Gemeinsame Projekte mit Unternehmen
Die Forschungsschwerpunkte decken zentrale Bereiche der modernen Robotik ab: unter anderem Mensch-Roboter-Interaktion, physische Mensch-Roboter-Kollaboration, Soft-Robotik, nachgiebiges Handhaben von Gegenständen, dynamisches zwei- und vierbeiniges Laufen und kognitive Robotik. Untersucht werden zudem unter anderem Exoskelette, die Industriemitarbeitende am Fließband entlasten können – ein Bereich, in dem bereits intensiv mit Unternehmen zusammengearbeitet wird. Diese sind herzlich eingeladen, sich mit Anwendungsideen an die BHT zu wenden: „Sie können gern auf uns zukommen, dann diskutieren wir, wie sich Ideen umsetzen lassen oder wie wir Forschungsfragen in gemeinsamen Projekten angehen können“, sagt Hannes Höppner, Professor für Humanoide Robotik an der BHT. Er gehört neben Prof. Dr.-Ing. Manfred Hild, Professor für Digitale Systeme, und Professor Dr.-Ing. Ivo Boblan, Leiter des Forschungslabors Pneumatische Robotik und Softrobotik, zum Team.
Seit 2018 bietet die BHT einen Bachelorstudiengang Humanoide Robotik an. Im Vergleich zum traditionellen Robotik-Studium liegt der Fokus hier weniger auf Informatik als auf der Konstruktion und Fertigung von Robotern. „Die Studierenden lernen bei uns unter anderem, wie sie konstruieren, elektronische Schaltungen entwickeln, Sensoren auswerten, Motoren ansteuern und Lernfähigkeiten implementieren“, so Hannes Höppner. Ihr Wissen wenden sie im Studiengang in praktischen Projekten an. „So bauen junge Menschen im zweiten Semester robotische Hände von Grund auf neu. Sie stellen sich direkt der Aufgabe, eine Roboterhand für einen konkreten Zweck zu bauen – etwa, einen Apfel oder auch eine Visitenkarte von einem Tisch zu greifen, ein Ei aus einer 6er-Packung zu entnehmen oder Tomaten zu pflücken.“ Im fünften Semester entwickeln die Studierenden einen eigenen passiv dynamischen Geher („passiv dynamic walker“ – kurz: PDW), den sie sowohl physikalisch modellieren als auch physisch herstellen.