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Kurz nachgefragt bei: Quantum on Demand Technologies

09.11.2021

Gruppenfoto von QoD

QoD verfolgt die Digitalisierung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Mit ihrer Lösung sind sie da schon auf einem guten Weg! Ihr möchtet die Finalists des Deep Tech Awards 2021 und ihr Produkt kennenlernen, dann schaut rein.

Ein herzliches Willkommen! Obwohl QoD nicht unter den Deep Tech Stars 2021 war, habt ihr es dennoch weit geschafft. Wir freuen uns, euch heute als Finalists der Kategorie Künstliche Intelligenz zu interviewen. Könnt ihr zu Beginn für alle die den Deep Tech Award nicht verfolgt haben bitte einmal die Kernpunkte eurer Deep-Tech-Lösung zusammenfassen? Was macht eure Lösung aus?

Unser Ziel bei QoD Technologies ist es, die Forschung und Entwicklung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie radikal zu digitalisieren. Das bedeutet, mit unserer Deep-Tech-Lösung möglichst viele konventionelle Laborversuche durch Simulationen zu ersetzen. Dadurch können Unternehmen, aber auch Forschungseinrichtungen viel Geld einsparen und sich insbesondere auch einen Zeitvorteil sichern, da etliche, bislang sehr zeitaufwändige Laborversuche mittels Hochleistungsrechner und unserer intelligenten Software in kürzester Zeit simuliert werden können.

Dazu bieten wir eine intuitive „all-in-one Lösung“ für Computational Chemistry auf der Basis von Quantensimulationen und KI an. Mit unseren Tools ist praktisch jede/r Labormitarbeiter:in und somit jedes Unternehmen in der Lage, preis- und zeiteffizient chemische Simulationen durchzuführen. Mögliche Anwendungsfelder sind zum Beispiel die Entwicklung neuer Materialien oder neuer pharmazeutischer Wirkstoffe.

Klingt interessant. Aber warum genau ist eure Lösung innovativ?

Um auf Basis von Quantensimulationen und KI chemische Vorhersagen treffen zu können, sind erst einmal hohe Investitionen in intelligente Software-Tools, IT-Hardware und Expertenwissen notwendig – abgesehen vom Zeitfaktor, bis eine solche inhouse entwickelte Lösung reibungslos funktioniert. Das sind Investitionen, die sich nur sehr wenige Unternehmen leisten können. Unsere ganzheitliche SaaS-Lösung deckt alle genannten Anforderungen ab. Wir bieten in einem Paket die Simulationssoftware, kombiniert mit skalierbarer Rechenpower sowie die Domainexpertise in IT und Computational Chemistry. Das alles integriert in einer intuitiven, cloudbasierten Lösung, die es Nutzer:innen ermöglicht, praktisch von Tag eins an am Objekt zu arbeiten.

Wer es beim DTA ins Finale schafft, überzeugt die Jury vor allem auch mit seinem Team. Was würdet ihr sagen, zeichnet eure Arbeit im Team aus?

Die QoD Technologies GmbH ist ein sehr junges Unternehmen. Gleichzeitig sind alle Gründer:innen und unsere Mitarbeiter:innen allerdings überaus erfahren. In den Gebieten Quantum Chemistry, KI und Softwareentwicklung haben wir schon teilweise mehr als zehn Jahre in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet. Hinzu kommt noch die Expertise aus unserer jahrelangen wissenschaftlichen Arbeit und Forschung. Dadurch kennen wir uns alle sehr gut und können unsere Stärken und Expertisen geschickt kombinieren. Das zahlt sich immer dann aus, wenn wir unsere Technologie z.B. schnell auf neue Kund:innenanforderungen anpassen müssen.

Die KI-Szene Berlins entwickelt sich stetig weiter. Welche Vorteile bietet Berlin aber außerdem für Startups und Unternehmen? Warum seid ihr in Berlin ansässig?

Berlin hat einige gewichtige Standortvorteile gegenüber anderen deutschen Städten: etwa die große Auswahl an talentierten Personen und der schnelle Draht zu vielen finanzkräftigen Investor:innen – der direkte, unkomplizierte Kontakt vor Ort ist auch in Zeiten massiver Digitalisierung nicht zu unterschätzen. Zudem bietet Berlin eine überaus hohe Lebensqualität sowie jede Menge Freizeit- und Kulturangebote, da können andere Metropolen kaum mithalten. Das ist u.a. ein wichtiger Faktor für die Gewinnung von Fachkräften.

Abschließend, wie war der Deep Tech Award für euch? Würdet ihr anderen Startups ebenso eine Teilnahme empfehlen?

Der Award war für uns eine schöne Gelegenheit, sich mit anderen Deep Tech-Startups zu messen und neue, wertvolle Kontakte zu knüpfen. Auch ist die Bewerbungsschrift, die einer Jury vorgelegt wird, immer wieder eine gute Möglichkeit, die eigene Idee und das Geschäftsmodell kompakt und für Außenstehende verständlich auf den Punkt zu bringen. Insofern können wir anderen Startups nur empfehlen, sich die Bedingungen des Awards genau anzuschauen und dann – sofern es passt – auch mutig eine Bewerbung einzureichen!

Da können wir nur zustimmen. ;)