«Textilhafen» eröffnet in Prenzlauer Berg

«Textilhafen» eröffnet in Prenzlauer Berg

Mehr als zehn Tonnen Kleiderspenden bekommt die Berliner Stadtmission jede Woche - künftig sollen überzählige Textilien effektiver in der Region genutzt werden.

  • Textilhafen© dpa
    Besucherinnen begutachten die Kleidung in den Regalen beim Textilhafen des Integrationsunternehmens Komm&Sieh der Berliner Stadtmission. Der Textilhafen ist ein neuer Ort neben Kiezläden und Kleiderkammer um den Textilkreislauf zu schließen.
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    Eine Mitarbeiterin zeigt während eines Workshops im Textilhafen des Integrationsunternehmens Komm&Sieh der Berliner Stadtmission, wie man aus alten T-Shirts neue Kleidung herstellt. Der Textilhafen ist ein neuer Ort neben Kiezläden und Kleiderkammer um den Textilkreislauf zu schließen.
  • Textilhafen© dpa
    Tau Pibernat (l), Kunststudentin, zeigt interessierten Besucherin im Textilhafen des Integrationsunternehmens Komm&Sieh der Berliner Stadtmission die Funktionsweise eines Webstuhls. Der Textilhafen ist ein neuer Ort neben Kiezläden und Kleiderkammer um den Textilkreislauf zu schließen.
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    Besucherinnen und Besucher suchen in Regalen voller Second Hand-Kleidung des Textilhafen des Integrationsunternehmens Komm&Sieh der Berliner Stadtmission nach etwas passendem. Der Textilhafen ist ein neuer Ort neben Kiezläden und Kleiderkammer um den Textilkreislauf zu schließen.
  • Kleidung, Schuhe und Taschen© dpa
    Kleidung, Schuhe und Taschen liegen im Textilhafen in einem Regal.
Am Mittwoch (05. Juni 2019) ist dazu in der Storkower Straße ein Experimentier- und Bildungsort mit Nähmaschinen und Webstuhl eröffnet worden. Im sogenannten «Textilhafen» soll etwa aus alten Jeans und T-Shirts Neues entstehen.

Second-Hand-Shop und Upcycling Lab

Die Einrichtung stehe jedermann offen, sagte Ana Lichtwer vom gemeinnützigen Tochterunternehmen der Stadtmission, Komm & Sieh. Man könne etwa Einblicke in das Sortieren der Spenden bekommen und Second-Hand-Kleidung für einen Euro pro Stück kaufen. Designer, die aus alten Stoffen neue Produkte anfertigen, könnten ebenfalls Materialien erwerben. In den Räumen soll es auch Workshops etwa zum Aufpeppen gebrauchter Klamotten geben.

80 Prozent der Spenden bestehen aus Frauenmode

Laut Stadtmission ist nur ein kleiner Teil der gespendeten Kleidung für die Ausgabe an Bedürftige geeignet, zum Beispiel weil etwa 80 Prozent davon Frauenmode ist. Einen Teil der übrigen Spenden verkauft Komm & Sieh in Kiezläden, der Erlös fließt laut Angaben in soziale Projekte. Reste seien bisher an Verwerter gegangen, sagte Lichtwer. Mit dem «Textilhafen» wolle man auch auf das gesellschaftliche Problem hinweisen und zeigen, wie viel Arbeit in Klamotten stecke.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 5. Juni 2019