42,195 Kilometer: Ulrich Misgeld ist sie in seinem Leben viele Male gelaufen. 2025 will er im Frühjahr in Mailand seinen 60. absolvieren, der Berlin Marathon im September wird der 61.. Bei 30 davon ging er in der Hauptstadt an den Start. Der Sport braucht Ausdauer, Training, gute Planung – wie auch Misgelds Rolle als 1. Vorsitzender des UnternehmensNetzwerk Motzener Straße e.V. in Tempelhof-Schöneberg. Mit seinem Engagement für den Wirtschaftsstandort will der 74-Jährige zeigen, was mittelständische Industriebetriebe für Berlin bedeuten, was sie zum Erfolg und auch zum Klimaschutz in der Stadt beitragen können. „In mittelständischen Unternehmen gibt es kurze Entscheidungswege: Man erörtert ein Thema, man beschließt etwas und setzt es dann auch um. Diese Umsetzungskraft ist eine ganz große Stärke von KMU.“
Ulrich Misgeld hat einst bei der Deutschen Bank eine Lehre gemacht, dann berufsbegleitend Betriebswirtschaft studiert. Bis 1992 war er im Firmenkundengeschäft tätig, wechselte dann in den Vorstand der Berliner Volksbank, dem er bis 1999 als Vorsitzender angehörte. Ein Jahr später wurde er zum Vorstand Finanzen, IT und Personal des Beleuchtungsherstellers Selux AG in der Motzener Straße berufen. Parallel zu dieser Tätigkeit engagierte er sich ehrenamtlich in Branchenverbänden und der IHK. Im September 2015 schied Ulrich Misgeld mit 65 aus dem Beruf aus – doch still steht er noch lange nicht. Neben dem Vorsitz in der Motzener Straße bekleidet er Vorstandsfunktionen in gemeinnützigen Organisationen, nimmt Aufsichtsrats-Mandate wahr und ist Beirat einer Personalberatung.