skills4chips – bundesweites Leitprojekt „Fachkräfte für die Mikroelektronik“
skills4chips – bundesweites Leitprojekt „Fachkräfte für die Mikroelektronik“
Mehr Chips „made in Europe”: Die Europäische Union strebt an, den Anteil der in Europa produzierten Halbleiter bis 2030 von 10 auf 20 Prozent zu erhöhen und die regionale Halbleiterproduktion durch das Europäische Chip-Gesetz intensiver zu fördern. Um die Fertigungskapazitäten auszubauen, werden qualifizierte Fachkräfte benötigt.
Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das skills4chips-Projekt. Es soll den Mikroelektronik-Standort Deutschland langfristig stärken – eine Entwicklung, die auch für die Berliner Industrie mit seiner Vielzahl an Forschungseinrichtungen und Unternehmen in dem Bereich von großer Bedeutung ist. Koordiniert wird das Vorhaben von dem am Ferdinand-Braun-Institut angesiedelten Aus- und Weiterbildungsnetzwerk ANH Berlin. Das deutschlandweite Konsortium besteht aus sechs weiteren Verbundpartnern.
skills4chips baut auf einem Vorgängerprojekt auf: Mit der Microtec Academy wurden bereits rund 2.700 Menschen mit Aus- und Fortbildung in Mikro- und Nanotechnologie qualifiziert. Nun wird sie zu einer nationalen Bildungsakademie für Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik erweitert – mit einem breit aufgestellten Netzwerk aus Bildungsträgern, Berufsschulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrie. Neben der beruflichen Bildung umfasst das Programm künftig auch akademische Qualifizierungsangebote.
Mit Ausbau der Academy wird diese als One-Stop-Shop für Qualifizierungen in der Mikroelektronik etabliert. Bestehende lokale und regionale Initiativen zur gezielten Fachkräftegewinnung in diesem Technologiefeld werden zusammengeführt. Über eine moderne Plattform werden neue Lehr- und Lernformate online oder in Präsenz gegebenenfalls mit Infrastruktur, wie Laboren und Reinräumen, angeboten. So entstehen überregionale Qualifizierungsangebote entlang der gesamten Bildungskette.