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Bezirke warnen Parkbesucher vor Eichenprozessionsspinnern

Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Wenn Kinder und Haustiere dabei sind, ist besondere Vorsicht vor den Raupen geboten. (Symbolbild)

Mehrere Berliner Bezirke warnen vor den giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners. Das Bezirksamt Spandau rät dazu, den Wilhelm-von-Siemens-Park zu meiden, wie die Behörde mitteilte. In Spandau gebe es in diesem Jahr demnach einen starken Befall. Besonders betroffen seien große Teile des Wilhelm-von-Siemens-Parks sowie angrenzende Schulen, Kitas, Straßenzüge und Privatflächen. Die Tiere bauten gerade ihre Nester.

Zuvor hatte bereits der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf mitgeteilt, dass Teile der an den Park angrenzenden Jungfernheide infolge eines starken Befalls durch den Nachtfalter gesperrt seien. Das Strandbad Jungfernheide sei geschlossen. Über 350 Bäume seien in dem Park betroffen. Auch in Pankow mehrten sich nach Angaben des dortigen Bezirksamtes die Beobachtungen von Raupennestern an Eichen, auch an Spielplätzen und Schulen.

Brennhaare der Tiere führen zu Hautreizungen und Atembeschwerden

Die bis zu drei Zentimeter langen Raupen des Eichenprozessionsspinners sind braun-gelb oder grau-schwarz. Ihre Nester sind runde Gespinste, die die Größe eines Fußballs erreichen können. Ab dem dritten Larvenstadium wachsen den Raupen feine Brennhaare, die leicht brechen und vom Wind über weite Strecken verbreitet werden können. Die Haare können bei Menschen Hautreizungen und Atembeschwerden hervorrufen. 

Nester sollten auf keinen Fall eigenhändig entfernt werden

Die Bezirke rieten dazu, Raupen und Nester nicht zu berühren. Insbesondere wenn Kinder und Haustiere dabei sind, sollten befallene Bäume und betroffene Flächen gemieden werden. Die Kleidung sollte nach jedem Parkbesuch gründlich gereinigt werden, Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Auch sollten die Insekten nicht eigenständig bekämpft werden. Das sollte Fachleuten überlassen werden. Stadtnaturexperte Derk Ehlert warnte ebenfalls davor, den Tieren nahezukommen und diese zu berühren. Laut Ehlert seien in Berlin dieses Jahr wieder mehr Raupen gesichtet worden als in den Jahren zuvor. Die Tiere würden immer dann besonders auffällig, wenn es besonders heiß und trocken sei - so wie im Augenblick. Dann wanderten die Tiere in tiefere Bereiche des Stammes, wo sie Menschen eher auffielen, sagte Ehlert

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Autor:in: dpa
Veröffentlichung: 20. Juni 2025
Letzte Aktualisierung: 20. Juni 2025

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