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Zusammenfassung
Sie erhalten eine Solaranlage vor allem beim Elektrohandwerk, beim Dachdeckerhandwerk oder bei SHK-Betrieben, wobei Letztere vor allem auf Solarthermie spezialisiert sind.
Der Begriff „Solarteur:in“ ist keine festgelegte Berufsbezeichnung und kann grundsätzlich frei genutzt werden. Allerdings nutzen ihn viele Unternehmen gar nicht in ihrer Selbstdarstellung, obwohl sie gute Solaranlagen bauen. Das kann einfach daran liegen, dass sie sich in ihrem „eigentlichen“ Gewerk verorten wollen.
Stellen Sie sicher, dass die Angebote möglichst alle erforderlichen Leistungen enthalten! Vor allem Zusatzleistungen können sich als Segen erweisen und Sie ganz konkret entlasten. Wichtig ist auch, dass die technischen Hauptkomponenten (siehe unten) der Anlage einzeln aufgeführt und benannt sind. Nur dann können Sie mehrere Angebote miteinander vergleichen und entsprechende Rückfragen stellen oder Wünsche äußern. Das SolarZentrum schaut sich die Angebote ebenfalls gerne an und berät Sie. Erfragen Sie auch, welche Garantien gewährt werden.
Wichtig: Akzeptieren Sie keine Angebote, die für Anlagenteile (Hersteller:in, Typenbezeichnungen) Formulierungen wie „ähnlich zu“ oder „vergleichbar mit“ verwenden.
Blindangebote, die es beispielsweise im Internet am Ende vieler Solarrechner gibt, sind nicht per se unseriös.
Ein umfassendes Angebot sollte sich allerdings immer auf einen Vor-Ort-Termin stützen, da Solaranlagen sehr individuell ausfallen. So können außerdem Fragen (beispielsweise zum Denkmalschutz oder zu Altlasten wie Asbest) rechtzeitig geklärt werden. Auch Ergänzungen der geplanten Anlage, wie die Kombination mit einer Dachbegrünung, können auf diese Weise früh in die Planung einfließen.
Zudem haben Sie bei einer solchen Begehung die Möglichkeit, die wichtigsten Fragen im persönlichen Gespräch zu klären. Auch die Besonderheiten Ihres Gebäudes können Sie sich erläutern lassen. Seien Sie offen, wenn die Fachleute Sie von Ihrer ursprünglichen Planung abbringen wollen und eine bessere Option vorschlagen! Aber scheuen Sie sich auch nicht, Fragen zu stellen und Ihre eigenen Bedürfnisse zu formulieren.
Tipp: Besonders serviceorientierte Betriebe werden Sie von der Planung bis hin zur Anmeldung und Inbetriebnahme der Anlage begleiten.
Ein seriöses Angebot für Ihre PV-Anlage sollte die folgenden Posten beinhalten, damit Sie die Leistungen richtig einschätzen und miteinander vergleichen können:
Eine Ertragsprognose, die die Wirtschaftlichkeit der Anlage skizziert,
sollten Sie ebenfalls unbedingt einfordern. Damit lassen sich Anlagen sehr gut vergleichen – untereinander, aber auch mit Ihren eigenen Vorstellungen von Einsparungen und Vergütungen.
Ein weiteres Kriterium kann die Qualität der verwendeten Bauteile sein. Wenn auch dies für Lai:innen nicht unbedingt einfach nachvollziehbar ist, helfen beispielsweise Gütesiegel oder Zertifikate sowie eventuell Garantieversprechen bei Ihrer Entscheidung für das „richtige“ Angebot.