Messerattacke während der Weihnachtseinkäufe – Sicherungsverfahren beantragt
Pressemitteilung vom 16.07.2025
Nr.177
Ein 32 Jahre alter Mann soll im Dezember letzten Jahres nur deshalb bei einer Messerattacke knapp verfehlt haben, weil deren Begleiter sie noch rechtzeitig zur Seite zog. Da Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Mann im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben dürfte, hat die Staatsanwaltschaft Berlin nun vor dem Landgericht Berlin I ein Sicherungsverfahren beantragt. Ziel dessen ist die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Am 23. Dezember 2024 soll der Mann in der Schloßstraße in Steglitz unvermittelt mit einem Küchenmesser in der Hand auf den Gehweg gesprungen sein. Mit diesem soll er in Tötungsabsicht nach dem Hals der 19-Jährigen gestochen haben, die mit ihrem 33 Jahre alten Lebensgefährten dort gerade Weihnachtseinkäufe tätigte. Während die Frau den Angriff überhaupt nicht bemerkte, hatte der Lebensgefährte diesen wahrgenommen. Ihm gelang es daher geistesgegenwärtig, die Frau beiseite zu ziehen, weshalb der Messerstich diese um etwa acht Zentimeter verfehlte.
Seiner anschließenden vorläufigen Festnahme soll sich der Beschuldigte dann noch widersetzt haben, indem er die eingesetzten Polizeibeamten attackierte und diese so verletzte. Er wurde seitens der Polizei aufgrund der psychischen Auffälligkeiten in ein Krankenhaus gebracht, dort aber nach wenigen Tagen wieder entlassen.
Am 25. Februar 2025 wurde er aufgrund eines zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft erwirkten Haftbefehls festgenommen, am 28. Mai wurde er von der Untersuchungshaft in das Kranken-haus des Maßregelvollzugs verlegt.
Büchner
Oberstaatsanwalt
Pressesprecher
Erstmeldung der Polizei vom 24. Dezember 2024:
https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1516468.php
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