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Aufgrund der eisigen Temperaturen wurden kurzfristig zusätzliche Übernachtungsplätze und Unterstützungsangebote in der Kältehilfe geschaffen.
Angesichts der drohenden Kälte stehen in den nächsten Tagen über 100 zusätzliche Übernachtungsplätze im Warmen für obdachlose Menschen zur Verfügung. Das teilte die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung am Freitag mit. Weiterhin wird die Polizei Berlin obdachlosen Menschen den Aufenthalt an warmen Orten gewähren. Krankenhäuser werden obdachlose Menschen ohne Krankenkarte nicht abweisen und Personen ohne Ausblick auf eine warme Unterkunft nicht auf die Straße entlassen. Bibliotheken bieten ebenfalls Schutz vor der Kälte für betroffene Menschen. Die Website der Kältehilfe listet alle aktuellen Übernachtungsmöglichkeiten, Essensausgabe und Unterstützungsangebote.
Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, was man tun kann, erklärt Barbara Breuer, Sprecherin der Berliner Stadtmission. So könnte man direkt auf die Menschen zugehen - je nachdem, was für ein Typ man ist. Wenn man eher schüchtern ist und Fremde nicht gern anspricht, würde sie das nicht empfehlen. «Aber wenn man damit kein Problem hat und interessiert ist», sagt sie, «dann wissen die Leute das sehr oft zu schätzen.» Wer beispielsweise jeden Tag an jemandem vorbeiläuft, könnte einfach mal stehen bleiben und sagen: «Guten Tag, ich sehe Sie hier jeden Tag und ich interessiere mich dafür, wie es Ihnen geht». Außerdem kann man direkt fragen, ob man der Person etwas kaufen kann - sei es ein Heißgetränk oder eine warme Mahlzeit.
Auf keinen Fall sollte man ihr zufolge die Menschen jedoch einfach anfassen oder an ihnen rütteln, wenn sie schlafen. Es sei denn, es besteht die Sorge, dass die Person tot sein könnte. Wenn Menschen nicht mehr ansprechbar sind oder bereits zitternd am Boden liegen, sollte man auf jeden Fall einen Krankenwagen rufen. Außerdem kann man auch den Kältebus informieren - aber immer nur in Absprache mit den Betroffenen. Dabei sei wichtig zu fragen, was gebraucht wird - ein heißer Tee, ein Schlafsack oder ein Transport zu einer Notunterkunft.
Zudem gebe es mehrere Möglichkeiten, sich zu engagieren. «Man kann seine Zeit spenden, indem man ehrenamtlich hilft», so Breuer. Das könne zum Beispiel sein, mit obdachlosen Menschen in der Notunterkunft zu arbeiten und Essen auszugeben oder den Check-in zu machen. Aber auch beim Sortieren von Kleiderspenden könne man aktiv werden - etwa beim Textilhafen der Stadtmission. Ihr zufolge braucht jede lokale Organisation ehrenamtliche Unterstützung. So arbeitet bei den Kältebussen der Stadtmission neben zwei Festangestellten ein Team von rund 60 Ehrenamtlichen.
Wer keine Zeit für ein Ehrenamt hat, kann auch spenden - zum Beispiel ungenutzte Kleidung. Laut Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden vor allem warme Herrenschuhe in großen Größen in gutem Zustand benötigt. Sachspenden können demnach bei der DRK-Landesgeschäftsstelle in der Bundesallee abgegeben werden. Wichtig sei, dass die Kleidung frisch gewaschen und intakt sei, sagt die Sprecherin der Stadtmission. «Kaputte Reißverschlüsse, so was bringt uns nichts, weil wenn der obdachlose Mensch von uns eine Jacke kriegt und der kann nicht mal einen Reißverschluss zu machen, weil der nicht funktioniert, dann hilft ihm die Jacke auch nichts.»
Bei der Kältehilfe der Caritas etwa sind auch Lebensmittelspenden willkommen. Das Team des Caritas-Arztmobils - einem Kleinbus, der zu einer Arztpraxis umgebaut wurde - kümmert sich neben der Gesundheitsversorgung auch um Beratungen und Vermittlungen zu anderen Hilfsangeboten oder Behörden. Hier würden etwa Spenden für Schlafsäcke benötigt. Menschen, die keine Zeit haben sich zusätzlich zu engagieren und auch keine Kleidung abzugeben haben, können auch Geld spenden. «Damit können wir wieder da Löcher stopfen, wo sie entstanden sind, wo wir es dringlich brauchen», erklärt Sprecherin Breuer von der Stadtmission. Laut DRK helfen Geldspenden auch, um etwa Unterwäsche bedarfsgerecht einzukaufen.