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Berlin bewirbt sich mit vier anderen Ländern um Olympia

Olympia-Bewerbung

Daniel Günther (l-r, CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg Vorpommern, Berlins Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, und Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, nehmen an der Vorstellung der Olympia-Bewerbung "Berlin+" im Olympiastadion teil.

Berlin will mit vier Partnerländern Olympia nach Deutschland holen. Überlegungen, wo welche Wettkämpfe stattfinden könnten, gibt es schon.

Beachvolleyball, während hinter dem Brandenburger Tor die Sonne untergeht. Der Marathon über die pittoreske Museumsinsel und ein Olympisches Dorf für mehr als 16.000 Sportler und Sportlerinnen.

Sportveranstaltungen in der ganzen Stadt

Die Stadt Berlin und ihre vier Partner haben einen vielversprechenden Vorgeschmack geliefert, wie Olympia in Deutschland aussehen könnte. «Es geht um eine riesengroße Chance. Eine Chance für den Sport, eine Chance für Berlin, eine Chance für Deutschland», sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner bei der Präsentation des Grundkonzepts im Olympiastadion.

Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044

Gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein will Berlin Olympia nach Deutschland holen. «Berlin+» heißt das Konzept, das die Hauptstadt als Hauptaustragungsort vorsieht. «Wir ergänzen uns mit den vorhandenen Sportstätten. Genau das macht die Nachhaltigkeit aus. Mehr als 90 Prozent der Sportstätten sind heute schon vorhanden und können temporär errichtet werden», sagte Berlins Sportsenatorin Iris Spranger (SPD). Offen blieb weiter, ob man sich für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. «Wir machen es so lange, bis es klappt», kündigte der Sächsische Staatsminister des Innern, Armin Schuster, an.

«Berlin+ ist das einzige wahre Gemeinschaftswerk»

Eine Bewerbung um Olympische Spiele und Paralympics planen neben Berlin noch München, Hamburg und Nordrhein-Westfalen mit der Region Rhein und Ruhr. «Berlin+ ist das einzige wahre Gemeinschaftswerk», erklärte Schuster. Und auch Spranger betonte, dass man keine «One-Man-Show wie im Süden» anstrebe. Konkrete Überlegungen für Wettkampforte gibt es bereits im Grundkonzept. Segeln in Kiel oder Warnemünde, Kanu und Rudern auf der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg an der Havel. Golf in Bad Saarow, Rugby im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Gewichtheben, Fechten, Turnen und Kanuslalom in Leipzig.

Entscheidung im Herbst 2026

Die jeweiligen Bewerbungskonzepte werden bis Ende September vom Deutschen Olympischen Sportbund geprüft. Zulässige Bewerbungen sollen Ende des Jahres bei der DOSB-Mitgliederversammlung vorgestellt werden. Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber soll bis Herbst 2026 getroffen und dann noch von den DOSB-Mitgliedern abgesegnet werden.

Wegner kündigt Bürgerbeteiligung an

Wegner will die Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf die Olympia-Bewerbung einbinden. «Selbstverständlich muss es eine Beteiligung der Berlinerinnen und Berliner geben», sagte der CDU-Politiker im Interview der RBB-«Abendschau». «Dass die Berlinerinnen und Berliner eingebunden werden in den Entscheidungsprozess, ist für mich völlig klar, und undenkbar, dass hier Olympische Spiele in der Stadt stattfinden, ohne dass die Berlinerinnen und Berliner da mitreden können.» Da es aber nicht um eine alleinige Olympia-Bewerbung Berlins gehe, sondern eine gemeinsame mit Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen, müsse auch mit diesen Partnern besprochen werden, wie eine Bürgerbeteiligung aussehen könne. Die Frage dabei sei, «wie und welche Menschen wir auch befragen».

Autor:in: dpa
Veröffentlichung: 27. Mai 2025
Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2025

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