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Warnstreik bei der BVG: erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr

Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG)

An einer Anzeigetafel einer Tramstation am Alexanderplatz wird auf einen Warnstreik bei Berlins U-Bahnen, Bussen und Trams hingewiesen. (Archiv)

Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen sich kommenden Montag auf erhebliche Einschränkungen im Berliner Nahverkehr einstellen.

Die Gewerkschaft Verdi rief im Tarifkonflikt mit dem Unternehmen für den 27. Januar 2025 zum ganztägigen Warnstreik auf, wie sie mitteilte. Busse, Straßen- und U-Bahnen in der Hauptstadt dürften dann weitgehend still stehen. Die S-Bahnen sind nicht von dem Ausstand betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben werden.

Nächste Verhandlungsrunde am 31. Januar

Beide Seiten hatten vergangene Woche Mittwoch erstmals in der laufenden Tarifrunde miteinander verhandelt. Ein Angebot der Arbeitgeberseite gab es nicht. Die Gewerkschaft fordert monatlich 750 Euro mehr pro Monat. Zudem will sie ein 13. Monatsgehalt, eine Fahrdienst- beziehungsweise Wechselschichtzulage in Höhe von 300 Euro sowie eine Schichtzulage von 200 Euro durchsetzen. Die Forderungen belaufen sich nach Verdi-Angaben auf 250 Millionen Euro jährlich. 2023 lagen die Personalkosten bei der BVG laut Geschäftsbericht bei rund 820 Millionen Euro. Für die Verhandlungen sind nach Verdi-Angaben bis zum 10. April insgesamt sechs Termine angesetzt. Die nächste Gesprächsrunde ist für den 31. Januar geplant. Die BVG kündigte an, dann ein Angebot vorzulegen.

BVG empfiehlt Ausweichen auf Sharing-Angebote

Die BVG empfiehlt Fahrgästen auf die Bahnen der S-Bahn sowie Regionalbahnen, sowie die Sharing-Angebote zu nutzen, um an ihr Ziel zu kommen. Linien und Angebote, die im Auftrag der BVG von anderen Unternehmen gefahren werden,seinen vom Streik nicht betroffen. Das gilt für den BVG Muva und alle Fähren (F10, F11, F12).

Auch Autofahrer müssen mit Verzögerungen rechnen

Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) geht davon aus, dass Fahrgäste, die normalerweise öffentliche Verkehrsmittel nutzen, auf Autos, Fahrräder oder andere Verkehrsmittel umsteigen. Es wird ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erwartet. Vor allem auf den Berliner Stadtautobahnen ist in den Hauptverkehrszeiten mit deutlichen längeren Fahrzeiten zu rechnen.

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Autor:in: dpa
Weiterführende Informationen: Öffentlicher Nahverkehr in Berlin
Veröffentlichung: 23. Januar 2025
Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2025

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