statt.
Ein Herz für Tiere hat man im Vogelpark Teltow. Für Kinder gibt es viel zu entdecken. Hier leben Papageien, Kakadus und andere gefiederte Bewohner, aber auch Ziegen, Schafe, Affen, Hasen, Rehe, Meerschweinchen und weitere Vierbeiner – insgesamt über 300 Tiere. Die Kleinen können auf dem Pony oder dem Esel reiten oder in der Riesenbuddelkiste spielen. An Wochenenden und Festtagen gibt es am Abend Lagerfeuer und Leckereien vom Grill.
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Diese Informationen entstammen dem Ausflugsflyer "Teltow" der S-Bahn Berlin. Die Ausflugstipps sind Bestandteil der S-Bahn-Ausflugsflyer (Erstellung durch Kontur GbR). Die S-Bahn-Ausflugsflyer sind in allen S-Bahn-Kundenzentren kostenlos erhältlich.
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