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Moses-Mendelssohn-Preis für Monika Düllmann

Pressemitteilung vom 04.10.2018

Monika Düllmann wird den vom Land Berlin alle zwei Jahre ausgelobten „Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen“ erhalten. Dies entschied das Preisgericht für die Verleihung des Moses-Mendelssohn-Preises 2018, dem Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert, Joachim Hake, Dr. Gideon Joffe, Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Dr. Thomas Lackmann, Propst Dr. Christian Stäblein und Dr. Brigitte Wieczorek-Schauerte angehören.

Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa wird den mit 10.000 € dotierten Preis an die Preisträgerin am Montag, dem 5. November 2018 im Berliner Rathaus verleihen. Die Laudatio wird Dr. Volker Westerbarkey, Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen halten.

Monika Düllmann SJA, Direktorin des Hopital St. Louis in Jerusalem, erhält gemeinsam mit ihrem Krankenhaus-Team den Moses-Mendelssohn-Preis. Die Jury würdigt damit den Einsatz Monika Düllmanns und ihrer Mitarbeiter für die Würde des Menschen und für die Verständigung zwischen Personen aus verschiedenen Kulturen und Bekenntnissen. Die Ordensschwester leitet das Hospital, in dem gemeinsam mit dem Fachpersonal 30 Freiwillige aus aller Welt arbeiten, seit 15 Jahren. Das 60-Bettenhaus bietet palliative Medizin für Sterbende, AIDS-Patienten und chronisch Kranke. Es steht Israelis und Palästinensern, Christen, Juden und Muslimen offen, die hier nach den unterschiedlichen Regeln ihrer Religionen verpflegt werden, aber auch gemeinsam ihre Feste feiern können.

Der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, zur Entscheidung des Preisgerichts: „Frau Monika Düllmann und das Team des Hopital St. Louis beweisen täglich ihren Einsatz für Menschlichkeit und für Toleranz. Unter der mutigen Anleitung von Frau Düllmann und ihrem Team setzt das Krankenhaus ein Zeichen des Respekts für Anhänger aller Religionen und demonstriert, was uns alle verbindet. Dieses unermüdliche Engagement muss gerade in Zeiten, in denen sinnvolle interreligiöse Kommunikation dringend gebraucht wird, gebührend gewürdigt werden.“